18. März 2013. 647 Einwohner Kassels aus 78 Nationen haben seit 2012 einen deutschen Pass. Mit den Worten "diese Vielfalt sorgt für Lebendigkeit und ist ein Gewinn für Kassel" begrüßten Stadtverordnetenvorsteherin Petra Friedrich und Bürgermeister Jürgen Kaiser zahlreiche Gäste der Einbürgerungsfeier am Freitag, 15. März, im Bürgersaal des Kasseler Rathauses.
Die Freude waren den Neubürgerinnen und Neubürgern deutlich anzusehen. Sie hatten vielfach manche Hürde überwinden und jahrelang warten müssen, um die deutsche Staatsbürgerschaft zu erlangen - für sich und zum Teil auch für ihre Kinder. "Indem Sie die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben, haben Sie zum Ausdruck gebracht, dass Sie gerne in unserem Land und unserer Stadt leben, dass Sie sich hier wohlfühlen und bleiben wollen", stellte Bürgermeister Kaiser fest.
Die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ermunterte er, sich aktiv am gesellschaftlichen und sozialen Leben Kassels zu beteiligen. "Egal ob in der Nachbarschaft, im Verein, im Elternbeirat oder andernorts – mischen Sie sich ein, melden Sie sich zu Wort und nehmen Sie Anteil." Weiterhin ermunterte Kaiser sie, vom erlangten aktiven und passiven Wahlrecht Gebrauch zu machen. "Demokratie lebt vom Mitmachen."
Kaiser betonte, dass man in Kassel weitgehend konfliktfrei sowie in friedlichem und respektvollem Miteinander aus insgesamt 153 Nationen zusammenlebe. Rund ein Drittel der Stadtbevölkerung sind Menschen mit Einwanderungsgeschichte, bei den Kindern und Jugendlichen liegt der Anteil sogar noch höher. Sie alle bringen in die Stadtgesellschaft ihre jeweiligen kulturellen oder religiösen Besonderheiten ein.
Kassel sei eine weltoffene und tolerante Stadt, sagte der Bürgermeister. Die Zukunftsfähigkeit, die Lebensqualität und der soziale Friede werden in den kommenden Jahren maßgeblich davon bestimmt werden, wie die begonnene Integrationsarbeit erfolgreich aus- und weitergeführt werde. Dreh- und Angelpunkt beim Zusammenwachsen seien nach wie vor die zentralen Bereiche Spracherwerb und Bildung. "Wir möchten in unserer immer bunter werdenden Stadt heute und morgen kein Nebeneinander, sondern ein gelebtes Miteinander."
Von den 647 Eingebürgerten stammen 242 aus der Türkei, das sind knapp 37,5 Prozent. Die nächstgrößten Gruppen kommt mit 29 aus der Ukraine, 27 aus Afghanistan, 26 aus Polen und 25 aus dem Iran. Die Zahl der Einbürgerungen in Kassel ist im vergangenen Jahr gegenüber dem Rekordjahr 2011 leicht zurückgegangen: Damals waren 681 Menschen aus 80 Nationen neue deutsche Staatsbürger geworden.
(2583 Zeichen)
Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel
Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@kassel.de
Pressesprecher Ingo Happel-Emrich
Kassel und die Region im Internet: www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de
Die Pressestelle der documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie auch Mitteilungen weiterer Pressestellen abonnieren, Ihr Interessenprofil verwalten oder sich ganz aus dem Verteiler löschen.