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Presseinformation

20. März 2013
Reptilien können Salmonellen übertragen – vor allem Kleinkinder sind gefährdet
Kreis-Gesundheitsamt gibt Tipps zur Ansteckungsvermeidung
Kreis Steinfurt. Das Gesundheitsamt des Kreises Steinfurt weist darauf hin, dass von Reptilien eine Salmonellen-Gefahr ausgehen kann. Hintergrund ist ein Fall, auf den das Robert-Koch-Institut hinweist:

Ein Säugling wurde mit Durchfall, hohem Fieber und Nahrungsverweigerung im Krankenhaus aufgenommen. Die bakteriologische Untersuchung erbrachte den Nachweis von Reptilien-assoziierter Salmonellose. Die Recherche nach der Infektionsquelle ergab, dass im elterlichen Haushalt mehrere Pythons und ein Chamäleon gehalten wurden. Eine konsequente Trennung der Tiere vom familiären Wohnraum gab es nicht. Die bakteriologischen Untersuchungen der Tiere zeigten das Ergebnis, dass eine der Tigerpythons als ursächlicher Salmonellen-Träger ermittelt werden konnte.

Im Kreis Steinfurt gab es in den vergangenen Jahren lediglich einen solchen Fall. Dabei handelte es sich um einen jungen Mann, der Agamen hielt.

Durch Salmonellen können nicht nur Magen-Darm-Infektionen, sondern auch weitere schwerwiegende Erkrankungen wie Wundinfektionen und Infektionen des Atemtraktes beim Menschen verursacht werden. Obwohl die meisten Reptilien-assoziierten Salmonellose-Fälle Säuglinge und Kleinkinder betreffen, sind auch gesundheitlich vorbelastete Erwachsene gefährdet, wie zum Beispiel Immungeschwächte, Schwangere und ältere Menschen. Die Säuglings-Salmonellose kann lebensbedrohend sein.

Etwa 90 Prozent aller Reptilien wie Schlangen, Bartagamen, Geckos, Chamäleons und Schildkröten scheiden Salmonellen, auch ohne Krankheitssymptome zu zeigen, aus. Mit dem Kot der Tiere werden die Salmonellen-Erreger ausgeschieden, die sich dann im Staub und auf der Haut bzw. im Rachen wiederfinden. Daher muss auch bei der artgerechten Haltung der Tiere eine strikte Hygiene in deren Umfeld im Vordergrund stehen.

Personen mit erhöhtem Infektionsrisiko sollten den Kontakt mit Reptilien meiden und Kleinkinder sollten nicht im Bereich von Reptilien auf dem Boden krabbeln oder Gegenstände, die Kontakt zu Reptilien hatten, in den Mund nehmen dürfen. Zudem muss auf eine gute Händehygiene geachtet werden. Reptilien gehören in ein Terrarium. Sie sollten nicht in der Küche oder in anderen Räumlichkeiten einen Auslauf haben. Es empfiehlt sich, die Reptilien regelmäßig tierärztlich untersuchen zu lassen, um ein bestehendes Risiko rechtzeitig zu erkennen.

Das Robert-Koch-Institut berichtet hierzu ausführlich auf seiner Internetseite (www.rki.de). Es weist darauf hin, dass Reptilien nicht in einen Haushalt gehören, in dem kleine Kinder leben. Auch sollten Reptilien nicht in Kindertageseinrichtungen oder Haushalten von Tagesmüttern gehalten werden.


Herausgeber:
Kreis Steinfurt, Stabsstelle Landrat; Pressesprecherin: Kirsten Weßling; Tecklenburger Straße 10, 48565 Steinfurt
Telefon: 02551-692160, Telefax: 02551-692100; www.kreis-steinfurt.de, kirsten.wessling@kreis-steinfurt.de