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Pressemitteilung vom
14. Februar 2013
Auswanderungsmesse in den Niederlanden
Großes Interesse am Landkreis Kassel und Werra-Meißner-Kreis

Nordhessen. Sie wollen weg aus ihrer Heimat, weg aus den Niederlanden. Junge Familien, arbeitslose Physiotherapeuten, Forstarbeiter, Sozialpädagogen, Ärzte, IT-Fachleute, Kraftfahrer und Rentner, die für sich in den Niederlanden keine Zukunft sehen. Auf der 17. Auswanderungsmesse in Houten (NL) schauten sich mehr als 12.000 Besucher nach einem neuen Platz zum Leben um, 2.000 mehr als im letzten Jahr. Angebote bekamen sie aus 24 Ländern, von über 150 Ausstellern, darunter der Landkreis Kassel sowie die Kommunen Bad Sooden-Allendorf und Wanfried.

Prominent platziert am Haupteingang der Messe standen der Landkreis Kassel mit einem neunköpfigen Team bereit, um die potentiellen Neubürger zu beraten. Harald Kühlborn, Pressesprecher Internationale Partnerschaften und Kultur des Landkreises, vertrat insgesamt 29 Kommunen, die qualifizierte Arbeitskräfte suchen und bezahlbaren Wohnraum in der Mitte Deutschlands zu bieten haben. „Viele Niederländer klagen über hohe Lebenshaltungskosten, da gibt es einen Wettbewerbsvorteil für uns“, so Kühlborn. Am Stand gab es Job- und Immobilienangebote, Kredit- und Finanzierungsfragen wurden von Mitarbeitern der Kassler Sparkasse beantwortet. „Das Zinsniveau für Baufinanzierung ist derzeit doppelt so hoch wie in Deutschland“, so Thomas Barth, Abteilungsleiter für Baufinanzierung. Insgesamt sei man mit dem ersten Auftritt auf dieser Messe zufrieden gewesen, so Kühlborn, der an beiden Tagen mehr als 250 intensive Beratungsgespräche zählte.

„Der Werra-Meißner-Kreis ist hier“, sagten Bürgermeister Frank Hix aus Bad Sooden-Allendorf und Wilhelm Gebhard aus Wanfried und zeigten dabei auf die Mitte der Deutschlandkarte. In direkter Nachbarschaft zum Landkreis Kassel hatten sie zwar nur 15 Quadratmeter Messestand, dieser wurde aber von einem zwölfköpfigen Team betreut. Auf einem Großbildschirm liefen Landschafts- und Stadtimpressionen, prächtiges Fachwerk und Luftaufnahmen der waldreichen Region zogen die Besucher an. Von 10 Uhr am Samstagmorgen bis 17 Uhr am Sonntagabend war das Interesse an der Region ungebrochen. „Ein Transportunternehmer sucht einen Standort in der Mitte Deutschlands, er war vor allem von den günstigen Grundstückspreisen beeindruckt“, so Bürgermeister Gebhard. Denn gerade das anziehende Preisniveau plage die Niederländer. „Wir fahren zum Tanken nach Deutschland und kaufen alles dort ein“, erzählte ein Messebesucher. Im April solle die Mehrwertsteuer um drei bis acht Prozent erhöht werden, vor allem jungen Familien bereitet das Zukunftsangst. Aber auch die Überbevölkerung wurde als Grund für den Auswanderungsgedanken genannt. „In Amsterdam leben 3.600 Menschen auf einem Quadratkilometer Fläche“, sagte ein Sozialwissenschaftler, der die steigenden Bevölkerungszahlen in den Niederlanden als Grund für ein höheres Aggressionsverhalten nannte, im Werra-Meißner-Kreis leben 101 Einwohner pro Quadratkilometer, im Landkreis Kassel sind es 183.

„U bent van harte welkomen“, sie sind von Herzen willkommen, vermittelte das Team aus Nordhessen. Sieben niederländische Neubürger waren für den Werra-Meißner-Kreis mit ins Rennen um die Auswanderer gegangen. Sie erzählen aus eigenen Erfahrungen mit den Menschen aus der Region, hatten Antworten auf die Fragen der Landsleute und stellten die Bürgermeister vor, die sich persönlich um die Belange der Auswanderer kümmern wollen. Für die Vertreter der Kurstadt Bad Sooden-Allendorf war es bereits der zweite Messebesuch dort, sie hatten Jobangebote im Gesundheitswesen zu bieten. Mit dem Kommunalen Immobilienportal, Internetadressen regionaler Informationsplattformen und der Email-Adresse des Bürgermeisters konnte Wanfried punkten. Bereits am Sonntagnachmittag gingen die ersten Emails bei Bürgermeister Gebhard ein, Kollege Hix bekam  Bewerbungsunterlagen direkt überreicht.

Nordhessen sei eine Mischung aus Toskana, Schweiz und der Provence und nur 340 Kilometer von den Niederlanden entfernt. Dass zwei Bürgermeister persönlich und Hand in Hand für ihre Region geworben hätten, sei auf dieser Messe einmalig gewesen und bei den Besuchern gut angekommen, so die einheimischen Unterstützer. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, welche Früchte der Messebesuch tragen wird.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



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LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
Wilhelmshöher Allee 19 - 21
34117 Kassel
Tel.: 0561/1003-1506
Fax: 0561/1003-1530
Handy: 0173/4663794
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