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Pressemitteilung vom
26. Februar 2013
19,2 Millionen Euro im Bereich Dorferneuerung, Regionalentwicklung und Wohnungsbauförderung investiert

Kreis Kassel. „2012 war erneut ein erfolgreiches Jahr für Dorferneuerung,  Regionalentwicklung und die Wohnungsbauförderung im Landkreis Kassel – es wurden mehr als 19,2 Millionen Euro an Investitionen angeschoben“, zieht Landrat Uwe Schmidt Bilanz der von dem Servicezentrum Regionalentwicklung des Landkreises Kassel in Hofgeismar betreuten Fördermaßnahmen im zurückliegenden Jahr. Es sei wieder gelungen, alle bis zur Bewilligungsreife bearbeiteten Anträge auch zu fördern. Schmidt: „Die hohe Fördersumme und das Ausschöpfen der Fördertöpfe ist der guten Vorarbeit durch die Mitarbeiter des Servicezentrums zu verdanken“.

 

Der größte „Einzel-Fördertopf“ war 2012 die Wohnungsbauförderung. Hier wurden 53 Projekte mit Darlehen und Zuschüssen in Höhe von knapp 3,5 Millionen Euro gefördert. „Die Förderung hat ein Gesamtinvestitionsvolumen von knapp 11,2 Millionen Euro im Landkreis ermöglicht“, berichtet Landrat Schmidt. Im Jahr 2011 waren 64 Projekte mit einer Gesamtinvestitionssumme von knapp 15,5 Millionen Euro mit 6 Millionen Euro gefördert worden. Schmidt: „Hier macht sich die aktuelle Lage auf dem Wohnungsmarkt im ländlichen Raum bemerkbar“. Die Mehrzahl der Förderungen erfolgte wieder im Erwerb von Wohneigentum im Eigenheimbereich sowie bei der Förderung des behindertengerechten Umbaus von selbstgenutzten Wohngebäuden. Die meisten der 29 genehmigten Wohneigentumsförderungen waren in Fuldabrück mit fünf zu verzeichnen, gefolgt von Ahnatal, Immenhausen und Lohfelden mit jeweils drei. 

 

 

Im vergangenen Jahr konnten durch den Landrat und das Servicezentrum Regionalentwicklung Förderbescheide in Höhe von mehr als 1,8 Millionen Euro (2011: 1,35 Millionen Euro) übergeben werden. „Das ist im Vergleich zu anderen hessischen Regionen ein ausgezeichneter Wert“, informiert Schmidt. Zwar sei der bisherige Spitzenwert von rund 2 Millionen Euro im Jahr 2008 „knapp verfehlt worden“, aber gegenüber 2010 und 2011 habe die Fördersumme wieder um rund 550.000 Euro höher gelegen.  

Der Großteil des Geldes (983.012 Euro) floss 2012 in insgesamt 20 öffentliche Dorferneuerungsmaßnahmen in Stadt- und Ortsteilen im Kreis, 263.796 Euro gingen an 36 Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung, die von Privaten durchgeführt wurden. 564.242 Euro erhielten 24 Regionalentwicklungsprojekte von privaten und öffentlichen Trägern.

 

Gerade im öffentlichen Bereich sei 2012 wieder eine Reihe von Großmaßnahmen gefördert worden, erläutert Peter Nissen, Leiter des Servicezentrums Regionalentwicklung Hofgeismar. Beispielhaft nennt er den Um- uns Ausbau des Hauses der Vereine in Fuldatal-Simmershausen (300.000 Euro), die Neugestaltung des Dorfzentrums in Wolfhagen-Wenigenhasungen (Fördersumme: 225.970 Euro) und die Neugestaltung der Ortsmitte in Söhrewald-Wellerode (170.840 Euro).

 

Landrat Schmidt: „Diese Beispiele zeigen die Bedeutung der geförderten Maßnahmen für die zukünftige Entwicklung der Dörfer“. Es sei kein Zufall, dass die Neunutzung vorhandener Flächen in der Ortsmitte im Mittelpunkt der Fördermaßnahmen steht. „Der Wunsch der Bevölkerung nach mehr Freiraum und Begegnungsmöglichkeiten in den Ortskernen und die Haltung der Denkmalschutzbehörden, die auch einen Abriss eines nicht mehr zu rettenden Gebäudes ermöglicht, spiegeln sich in den Zahlen wieder“, so der Landrat weiter. Die Zusammenarbeit mit den Denkmalschutzbehörden gestalte sich weiterhin positiv, ergänzt Nissen. „Die Zeiten, in denen die Denkmalpflege eine sinnvolle Entwicklung in den Ortskernen verhindert hat, sind endgültig vorbei“, so Nissen weiter.

 

„Mit den Förderzusagen in der Dorferneuerung und der Regionalentwicklung konnten im privaten und öffentlichen Bereich insgesamt Investitionen in Höhe von rund 8 Millionen Euro realisiert werden“, freut sich Landrat Schmidt.

Die von den Mitarbeitern des Servicezentrums in Hofgeismar betreuten Maßnahmen in öffentlicher und privater Trägerschaft hätten so dazu beigetragen, Arbeitsplätze und Beschäftigung in Handwerk und Gewerbe vor Ort zu sichern. In der Regel wurden die Aufträge von regionalen Handwerksfirmen ausgeführt. Gerade im privaten Bereich sei die regionalwirtschaftliche Bedeutung der Förderprogramme am größten. Servicezentrumsleiter Nissen weist Interessenten darauf hin, am besten bis zum April eines jeden Jahres Anträge zu stellen, um so eine gute Chance für eine Bewilligung in 2013 zu haben.

 

Obwohl in der Höhe der Förderung geringer, könne auch in der Regionalentwicklung auf ein erfolgreiches Jahr zurückgeblickt werden. „Wir sind in der Endphase der noch bis zum Ende des Jahres 2013 laufenden Förderperiode – mit 564.242 Euro Fördermitteln für 24 öffentliche und private Projekte konnten Investitionen in Höhe von fast 3,8 Millionen Euro ausgelöst werden“, zieht Landrat Schmidt zufrieden Bilanz. Schmidt: „Das größte Projekt ist das Mehrgenerationenhaus in Hofgeismar-Hümme mit einer Gesamtfördersumme von 150.000 Euro – das zeigt, dass der Schwerpunkt der Fördermaßnahmen immer mehr vom demographischen Wandel bestimmt wird“.

Auch die touristische Infrastruktur spiele weiter eine wichtige Rolle. So wurde die Errichtung eines Infozentrums an der Weidelsburg bei Wolfhagen-Ippinghausen mit 47.382 Euro gefördert, in neue Eco-Pfade insgesamt 23.869 Euro.

 

Wie erfolgreich Investitionen in die touristische Infrastruktur sein können, verdeutlicht die Kulturschmiede „Zum Hufschmied“ in Immenhausen-Mariendorf, die im Rahmen der Dorferneuerung Mariendorf gefördert wurde.

 

Auch für die Regionalentwicklung gelte, dass Förderanträge möglichst bald gestellt werden sollten – besonders arbeitsplatzschaffende Maßnahmen würden vorrangig berücksichtigt, so Peter Nissen weiter. Nissens Servicezentrum in der Manteuffel-Anlage in Hofgeismar steuert zusammen mit dem Verein Region Kassel-Land e.V. in Wolfhagen die Projekte der Regionalentwicklung im Kreis und koordiniert die Dorferneuerung in den zurzeit 23 Stadt- und Ortsteilen im Landkreis Kassel, die am Dorferneuerungsprogramm teilnehmen. Sämtliche Förder- und Auszahlungsanträge werden dort bearbeitet sowie Entwicklungsprozesse im privaten und öffentlichen Bereich initiiert.

 

Ansprechpartner für alle Fragen rund um die genannten Förderprogramme ist das Servicezentrum Regionalentwicklung im Landkreis Kassel, Manteuffel-Anlage 5 in 34369 Hofgeismar (Tel.: 05671/8001-2413), E-Mail: peter-nissen@landkreiskassel.de.

Förderinteressierte im Bereich Wohnungsbauförderung sind bei Gabriela Vomund (Tel.: 05671/8001-2412), E-Mail: gabriela-vomund@landkreiskassel.de an der richtigen Stelle.

 

Hintergrund:

Aktuell nehmen folgende Ortsteile im Landkreis Kassel am Dorferneuerungsprogramm teil:

-         Bad Emstal-Balhorn (bis 2018)

-         Calden-Ehrsten (bis 2015)

-         Fuldatal-Simmershausen (bis 2016)

-         Grebenstein-Burguffeln (bis 2017)

-         Helsa mit allen Ortsteilen und Nieste (bis 2021)

-         Naumburg Kernstadt und Altendorf (bis 2018)

-         Söhrewald-Wellerode (bis 2017)

-         Trendelburg mit allen acht Stadtteilen (bis 2020)

-         Wolfhagen mit den Stadtteilen Gasterfeld (bis 2014) und Wenigenhasungen (bis 2016)

-         Zierenberg-Burghasungen (bis 2014)



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn



Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:


bilanzfoerderung
Auf dem Foto freuen sich von links nach rechts Servicezentrumsleiter Peter Nissen, Landrat Uwe Schmidt und Andrea Frömming von der Kulturschmiede Mariendorf, die 2003 von einer privaten Dorferneuerungsmaßnahme profitiert hat.


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LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
Wilhelmshöher Allee 19 - 21
34117 Kassel
Tel.: 0561/1003-1506
Fax: 0561/1003-1530
Handy: 0173/4663794
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