[Alle Meldungen]
[Medienarchiv]
[E-Mail-Abo]
[Suche]

[Druckansicht]

Pressemitteilung vom
20. März 2013
Selbert: „Kritik der Zierenberger Freien Wähler vollkommen unberechtigt“

Zierenberg. „Die Kritik der Unabhängigen Freien Wähler Zierenberg an der Arbeit des Hessischen Wasserverbandes Diemel ist vollkommen unberechtigt“, kontert Verbandsvorsitzende Vizelandrätin Susanne Selbert die Vorwürfe des Zierenberger Stadtverordneten Sven Hugk. Jeder einzelne Kritikpunkt, den Hugk in der letzten Zierenberger Stadtverordnetenversammlung geäußert hatte, „lässt sich spielend leicht widerlegen“, so Selbert weiter.

 

Der Hessische Wasserverband Diemel führe die Pflege der Baumbestände nicht „unregelmäßig“ aus, wie Hugk behaupte. Selbert: „Sämtliche Unterhaltungsarbeiten werden nach einem von einem Ingenieurbüro ausgearbeiteten Unterhaltungsplan ausgeführt“. Grundlage dieses Unterhaltungsplanes seien die regelmäßig in allen acht Mitgliedskommunen des Verbandes durchgeführten Verbandsschauen, bei denen gemeinsam mit den Naturschutz- und Wasserbehörden und der jeweiligen  Kommune die notwendigen Maßnahmen festgehalten werden. „Die von Herrn Hugk angesprochene Gehölzpflege ist nicht zeitgemäß“, so Verbandsvorsitzende Selbert weiter. Viel besser und aktueller Stand des Hochwasserschutzes sei die natürliche Entwicklung der Gewässer. „Wir handeln daher immer nur dann, wenn von einem  umgestürzten Baum eine Gefahr ausgeht, eine Hochwassersituation verschärft wird oder Gebäude und Wege beschädigt sind“, stellt Selbert heraus.

 

Vollkommen an der Realität vorbei gehe der Vorwurf, der Wasserverband beschäftige „fachfremde Ein-Euro-Jobber“.

 

Selbert: „Da ist Herr Hugk überhaupt nicht auf dem aktuellen Stand – der Verband lässt Unterhaltungsarbeiten von Fachfirmen nach einem ordentlichen Vergabeverfahren oder von den fest angestellten und gut ausgebildeten Verbandspersonal ausführen“.

 

Die von dem Mitglied der Unabhängigen Freien Wähler (UFW) als Beispiel herangezogenen Schäden auf dem Sportplatzboden aus dem Jahr 2010 sei für den Verband überraschend, da diese Kritik jetzt erstmals geäußert wird. „Wir stellen Grundstücke, die für Arbeiten benötigt werden, nach Abschluss der Maßnahme wieder in vollem Umfang her“, betont Selbert. Der Wunsch, die Pappeln am Sportplatz in Zierenberg zu entfernen, war damals von der Stadtverwaltung geäußert worden, der aufgrund der Örtlichkeiten klar war, dass die Maßnahme nur bei der Nutzung des Sportplatzgeländes durchführbar war. Im Anschluss an die Arbeiten hatte es keine Kritik seitens der Stadt gegeben.

 

„Der Vorwurf, der Verband würde Arbeiten auch während der Verbotszeit des Naturschutzgesetzes ausführen, wird von mir in aller Form zurückgewiesen und wenn Herr Hugk das weiter behauptet, werden wir dagegen vorgehen“, kündigt Verbandsvorsitzende Selbert weiter an. Noch nie habe der Wasserverband Diemel Arbeiten in Schutzzeiten durchgeführt, die nicht erlaubt waren. Falls aus Gründen der Gefahrenabwehr zur Verhinderung von Hochwasserereignissen Abflusshindernisse beseitigt werden müssen, erfolge dies in enger Absprache mit den Naturschutzbehörden.

 

Auch die Kritik, dass Arbeiten nur ausgeführt werden, wenn die Stadt Zierenberg mit dem Austritt aus dem Verband drohe, ist falsch. Selbert: „Wir haben eine genaue Buchführung über unsere Arbeitseinsätze und diese stehen in keinem Zusammenhang mit Äußerungen zu einem möglichen Verbandsaustritt aus Zierenberg“. Das Verhältnis des Mitgliedsbeitrages der Stadt Zierenberg zu den im Stadtgebiet geleisteten Arbeiten des Wasserverbandes zeige im übrigen, dass in den letzten fünf Jahren im Durchschnitt mehr an Leistungen erbracht wurde, als die Höhe des Verbandsbeitrages.

Allein die vom Verband für die Stadt zu planenden und auszuführenden Maßnahmen nach der Wasserrahmenrichtlinie werden auch in den nächsten Jahren zu erheblichen Ausgaben führen, informiert Selbert.

 

Der Hessische Wasserverband Diemel, dessen Verbandsgebiet sich von Bad Karlshafen bis Bad Arolsen erstreckt und der sich aus den Beiträgen seiner Mitglieder finanziert, hat in den fast 45 Jahren seines Bestehens gezeigt, dass auch wenn es in einem Jahr eine größere Maßnahme in einer der Mitgliedskommunen gibt, die Mitglieder über einen mehrjährigen Zeitraum gesehen, gleichbehandelt werden. „Sinn und Zweck des Wasserverbandes Diemel ist es, durch eine Solidargemeinschaft Hochwasserschutz und Gewässerunterhaltung für alle Mitglieder in vollem Umfang zu erfüllen“, betont Selbert. Wenn sich Zierenberg jetzt aus dieser Solidargemeinschaft verabschieden wolle, sei es nicht unwahrscheinlich, dass die eigenständige Aufgabenerfüllung für die Stadt mehr als die jährlichen 13.000 Euro Mitgliedsbeitrag kosten wird.



Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn

[Zurück]

LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
Wilhelmshöher Allee 19 - 21
34117 Kassel
Tel.: 0561/1003-1506
Fax: 0561/1003-1530
Handy: 0173/4663794
E-Mail: pressestelle@landkreiskassel.de
http://www.landkreiskassel.de

presse-service.de Die Pressestelle Pressestelle LANDKREIS KASSEL ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.