Kreis Steinfurt. Der Preis für Ackerflächen im Kreis Steinfurt ist im vergangenen Jahr erheblich gestiegen. Dies stellte der Gutachterausschuss für Grundstückswerte jetzt fest. Er beriet unter dem Vorsitz von Henning Meyer die Bodenrichtwerte zum Stichtag 1. Januar 2013 für Wohnbauland, Gewerbeflächen sowie Acker- und Grünland.
So stieg der Preis für landwirtschaftlich genutzte Grundstücke im Mittel um 20,7 %. Ein Quadratmeter kostet durchschnittlich 4,50 Euro, gezahlt wurden aber auch Spitzenpreise bis 7 Euro. Lediglich in Westerkappeln sank der Preis um 6 %. Für Grünland wurde im Durchschnitt 2,1 % mehr gezahlt als im Vorjahr.
Insgesamt leiteten Notare im Jahr 2012 über 3800 beurkundete Kaufverträge aus dem gesamten Kreisgebiet (ohne Stadt Rheine) der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses zur Auswertung zu. Der Gesamtumsatz stieg um 2,7 % auf rund 484 Millionen Euro.
Bei den bebauten Grundstücken verzeichnete der Gutachterausschuss für Ein- und Zweifamilienhäusern mit 1.272 Verträgen ein Minus von 1,2 % gegenüber dem Vorjahr, insgesamt wechselten 648 Eigentumswohnungen den Besitzer. Das entspricht einem Rückgang von 11,5 %. Das gebrauchte freistehende Einfamilienwohnhaus mit einer durchschnittlichen Grundstücksgröße von 717 m² und einem mittleren Baujahr von 1967 wurde für rund 155.000 Euro veräußert. Dagegen musste im Schnitt 2.021 Euro je m² für eine neu erstellte Eigentumswohnung bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von 79,2 m² gezahlt werden.
Die Preise für Wohnbauland haben sich in den Städten und Gemeinden unterschiedlich entwickelt. Hopsten konnte ein Plus von 3,6 % verbuchen, in Greven fielen sie um 0,9 %. Bezogen auf das gesamte Kreisgebiet stieg der Preis um 0,5 %.
Weitere Informationen zum Immobilien- und Grundstücksmarkt sowie zu den Bodenrichtwerten gibt es im Internet unter www.borisplus.nrw.de oder direkt bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses (in der Kreisverwaltung Steinfurt), Telefon 02551/69-2766.