Richtfest für die neue Buckauer Sporthalle
Fast 2 Mio. Euro für modernes Gebäude an der Norbertstraße
Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper, der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Rainer Bomba, und der Staatssekretär im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, Dr. Klaus Klang, haben heute den Richtnagel für die neue Buckauer Sporthalle geschlagen. Bis zum zweiten Quartal 2014 entsteht im Herzen des Stadtteils an der Norbertstraße eine moderne Einfeldsporthalle. Insgesamt werden hier fast 2 Mio. Euro investiert, davon etwa 1,5 Mio. Euro für den Bau der Sporthalle.
„Mit dem Neubau der Buckauer Sporthalle werden die Bedingungen für den Sportunterricht mehrerer Schulen sowie für den Vereins- und Breitensport im Stadtteil deutlich verbessert“, freut sich Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. „Damit wird Buckau auch städtebaulich weiter aufgewertet.“
Nach der Fertigstellung wird das Gebäude die frühere Buckauer Sporthalle ersetzen. Geplant sind neben dem Hauptgebäude mit einer Spielfläche von 27 x 15 Metern auch ein zweigeschossiger Anbau mit Umkleiden, Toiletten sowie Funktions- und Nebenräumen. Insgesamt wurde eine Grundfläche von 821 Quadratmetern bebaut. Das Pultdach wird nach seiner Fertigstellung die Nutzung von Photovoltaik und Sonnenkollektoren ermöglichen. Bauherr ist der Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement.
Die neue Sporthalle entsteht auf einem früher mit Wohngebäuden bebauten Eckgrundstück. Die Bauarbeiten für das Fundament wurden erschwert, weil die alten Keller der ehemaligen Häuser nur teilweise abgerissen und anschließend mit Bauschutt verfüllt worden waren.
In den Bau der Sporthalle werden fast 2 Mio. Euro investiert. Die Finanzierung erfolgt durch rund 1,5 Mio. Euro Städtebauförderungsmittel und wird durch rund 400.000 Euro Bundesmittel aus dem Experimentellen Wohnungs- und Städtebau ergänzt. Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, sagte dazu: „Der Bau der Sporthalle wird erst durch eine effektive Bündelung von Fördermitteln möglich. Hier haben der Bund, das Land Sachsen-Anhalt und die Landeshauptstadt Magdeburg eng kooperiert. Planung und Bau der Sporthalle Magdeburg-Buckau unterstreichen die positive Beschäftigungswirkung der Städtebauförderung. Mit der Bauausführung wurden überwiegend regionale Firmen beauftragt.“
Staatssekretär Dr. Klaus Klang hob besonders die neue Qualität für den Schulsport hervor: „Es ist doch kein Geheimnis, dass es sich in einer ordentlichen Umgebung besser Sport treiben lässt als in einer weniger geeigneten Halle. Und dass die körperliche Ertüchtigung bei der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ebenso wichtig ist wie die geistige, muss nicht extra hervorgehoben werden.“
Die Richtkrone wurde von Stephan Groth hergestellt, einem Magdeburger Holzgestalter, den es aufgrund der vielen Veränderungen im Stadtteil zu einem Standort der Kreativwirtschaft vor einigen Jahren nach Buckau zog. Das von ihm gestaltete Pappelgeflecht besteht durchweg aus „lokalem Material“ aus der Buckauer Umgebung. Die Bänder tragen die Farben Buckaus: rot wie die Ziegelsteine, blau wie der Fluss Elbe und grün wie die Elbauen.
Hintergrund
Der Magdeburger Stadtteil Buckau ist seit der Wende das größte Sanierungsprojekt der Landeshauptstadt und des Landes Sachsen-Anhalt. Zweistellige Millionensummen an Fördermitteln sind seit 1991 in die Modernisierung und den Umbau des Viertels geflossen. Darunter sind zum Beispiel Gelder aus den Städtebauförderungsprogrammen „Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen“, „Stadtumbau Ost“ sowie dem Europäischen Programm für Regionale Entwicklung (EFRE).
Mit einem sinkenden Wohnungsleerstand, jüngeren Einwohnern und der städtebaulichen Öffnung zur Elbe hin ist der Stadtteil in den vergangenen Jahren deutlich aufgeblüht. Neben kulturellen Einrichtungen wie dem Puppentheater, dem Volksbad und den Gruson-Gewächshäusern profitiert Buckau auch von etlichen privaten Initiativen. Künstler, Hauseigentümer, Vereine und Anwohner arbeiten Hand in Hand mit der Landeshauptstadt an der Entwicklung Buckaus zu einem attraktiven Wohnquartier mit vielseitigen kulturellen Angeboten.
Die 2011 gestartete Bundesinitiative „Kooperation konkret“ fördert die Umsetzung städtebaulicher Modellvorhaben durch effektive Bündelung von Fördermitteln im Rahmen des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus. Davon erwartet der Bund vor allem Hinweise für die Weiterentwicklung der Förderpolitik an neue Erfordernisse des Wohnungs- und Städtebaus. Außerdem geht es darum, innovative Ideen und beispielhafte Vorhaben an die Öffentlichkeit zu tragen, so dass Stadtplaner, Architekten, Behörden und andere Akteure geeignete Kooperationsformen, Finanzierungsansätze und Analyseverfahren kennen lernen.
|