12. März 2013. Deutlich mehr als 1 Million Besucherinnen und Besucher sollen die Konzerte und sonstigen Veranstaltungen und Angebote im Rahmen des Hessentags 2013 zu einem stimmungsvollen und begeisternden Erlebnis machen. Dieser Ansporn, den Stadt Kassel und Land Hessen mit dem Hessentag vom 13. bis 24. Juni energisch verfolgen, bringt neben einer ungewohnten Vielfalt von musikalischen und anderen Angeboten sowie einem wirtschaftlichen Schub für Kassel auch Auswirkungen auf Klima und Umwelt mit sich, die die Stadt nun in einem Pressetermin ins Blickfeld rückte. Emissionen vermeiden, verringern und letztlich kompensieren ist das Motto, mit dem die Stadt Kassel Auswirkungen einer Großveranstaltung wie dem Hessentag bewusst machen und aktiv Angebote für Besucherinnen und Besucher zur Vermeidung und zum Ausgleich schaffen will. Das Ziel: ein „klimaneutraler Hessentag.“
„In Zusammenarbeit mit den Städtischen Werken Kassel werden wir als Hessentagsstadt 2013 dafür sorgen, dass alle Emissionen, die durch die An- und Abfahrten der Besucherinnen und Besucher entstehen, durch Klimaschutzprojekte vollständig ausgeglichen werden,“ stellt Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen fest. Diese „Klimaneutralstellung“ sei als Anreiz für alle Gäste des Hessentags gedacht, zum Beispiel durch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel selbst zur Reduzierung von Emissionen beizutragen. Hilgen: „Die Emissionen, die nach Nutzung aller Möglichkeiten zur Reduzierung und Vermeidung übrig bleiben, werden dann auf der Grundlage von überprüfbaren Berechnungen vollständig ausgeglichen.“
Andreas Helbig, Vorstandsvorsitzender der Städtische Werke AG, erläutert da Prinzip: „Nicht vermeidbare Emissionen werden durch Klimaschutzprojekte der UN weltweit ausgeglichen: Jede Tonne, die beim Hessentag entsteht, wird an anderer Stelle wieder eingespart. In die Berechnung fließen neben dem gesamten Stromverbrauch vor allem die An- und Abreise der Besucher ein, natürlich der ÖPNV aber auch die Taxi-Shuttles zum Hessentag. In Summe sprechen wir von rund 20.000 Tonnen CO2, die wir ausgleichen.“
Mit der Klimaneutralstellung mache die Stadt Kassel einen großen Schritt hin zu einem „klima- und umweltbewussten Hessentag“, wie ihn die Kasseler Stadtverordnetenversammlung in einer Entscheidung Mitte 2012 gefordert hatte, so der Oberbürgermeister. Genauso wichtig seien dafür allerdings attraktive umweltfreundliche Verkehrsangebote und sonstige Ideen, wie die Gäste des Hessentags durch ihr Verhalten zur Schonung von Umwelt und Klima beitragen können.
Welche Möglichkeiten und Anreize der Hessentag 2013 diesbezüglich den Besucherinnen und Besuchern unter anderem machen wird, stellte während des Pressetermins eine studentische Arbeitsgruppe der Universität Kassel unter Leitung von Prof. Dr. Michael Hiete vor. Die Studierenden haben einen CO2-Rechner entwickelt, mit dessen Hilfe die persönlich verursachten CO2-Emissionen berechnet und Handlungsempfehlungen zu deren Vermeidung und Verminderung gegeben werden. Ergänzt wird dies durch ein Erlebnisprojekt, bei dem die Hessentagsgäste die Menge der selbst verursachten Treibhausgasemissionen fühlend und erlebend wahrnehmen können.
Die Hessentagsgäste selbst können auf freiwilliger Basis zudem selbst zu einem Klimaschutzvorhaben beitragen. Direkt auf der Hessentagsstraße und in Nachbarschaft zu dem studentischen Projekt wird über ein Aufforstungsvorhaben im Habichtswald informiert und für es um Spenden geworben. Auf einer etwa 2 Hektar großen ehemaligen Militärfläche soll dort in den nächsten fünf Jahren ein Douglasienwald entstehen – als sichtbares Zeichen für den Klimaschutz und die Beteiligung der Besucherinnen und Besucher des Hessentags in Kassel.
„Der Hessentag 2013 soll für die Besucherinnen und Besucher nicht nur zu einem einzigartigen Erlebnis werden“, so Oberbürgermeister Hilgen, „sondern auch Anregungen geben zum bewussteren Verhalten in Bezug auf Klima und Umwelt.“ Dazu seien in der „Arbeitsgruppe klima- und umweltbewusster Hessentag“ noch weitere Angebote und Präsentationen in Vorbereitung, die demnächst vorgestellt werden sollen. Auch die attraktiven Bus- und Bahnverbindungen zum Hessentag, die von der Kasseler Verkehrsgesellschaft und dem Nordhessischen Verkehrsverbund auf die Beine gestellt werden, werden rechtzeitig vor dem 13. Juni vorgestellt.
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