(Stätischjes Werner-Heisenberg-Gymnasium Leverkusen) Die deutsch-französische Freundschaft wird am 22.1.2013 schon 50 Jahre alt, aber manchem ist wohl weniger
nach Champagner. Die politischen und wirtschaftlichen Fragezeichen unserer Tage beherrschen oft den ersten
Eindruck.
Am Werner-Heisenberg-Gymnasium wird dieser runde Geburtstag seit über zwanzig Jahren im schulischen Alltag
gefeiert: In der F-Klasse, die mit Französisch beginnt, steht die 6. Klasse ganz im Zeichen des Austauschs mit
der Ecole Saint-Erembert in Saint-Germain-en-Laye bei Paris: Kurz nach Karneval empfangen wir unsere Gäste
für zwei Wochen in Leverkusen, kurz nach den Osterferien fahren wir in das fremde Land um dort vertraut zu
werden.
Rückblicke auf den Austausch
- „Das Aha-Erlebnis, dass man die Sprache ja richtig anwenden kann und man tatsächlich verstanden wird.“
- „Das erste Mal, wo man wirklich von zu Hause weg war; die Mischung aus Behütetsein in der Gruppe und
dem Allein-in-der-Fremde-Zurechtkommen macht einen um viele Erfahrungen reicher.“
Aus manchem „corres“ ist ein langjähriger Freund geworden. Aus den folgenden Schuljahren mit bilingualem
Unterricht in Erdkunde und Geschichte verstärkt sich das Selbstbewusstsein, die Sprache als Arbeitsmittel zu benutzen.
Aus der Motivation zur Fremdsprache entsteht manche berufliche Orientierung:
- „So viel und oft so guter Französischunterricht ist eine sichere Basis für mein Psychologiestudium in
Strasbourg.“
- „Es war gut, dass mich meine Eltern dazu überredet hatten, sonst wäre mir vieles Schöne, was eben mit
der F-Klasse zusammenhängt, nicht widerfahren. Ich hätte nicht den guten Kontakt nach Paris, wäre nicht für
fünf Wochen in Montreal gewesen und hätte nicht das Doppelstudium in deutsch-französischem Recht angefangen.“
Höhepunkte unserer Zusammenarbeit waren die Einladungen, zu viert als einzige Deutsche gemeinsam mit
mehreren hundert französischen Schülerinnen und Schülern im „train de la mémoire“ von Paris nach Auschwitz
zu fahren: So wächst vor historischem Hintergrund mit viel Vertrauen und immer mehr Selbstverständlichkeit die
Nähe zwischen den Nachbarn im europäischen Haus.
Pressekontakt: Stadt Leverkusen, Michael Wilde