05. Februar 2013. In der Diskussion um den künftigen Standort des Bronzebaums „Idee di Pietra“ des italienischen Künstlers Guiseppe Penone hat Oberbürgermeister Bertram Hilgen Ministerpräsident Volker Bouffier eindringlich gebeten, „sich dem Wunsch der Kasseler Bürger nicht zu verschließen und sich dafür einzusetzen, dass das Kunstwerk am jetzigen Standort verbleiben kann. Kassel wird es Ihnen danken.“ In einem Brief vom 1. Februar 2013 schreibt Hilgen, das bereits am 21. Juni 2010 „gepflanzte“ Kunstwerk sei sehr schnell zu einem Symbol für die bevorstehende Weltkunstausstellung geworden „und es ist bis heute das Wahrzeichen für die dOCUMENTA (13) geblieben.“ Der Penone-Baum sei kein erheblicher Fremdkörper im barocken Erscheinungsbild der Karlsaue, sondern nach Ansicht vieler Fachleute ein äußerst sensibler, ja mit Respekt vorgenommener Eingriff in eine künstlich geschaffene Umwelt, die schon immer Veränderungen unterworfen war und nie an einen Endpunkt einer gestalterischen Idee gelangte. Der OB: „Die Wiese, auf der das Kunstwerk jetzt steht, liegt am Rande einer barocken Anlage, inmitten einer Umgebung, die extreme Eingriffe erfuhr. Den angrenzenden Rosenhang hat Prof. Mattern anlässlich der Bundesgartenschau 1955 aus fast einer Million Kubikmeter Trümmerschutt aus dem Zweiten Weltkrieg gestaltet. Die terrassenförmige Anlage, die Treppen und das Ehrenmal: kein barocker Pomp, sondern ein Werk der 50-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Erst durch den ,Penone-Baum‘ wurde dieser Ort von den Bürgern wahr- und angenommen.“ Zu den Traditionen der documenta Stadt Kassel gehörten auch die documenta Außenkunstwerke als fester, historisch gewachsener Bestandteil unserer Stadt. Und die Bürger unserer Stadt identifizierten sich damit. Sie wollten den Penone-Baum behalten und dies am jetzigen Standort. So hätten sich in einer nichtrepräsentativen Umfrage der HNA mehr als 79 % der Befragten dafür ausgesprochen, dass der Penone-Baum dauerhaft in der Karlsaue verbleibt. Ministerpräsident Bouffier hatte am 19. Januar als Gast des Jahresempfangs der Stadt Kassel versprochen, sich intensiv in die Materie einzuarbeiten.
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