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Magdeburg, 16. Januar 2013
Magdeburger gedachten der Zerstörung ihrer Stadt 1945
68. Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs am Ende des Zweiten Weltkrieges

Ottostadt Magdeburg.

 

Heute jährt sich zum 68. Mal der Tag, an dem Magdeburg 1945 – wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges – in Schutt und Asche fiel. Der 16. Januar ist deshalb bis heute für die Magdeburgerinnen und Magdeburger ein Tag der Trauer und des Andenkens an die Opfer von Krieg und Gewalt. Bei einer Gedenkveranstaltung auf dem Westfriedhof gedachten sie heute der Zerstörung ihrer Stadt.

 

 „Alljährlich erinnern wir uns an den Gräbern der Männer, Frauen und Kinder auf dem Magdeburger Westfriedhof an die Zerstörung unserer Stadt und an das Leid, das den Überlebenden zugefügt wurde“, so Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper in seiner Gedenkrede.

 

„Wir verbinden unser heutiges Gedenken und unsere Trauer um die unzähligen Toten und unsere zerstörte Heimatstadt mit der eindringlichen Mahnung:

–        dass wir nie vergessen, was geschehen ist,

–        dass wir eintreten für ein friedliches Miteinander der Kulturen, Religionen und Weltanschauungen - gegen Menschenverachtung und Fremdenhass,

–        dass wir in einer Welt voller Kriege und Konflikte nicht die Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben aller Völker verlieren und alles in unserer Macht Stehende dafür tun.

Gleichzeitig wenden wir uns aber auch gegen den Missbrauch dieses traurigen Anlasses für die geschichtsverfälschende und demokratiefeindliche Propaganda rechter Kräfte, wie wir sie alljährlich erleben müssen.“

 

Dieser Tag sei deshalb vor allem auch eine Mahnung, faschistischen und rassistischen Brandstiftern und ihren populistischen Parolen nie mehr auch nur einen Fußbreit Raum in unserer Gesellschaft zu gewähren, so der Oberbürgermeister in seiner Rede.

 

Am Abend finden traditionell zahlreiche Veranstaltungen zum Gedenken an die Zerstörung Magdeburgs am Ende des Zweiten Weltkrieges statt, bevor um 21.28 Uhr – dem Zeitpunkt, an dem am 16. Januar 1945 die Bombardierung der Stadt begann – die Glocken der großen Kirchen in der Innenstadt zu läuten beginnen.

 

 

 

 

 

Gedenkveranstaltung zum 68. Jahrestag der Zerstörung Magdeburgs

16. Januar 2011, 15:00 Uhr, Gedenkstätte Westfriedhof

 

 

Ort:                 Gedenkstätte für die Opfer des Luftangriffes vom 16.Januar 1945 –

Westfriedhof

Treffpunkt:      Kapelle

Uhrzeit:           15:00 Uhr

 

 

Ablauf (Treffpunkt: Kapelle)

15:00 Uhr        gemeinsamer Gang aller Teilnehmer in Richtung Gedenkstätte für die Opfer des Luftangriffes vom 16. Januar 1945

 

Am Rondell am Kastanienweg vor den Soldatengräbern des 2. Weltkrieges werden die Kränze aufgenommen.

 

Danach erfolgt der Schweigemarsch zur Gedenkstätte.

 

ca. 15:10 Uhr  Ablegen der Kränze

                        Bläserstück

Ansprache                 Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper

                        Bläserstück   

Totengedenken       Dieter Steinecke

Vorsitzender des Volksbundes Deutsche

Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Sachsen-Anhalt

Schweigeminute

Gebet                         Superintendent Michael Seils

Bläserstück

ca. 15:45 Uhr  Ende der Veranstaltung

 

 

Gedenkveranstaltungen am Abend

Am Abend des 16. Januar finden traditionell zahlreiche Veranstaltungen zum Gedenken an die Zerstörung Magdeburgs am Ende des Zweiten Weltkrieges statt.

 

 

Gedenkkonzert im Kloster Unser Lieben Frauen

Um 20.15 Uhr wird der Zerstörung der Stadt im Kloster Unser Lieben Frauen mit einem Orgelkonzert und anschließendem Glockenläuten gedacht. Titularorganist Arvid Gast spielt ein besinnliches Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach: u.a. erklingen Praeludium und Fuge h-Moll BWV 544, die Sonate in C BWV 529 sowie aus "Sechs Choräle von verschiedener Art" : Wachet auf, ruft uns die Stimme", "Wo soll ich fliehen hin", "Meine Seele erhebt den Herren", "Kommst du nun, Jesu, vom Himmel herunter". Um 21.28 Uhr werden die Glocken des Klosters geläutet.

 

Tickets an den Vorverkaufsstellen magdeburg ticket, Volksstimme Service-Center oder im Kartenhaus im Allee-Center.

Reservierungen unter 0175/55 384 57 und über www.gesellschaftshaus-magdeburg.de

 

 

Gedenkkonzert im Opernhaus

Unter dem Motto »Für eine friedliche Welt« findet um 20:00 Uhr auf der Bühne des Operhauses ein weiteres Gedenkkonzert statt. Zur Aufführung kommtLudwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125 (mit dem Schlusschor nach Schillers »Ode an die Freude«). Mitwirkende sind: Hale Soner – Sopran, Lucia Cervoni (Alt), Andreas Früh (Tenor), Kartal Karagedik (Bass), der Magdeburger Opernchor und dieMagdeburger Singakademie und die Magdeburgische Philharmonie unter Leitung von Generalmusikdirektor Kimbo Ishii-Eto.

 

Das Konzert am 16. Jan. ist bereits ausverkauft. Es wird am Sonntag, den 20. Jan. um 16.00 Uhr wiederholt, für dieses Sonderkonzert sind noch Karten erhältlich.

 

 

Forum Gestaltung, Brandenburger Straße

„andacht denken“ - der Titel der aktuellen Ausstellung mit Werken von Wieland Schmiedel könnte leitgedanklich auch die Konzerte durchziehen, mit denen das Forum Gestaltung jährlich an die Zerstörungen Magdeburgs von 1631 und 1945 erinnert. Wieland Schmiedel schuf zudem die große Memorialanlage auf dem Westfriedhof zum Gedenken an die Opfer vom 16. Januar 1945, so dass Kunst und Künstler in absichtsvolle Nähe treten können zum Improvisationskonzert für Saxofon und Schlagwerk, das Warnfried Altmann und Hermann Naehring vor einer aus Originalmaterial zusammengestellten Film-Text-Collage am eben jenem 16. Januar um 19.30 Uhr zur Aufführung bringen.

 

In diesem Jahr sind dem Konzert kurze Texte von Georg Kaiser vorangestellt, die der Dichter 1936 für illegale Flugblätter verfasste: volksmundschlau und angemessen derb deshalb und gefährlich. Vorgeführt und entlarvt wurden „Batzenschwein“ und „Afterseher“,„Scheißhuhn“ und „-hund“, „Gashahn“ und „Mistbock“, der „Kaulb...“ und viele andere „Ärsche“ der „Gasgesellschaft“, die einen unerträglichen Gestank verursachten, was deutlich zu machen damals nicht leicht war - noch dazu in olympisch parfürmierter Luft.

 

Angesichts braunsumpfiger Zumutungen sind die Blätter Ansporn und Stachel auch für die Gegenwart. Die Deutungshoheit über historische Ereignisse darf nicht jenen überlassen werden, die jedes Jahr schamloser unschuldige Opfer instrumentalisieren für die Sanktionierung sehr schuldiger Täter.



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Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
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