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Pressemitteilung vom
22. Januar 2013
Erste Asylbewerber kommen Anfang Februar in die Pommernanlage

Wolfhagen/Kreis Kassel. „Die ersten Asylbewerber werden Anfang Februar in die Pommernanlage einziehen“, informiert Vizelandrätin Susanne Selbert über den aktuellen Stand der Asylbewerberunterkunft in Wolfhagen-Gasterfeld. Das Mannschaftsgebäude der ehemaligen Pommernkaserne ist vom Landkreis für die Zwecke als Asylbewerberunterkunft umgebaut worden. Selbert: „Der  Umbauaufwand war notwendig, da die Mannschaftsunterkünfte für Bundeswehrzwecke nicht eins zu eins für Familien und einzelreisende Asylbewerber nutzbar waren“. So mussten die Sanitärbereiche angepasst werden. Außerdem wurden Küchen eingebaut und Gemeinschaftsräume umgestaltet. „Insgesamt haben wir rund 70.000 Euro investiert – hinzu kommen noch die jeweiligen Ausstattungskosten für die Zimmereinrichtungen“, berichtet die Vizelandrätin.

 

In der neuen Asylbewerberunterkunft können bis zu 85 Menschen untergebracht werden. Die Räumlichkeiten in dem dreistöckigen Gebäude mit über 2.200 Quadratmeter Nutzfläche lassen auch die Unterbringung von bis zu 120 Menschen zu. Selbert: „Die Zahl von bis zu 85 Asylbewerbern ist allerdings besser zu betreuen und reicht für die zu erwarteten Neuzuweisungen auch erst einmal aus“. Für die Betreuung der Asylbewerber wird ein Sozialpädagoge und ein Hausmeister vom Landkreis zur Verfügung gestellt.

 

 

 

 

Vizelandrätin Selbert dankte allen Beteiligten für die große Unterstützung bei der Vorbereitung für die neue Asylbewerberunterkunft: „Die Mitarbeiter der kreiseigenen Arbeitsförderungsgesellschaft unterstützen uns bei den Baumaßnahmen und der Einrichtung sehr engagiert, der Diakonie-Arbeitskreis Asylbewerber unter Federführung von Dekan Dr. Gernot Gerlach ist eine große Hilfe und auch die Ortsvorsteherin von Gasterfeld, Manuela Matthes, unterstützt unsere Arbeit“.

 

Im letzten Jahr wurden dem Landkreis Kassel 246 zusätzliche Asylbewerber zugewiesen –  2011 waren es noch 108. Allein im 2. Halbjahr 2012 kamen 156 neue Asylsuchende. „Für das erste Halbjahr 2013 sind bis zu 200 neue Asylbewerber vom zuständigen Regierungspräsidium Darmstadt angekündigt“, so Selbert weiter. Ingesamt wohnen aktuell 550 Asylbewerber im Landkreis Kassel. 239 Asylsuchende wohnen in Mietwohnungen, 211 in Unterkünften. Zentrales Bestandteil des Unterbringungskonzepts des Landkreises ist eine intensive Betreuung der zugewiesenen Menschen. „Deshalb haben wir uns auch dafür entschieden, eigene Räumlichkeiten zu nutzen und wie in Wolfhagen eine Unterkunft direkt anzumieten“, erläutert Selbert. Der Landkreis habe erfahrene Mitarbeiter als sozialpädagogische Betreuer für diese Aufgabe ausgewählt.

 

„Unser Unterbringungskonzept sieht vor, dass die uns zugewiesenen Asylsuchenden so bald wie möglich eine eigene Wohnung im Landkreis anmieten“, so Selbert weiter. Dies erleichtere die Integration „ganz erheblich“. Deshalb seien die Unterkünfte nicht als Dauerlösung geplant, sondern würden je nach Bedarf auch wieder für andere Nutzungen zur Verfügung stehen. Aktuell betreibt der Landkreis Unterkünfte in Fuldatal, Vellmar, bei Nieste und in eine kleinere Einrichtung in Helsa.

 

Allerdings, so Selbert weiter, sei der Wohnungsmarkt auch im Landkreis eher angespannt, so dass es nicht immer einfach sei, schnell eine geeignete Unterkunft zu finden. „Ich appelliere daher an alle Vermieter, die noch freie Wohnungen zur Verfügung haben, sich mit unserem Fachbereich Soziales in Verbindung  zu setzen und uns so zu helfen, den hilfesuchenden Menschen, die zurzeit mehrheitlich aus dem ehemaligen Jugoslawien und Afghanistan, Syrien, dem  Iran und aus Somalia stammen, den Einstieg in ein wieder geregeltes Leben in Deutschland zu finden“, hofft Selbert auf weitere Mietangebote.

 

Bei der Unterbringung in Privatwohnungen übernimmt der Landkreis die Unterkunftskosten für die Asylbewerber – die Mietverträge werden mit den Asylsuchenden geschlossen. Gesucht werden insbesondere günstige größere Wohnungen ab Dreizimmer aufwärts.

 

Aktuell gibt der Landkreis rund 2,6 Millionen Euro für Flüchtlinge und Asylsuchende nach dem Landesaufnahmegesetz aus. Das Land beteiligt sich mit 965.000 Euro an diesen Kosten – den Rest trägt der Landkreis. Für die zusätzlichen zugewiesenen Asylsuchenden rechnet der Landkreis mit Mehrkosten in der Höhe von bis zu 750.000 Euro im Jahr 2013.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



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asylwolfhagen
Auf dem Foto sieht man Hausmeister Rolf Reining (im Vordergrund), Vizelandrätin Susanne Selbert und Armin Pfeiffer (Hausmeister Pommernanlage) beim "Betten bauen".


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LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
Wilhelmshöher Allee 19 - 21
34117 Kassel
Tel.: 0561/1003-1506
Fax: 0561/1003-1530
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E-Mail: pressestelle@landkreiskassel.de
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