(pen) „Das Treffen hat seine Ziele nicht verfehlt. Deutlich wurde zum einen: Das Ruhrgebiet agiert gemeinschaftlich, um die Herausforderung einer nicht auszuschließenden Opel-Werksschließung in Bochum zu meistern. Zum anderen wurde die Solidarität mit den Opel-Beschäftigten unterstrichen.“ Für Landrat Dr. Arnim Brux hat sich die Fahrt ins Bochumer Rathaus gelohnt. Dort war er gemeinsam mit Oberbürgermeistern, Bürgermeistern und Wirtschaftsförderer mehrerer Ruhrgebietskommunen sowie Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann und IHK-Hauptgeschäftsführer Helmut Diegel auf Einladung von Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz zu Gast. „In bester Ruhrgebietstradition müssen und werden wir beim Thema Opel alle an einem Strang ziehen“, bekräftigte Regierungspräsident Bollermann.
Auch wenn die Informationen über die aktuelle Lage nicht besonders positiv sind und dem Werk 2016 das Aus droht, waren sich die Teilnehmer einig: „Wir kämpfen in erster Linie um einen zukunftsorientierten Erhalt der Fahrzeugproduktion und erst danach um eine sinnvolle Nachnutzung zukünftig möglicherweise ungenutzter Werksflächen.“
Das Aus für Opel würde Beschäftigte des Werks und Zulieferfirmen in der ganzen Region treffen. Wie stark, das zeigt unter anderem die Verteilung der rund 4.000 Opelaner auf die Ruhrgebietsstädte. Sie kommen aus Bochum (1.940), Dortmund (620), Herne (430), Castrop-Rauxel (300), Gelsenkirchen (250), Recklinghausen (180) und Witten (160) sowie aus anderen Kommunen (120). „GM hat sich der Verantwortung für Arbeitsplätze, für die Menschen, für den sozialen Frieden in dieser Region zu stellen“, forderte Diegel angesichts dieser Zahlen. Für den Fall, dass bei Opel in wenigen Jahren tatsächlich kein Fahrzeug mehr vom Band rolle, gehörten alle Flächen, die das Unternehmen nicht mehr brauche, in das Eigentum der Stadt. „Dann können wir gemeinsam daran arbeiten, neue Unternehmen und neue Arbeitsplätze in die Stadt und in die Region zu holen“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer.
„Falls es am Ende tatsächlich soweit kommen sollte, das Werksflächen leer stehen, wären auch wir als Ennepe-Ruhr-Kreis sehr stark an der sinnvolle Nachnutzung interessiert“, signalisiert der Landrat die Bereitschaft zur interkommunalen Zusammenarbeit.