24. Januar 2013. In den letzten Wochen und Monaten haben die an fünf Standorten vorhandenen Geschwindigkeitsmessanlagen – auch „Blitzer“ genannt - für einige Diskussionen gesorgt.
Insgesamt haben sich drei Gutachter intensiv mit dem Aufbau, dem Innenleben und der Messtechnik auseinandergesetzt.
Dabei wurde teilweise Nachbesserungsbedarf erkannt, teilweise traten aber auch Widersprüche der Gutachten untereinander auf. Festzuhalten ist, dass die Stadt Kassel weiterhin bestrebt ist, erstklassige gerichtsverwertbare Messergebnisse der Justiz zur Verfügung zu stellen, um der überhöhten Geschwindigkeit als Unfallursache Nr. 1 in Kassel keine Chance zu geben.
Bürgermeister Jürgen Kaiser: „Wir sind sicher, dass in Kassel keine fehlerhaften Messungen mit den bisherigen Geräten erzeugt wurden. Auch die geblitzten Autofahrer verhielten sich so, denn nahezu alle zahlten ihre Verwarnungsgelder.“
„Dafür spricht“, so Kaiser weiter „dass man als Autofahrer nach einem erkannten Blitz meist reflexartig mit einem Blick den eigenen Tacho kontrolliert, so dass man zwar manchmal verärgert ist, niemals aber den gemessenen Wert bezweifelt.“
Angesichts der Diskussionen in den Medien, der unterschiedlichen gutachterlichen Äußerungen und Vorschläge und der nicht sicher zu kalkulierenden Folgekosten hat sich die Stadt Kassel daher entschlossen, die Verkehrsüberwachung mit stationären Anlagen in Kassel ab dem Jahr 2013 völlig neu zu strukturieren:
• Zunächst wurde der Vertrag mit dem bisherigen Unternehmen ordentlich und korrekt beendet.
• Zahlreiche Ortsbeiräte wünschen die Einrichtung stationärer (bzw. teilstationärer) Messstellen auch in ihrem Stadtteil, um insbesondere den schwächeren Verkehrsteilnehmern mehr Schutz und Sicherheit zu bieten.
• Um diesen zahlreichen Wünschen aus dem Kreis der Ortsbeiräte zu entsprechen, wird jeder einzelne Stadtteil noch deutlicher in den Fokus der Geschwindigkeitsüberwachung rücken.
• Für diese absehbare Erweiterung der Messstellen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wird zurzeit eine aktualisierte Auswertung der verfügbaren Messtechniken, Geräte und Dienstleister durchgeführt.
• Die Stadt wird bei der Geschwindigkeitsüberwachung – wie bereits in der Vergangenheit erfolgreich umgesetzt - weiterhin im Interesse aller Steuerzahler keine unnötigen Investitionen tätigen.
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