26. Februar 2013. Die Ausstellung „Ich bleibe also Jude... Franz Rosenzweig und Kassel“ eröffnet Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen am Freitag, 1. März, um 15 Uhr in der Schaustelle des Stadtmuseums, Wilhelmsstraße 2. Der Eintritt für Interessierte ist frei.
Das Stadtmuseum zeigt die Ausstellung über den bedeutenden jüdischen Religionsphilosophen Franz Rosenzweig (1886-1929) anlässlich der Woche der Brüderlichkeit, die am Wochenende in Kassel mit der Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille eröffnet wird.
Rosenzweig, in Kassel geboren und aufgewachsen, entstammt dem liberalen jüdischen Milieu. Er war der Sohn des Unternehmers Georg Rosenzweig (1867-1918), der wegen seines bürgerschaftlichen Engagements hohes Ansehen genoss. Ebenso wie Rosenzweig waren auch viele seiner Freunde und Verwandten Nachfahren emanzipierter Juden, von denen sich nicht wenige vor dem Ersten Weltkrieg von ihrer Familientradition zu lösen suchten.
Im sogenannten Leipziger Nachtgespräch am 7. Juli 1913 hatten Franz Rosenzweigs Gesprächspartner ihn schon fast vom Sinn einer Konversion überzeugt. Nach kurzer Verunsicherung teilte er ihnen aber schriftlich mit: „Ich bleibe also Jude“. Daraufhin wandte er sich wieder bewusst dem jüdischen Glauben zu.
Die Ausstellung ist bis 17. Mai in der Schaustelle zu besichtigen. Der Eintritt ist frei. Geöffnet ist die Ausstellung dienstags bis freitags von 12.30 bis 17 Uhr. Sonderöffnungen gibt es am Samstag, 2. März, von 10 bis 12 Uhr sowie am Sonntag, 3. März, von 14.30 bis 17 Uhr.
(1557 Zeichen)
Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:
Portrait Franz Rosenzweig
Franz Rosenzweig als Kasseler Schüler, um 1900/1905.
Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel
Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@kassel.de
Pressesprecher Ingo Happel-Emrich
Pressesprecherin Petra Bohnenkamp
Kassel und die Region im Internet:www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de
Die Pressestelle documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.