Internationaler Frauentag - Stadträtin Anne Janz: Wirtschaftliche Existenz von Frauen sichern

05. März 2013. „Zum Internationalen Frauentag am 8. März ist es nach wie vor nötig, gleichstellungspolitische Forderungen zu stellen und ihnen mit Aktionen und Veranstaltungen Nachdruck zu verleihen.“ Das erklärte Kassels Stadträtin Anne Janz anlässlich des weltweiten Tages für die Rechte von Frauen. Die wichtigste Grundlage für die Verwirklichung von Chancengleichheit sei die Möglichkeit von Frauen, ihre eigene Existenz wirtschaftlich zu sichern. Das sei aber leider oft nicht der Fall.

61,8 Prozent der ausschließlich geringfügig Beschäftigten (9.566 von 15.474) in Kassel sind Frauen. Der Anteil der Frauen an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten betrug Mitte vergangenen Jahres hingegen nur 46,9 Prozent (47.936 von 102.194). „Über Zusammenarbeit in der Region, zum Beispiel im Aktionsbündnis Frauen und Arbeit, versuchen wir weiter, hier Veränderungen in Gang zu bringen“, erklärte Stadträtin Janz.

Es gebe auch darüber hinaus aktuell viele Anlässe, um sich inhaltlich mit dem Thema der Gleichberechtigung auseinanderzusetzen: So habe die sogenannte Sexismusdebatte und die enorme Resonanz darauf deutlich gemacht, dass ein respektvoller Umgang zwischen Männern und Frauen in der Arbeitswelt längst nicht überall selbstverständlich seien. Erstmals habe sich Kassel in diesem Jahr am 14. Februar an der Aktion „one billion rising“ beteiligt. Dabei seien Frauen nicht nur gegen Gewalt an Frauen anderswo in der Welt aufgestanden, sondern hätten - wie in vielen anderen Städten - auch auf aktuelle lokale Fälle hinweisen müssen. Und schließlich sei es im Jubiläumsjahr Kassels besonders wichtig, auch die historische Dimension des Kampfes um die Frauenrechte darzustellen. Das Projekt „ehe die Spuren verwehen – 11 Frauen – 11 Jahrhunderte“ ist erfolgreich gestartet und verweist mit Veranstaltungen auf die Bedeutung von Frauen, die aus Kassel kamen oder in Kassel gewirkt haben. Die Ausstellung ist in der Elisabeth-Selbert-Halle im Rathaus zu sehen.

„Blumen und Schokolade nehmen wir auch gern, aber wir lassen uns damit nicht abspeisen“, kommentierte Janz eine zu beobachtenden Tendenz, den Internationalen Frauentag wie eine Art weiteren Muttertag zu begehen. In den mehr als 100 Jahren seines Bestehens habe der Internationalen Frauentag immer aktuelle frauenpolitische Aspekte aufgegriffen. Seit der Frauenbewegung der 70er Jahre sei die eigenständige Existenzsicherung von Frauen durch gute Ausbildung und Erwerbstätigkeit ein wichtiges Thema. Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und internationale Solidarität unter Frauen genieße ebenfalls einen hohen Stellenwert. All dies spiegele sich auch in den Themen der Veranstaltungsreihe zum 8. März wieder, machte Janz abschließend deutlich. Diese Reihe wird vom Kasseler Frauenbündnis getragen, einem Zusammenschluss verschiedener frauenpolitischer Initiativen, Projekte und Institutionen, an dem sich auch das Frauenbüro der Stadt Kassel beteiligt.

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