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Arbeitsmarkt: 2012 war von Stabilität gekennzeichnet

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25. Februar 2013
Arbeitsmarkt: 2012 war von Stabilität gekennzeichnet

(pen) „Wer ein Kennzeichen für den Arbeitsmarkt im Ennepe-Ruhr-Kreis für 2012 sucht, der darf von Stabilität sprechen. Trotz der europäischen Wirtschafts- und Schuldenkrise und der damit verbundenen Verunsicherung vieler Arbeitnehmer und Unternehmer können wir zufrieden sein. Wie zu Beginn des letzten Jahres erhofft, sind wir von tief greifenden konjunkturellen Einschnitten und deutlich steigenden Arbeitslosenzahlen verschont geblieben.“ Durchaus zufrieden zogen Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen, Landrat Dr. Arnim Brux und Heiner Dürwald, Leiter des Jobcenters EN, gemeinsam Bilanz in Sachen Beschäftigung sowie Vermittlung und Betreuung von Arbeitslosen.

Ihre Einschätzung stützen sie unter anderem auf die Zahl der Arbeitslosen, die Ende letzten Jahres bei 12.238 lag. 3.729 Frauen und Männer erhielten Geld aus der Arbeitslosenversicherung und wurden von der Agentur für Arbeit betreut. 8.509 waren langzeitarbeitslos, erhielten folglich Arbeitslosengeld II und fielen in die Zuständigkeit des Jobcenters EN. „Unter dem Strich mussten wir im Ennepe-Ruhr-Kreis ein Plus von 543 Arbeitslosen hinnehmen. 501 entfielen auf die Agentur für Arbeit, 42 auf das Jobcenter EN. Der Zuwachs von 4,4 Prozent liegt 0,4 Prozentpunkte unter dem Wert von Nordrhein-Westfalen. Dieser Vergleich zeigt, wir liegen im Trend. Gleichzeitig belegen die Zahlen natürlich auch: Die Chancen von Arbeitslosen, eine Beschäftigung zu finden, haben sich in den letzten Monaten verschlechtert. Wie erwartet hat der Arbeitsmarkt an Dynamik verloren“, machten Helm und Brux deutlich.

Stabilität findet sich auch an anderen Punkten im Zahlenwerk des Jobcenters EN. So verzeichneten die Statistiker Ende 2012 im Ennepe-Ruhr-Kreis 14.064 Bedarfgemeinschaften und 25.967 Menschen, die von Hartz IV leben müssen. Im Vergleich zu 2011 (13.827/25.950) sind die Zahlen fast identisch.
Einen spürbaren Einbruch musste das Jobcenter EN allerdings bei den Integrationen in den ersten Arbeitsmarkt hinnehmen. Der Rückgang lag bei 25 Prozent. „Zwar startete 2012 konjunkturell gut, was bei uns auch gewisse Erwartungen geweckt hatte. Monat für Monat wurde dann aber deutlicher, dass verarbeitendes Gewerbe, Handel und Gesundheitswesen sowie Leiharbeitsunternehmen insbesondere auch bei der Einstellung  un- oder angelernter Kräfte zurückhaltend waren. Damit sanken auch die Integrationschancen für die von uns betreuten Langzeitarbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr deutlich“, erklärte Dürwald das Minus.

Wo Fähigkeiten oder auch die aktuelle Lebenssituation eine direkte Integration in den ersten Arbeitsmarkt unwahrscheinlich machen, greift das Jobcenter EN auf Bildungsgutscheine, Einstiegsqualifizierungen, außerbetrieblichen Ausbildungen, betrieblichen Praktika oder auch Arbeitsgelegenheiten zurück. Von diesen Angeboten haben im letzten Jahr 14.235 Empfänger profitiert. Im Vergleich zu 2011 konnten damit nahezu gleich viele Menschen gefördert werden. „Das Weniger an Bundesmitteln für Eingliederungsmaßnahmen haben wir durch eine Neuausrichtung der Förderpraxis teilweise aufgefangen. Keine einfache, aber eine wichtige Sache. Schließlich stellen wir uns tagtäglich der Herausforderung, Menschen, die schon vergleichsweise lange ohne Beschäftigung sind, fit für den Arbeitsmarkt zu machen“, so Dürwald.

Gelder fehlten zunehmend für Beschäftigungsprojekte für diejenigen, die mittelfristig auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine Chance haben. „Um hier gegenzusteuern, wird das Jobcenter stärker mit Projekten im ersten Arbeitsmarkt experimentieren. Dazu zählt beispielsweise, das Landesprogramm öffentlich geförderte Beschäftigung“, kündigte Dürwald an.

Für 2013 erwarten Brux, Helm und Dürwald regional nur dann einen Aufwärtstrend, wenn sich die Auftragslage im produzierenden Gewerbe verbessert. Hier gebe es zwar erste gute Nachrichten, ein Trend für 2013 sei aber noch nicht auszumachen.




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v.l. Heiner Dürwald - Fachbereichsleiter Jobcenter EN, Landrat Dr. Brux, Herr Thomas Helm - Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen/ Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis
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Ennepe-Ruhr-Kreis, Pressestelle, Pressesprecher Ingo Niemann (V.i.S.d.P.), Hauptstr. 92, 58332 Schwelm
Telefon: 02336/93 2062, Fax: 02336/93 12062
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