Wie wohnen im Alter?
- Netzwerk "Buntes Wohnen" hilft weiter
Mit den verschiedenen Lebensphasen ändern sich auch die Ansprüche an den jeweiligen Wohnraum: Vom Kinder- und Jugendzimmer zuhause, geht es in die Wohngemeinschaft, in die erste kleine Wohnung und dann eventuell ins Eigenheim mit Platz für die eigene Familie. Und eines Tages, wenn die Kinder ausgezogen sind und das Rentenalter immer näher rückt, ist es wieder einmal an der Zeit, nach einer neuen Wohnung Ausschau zu halten oder den vorhandenen Wohnraum für die Zeit des Ruhestandes und des Alters anzupassen.
Das Netzwerk Buntes Wohnen will sich mit all den Fragen des Wohnens, insbesondere in den Tagen des fortgeschrittenen Alters beschäftigen. Hervorgegangen ist es aus den Aktionstagen „alt … stimmt!“ des Jahres 2012, die unter dem Motto „Wohnen wird bunt!“ standen. Im Mittelpunkt der Netzwerktreffen stehen Fragen wie „Wie viel Wohnraum braucht man im Alter? Wo soll der Wohnraum sein? Welche Hilfsmittel sind im Alter von Nöten? Und wo bekommt man ideelle und finanzielle Unterstützung?“ Das Netzwerk Buntes Wohnen wird zukünftig von Georgette Karimnia von der Mobilen Wohnberatung Hanau, Burkhard Huwe von der Evang. Kirchengemeinde Steinheim und Sprecher des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sowie Gerhard Löffler vom Verein Zusammen(h)alt e.V. vertreten. „Die Aufgaben des Netzwerks sehen wir darin, Menschen ab 50 Jahren mit dem Thema Wohnen im Alter zu erreichen, damit die Weichen für ein barrierearmes Leben in der vertrauten Umgebung rechtzeitig gestellt werden können“, so Karimnia. „Auch die Vernetzung von Wohnangeboten für ältere Menschen im jeweiligen Stadtteil soll berücksichtig werden“, fügt Huwe hinzu. Die Vernetzung der Fachleute soll dazu beitragen, Projekte des Wohnens im Alter anzuschieben und zu begleiten. Auch soll der Blick über die Stadtgrenzen hinaus auf bereits vorhandene Projekte des Gemeinschaftlichen Wohnens sowie andere, vorhandene, Netzwerke ähnlicher Art gerichtet und die Zusammenarbeit gesucht werden, um gegebenenfalls Ressourcen für die eigene Arbeit zu erschließen, erläutert Löffler.
20 Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen aus der Stadt Hanau trafen sich jüngst zum Gedankenaustausch. Im Mittelpunkt stand das Thema „Wohnen für Demenzkranke“. Petra Brugger von der Gesellschaft für Altenhilfe, einer gemeinsamen Unternehmung der Marin-Luther-Stiftung und der Stadt Hanau, stellte das Projekt „Wohnen mit Demenz“ in der ehemaligen Schule am Brunnen im Stadtteil Großauheim vor. Hier entsteht eine Einrichtung für 44 Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind: 12 Plätze in der Tagespflege, ebenso viele in der Kurzzeitpflege und zwei Hausgemeinschaften wird es ab Ende diesen Jahres geben. Die Einrichtung wird auch über ein für die Bevölkerung öffentlich zugängliches Bistro verfügen und für den Mittagstisch der Schülerinnen und Schüler der benachbarten Schule sorgen.
„Demenz in unserer Mitte“, lautet auch das Motto der diesjährigen Aktionstage „alt … stimmt!“. Kornelia Brückner vom Seniorenbüro der Stadt koordiniert die Aktivitäten und Veranstaltungen. Die Aktionstage finden in der Zeit vom 21. bis 28. September statt. In dieser Zeit werden Fachinformationen geboten, Angebote für die Zielgruppe der Angehörigen vorgestellt und die interessierte Bevölkerung beraten. Am 21. September geht es mit einem Markt der Möglichkeiten los. Am Sonntag, den 22.9. findet im Kinopolis eine Matinee und eine Filmvorführung („Vergiss mein nicht!“) statt. In allen Stadtteilen werden Veranstaltungen in Bezug auf das diesjährige Thema stattfinden. Zu einzelnen Veranstaltungen werden noch Kooperationspartner gesucht. Den Abschluss finden die Aktionstage mit einer Veranstaltung mit der Demenzaktivistin Helga Rohra. Weitere Information gibt es bei im Seniorenbüro unter der Telefonnummer 06181 - 66 8 20 46.
Das nächste Treffend des Netzwerk Buntes Wohnen findet im September statt. Informationen dazu gibt es von Karin Dunkel (Seniorenbüro), Telefon 06181-66 8 20 60 oder bei Lothar Hain (Stabsstelle Demografie), Telefon 06181 - 295 354.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664
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Netzwerk "Buntes Wohnen"
20 Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen aus der Stadt Hanau trafen sich jüngst zum Gedankenaustausch im Rahmen des Netzwerks "Buntes Wohnen". Im Mittelpunkt stand das Thema „Wohnen für Demenzkranke“.
Netzwerk "Buntes Wohnen" 2
Von links nach rechts: Burkhard Huwe, Georgette Karimnia, Gerhard Löffler vertreten in Zukunft das Netzwerk "Buntes Wohnen"
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