Mit dem Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 verseuchtes Maisfutter ist wie in vielen Gebieten im Nordwesten auch an landwirtschaftliche Betriebe im Landkreis Leer geliefert worden. Nach bisherigen Erkenntnissen sind insgesamt 157 Milchviehhalter im Kreisgebiet betroffen, denen Futtermittel mit einer möglichen Überschreitung des Höchstwertes geliefert wurden. Dies geht aus der Liste des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hervor.
Das Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landkreises Leer setzt derzeit alle verfügbaren Kräfte ein, um die Landwirte zu informieren und die entsprechenden Maßnahmen in die Wege zu leiten. Infrage kommende Betriebe wurden anhand der LAVES-Listen ermittelt. Falls Proben in den Betrieben erforderlich werden, werden sie am Samstag gezogen und zur Untersuchung nach Oldenburg gebracht.
Das LAVES geht davon aus, dass Milch aus Betrieben, die ab dem 22. Februar kein kontaminiertes Futtermittel mehr gefüttert haben, unbedenklich ist. Landwirte, die ab dem 22. Februar kein belastetes Futter eingesetzt haben, müssen dies aber schriftlich per Fax bestätigen.
Allen Betrieben, in denen auch ab dem 22. Februar belastetes Futter verfüttert wurde, untersagt der Landkreis Leer, ihre Milch in den Handel zu bringen. Der Milchlieferstopp wird so lange aufrechterhalten, bis die Unbedenklichkeit der Milch zum Beispiel durch Eigenkontrollmaßnahmen oder durch amtliche Beprobung sichergestellt ist.
Futtermittelkontamination, Pressemitteilung Ministerium
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