20. März 2013. Die Stadt Kassel plant nicht, die Zahl ihrer Freiwilligen Feuerwehren zu reduzieren. Auch sollen keine Feuerwehrvereine zusammengelegt werden. Ganz im Gegenteil: „Wir wollen alle sieben Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Kassel erhalten, diese stärken und intensiver als bislang in die Alarmierungspläne einbeziehen“, erklärt Bürgermeister Jürgen Kaiser als für die Feuerwehr zuständiger Dezernent. Er reagiert damit auf eine Pressemitteilung der CDU-Rathausfraktion. Deren sicherheitspolitischer Sprecher Stefan Kortmann hatte darin behauptet, Bürgermeister Kaiser plane, die Zahl der Freiwilligen Feuerwehren „deutlich zu reduzieren“.
Brandschutz-Dezernent Jürgen Kaiser erklärt hierzu: „Die sieben Freiwilligen Feuerwehren mit ihren 230 aktiven Einsatzkräften sind eine tragende Säule im Sicherheitskonzept unserer Stadt.“ Ehrenamtliches Engagement Kasseler Bürger werde hoch geschätzt – das gelte in besonderer Weise für das Engagement der ehrenamtlichen Feuerwehrleute, die ihre Gesundheit und mitunter ihr Leben einsetzen, um ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern in Notsituationen zu helfen. So wie vor anderen Vereinen und Feuerwehren in ganz Deutschland mache der demografische Wandel auch vor den Freiwilligen Feuerwehren in Kassel nicht halt. Nachwuchs für die Einsatzabteilungen zu gewinnen, werde schwieriger. Deshalb unterstütze die Stadt die Freiwilligen Feuerwehren und deren Jugend- und Kinderfeuerwehren.
Die Feuerwehr Kassel wird in diesem Jahr den Bedarfs- und Entwicklungsplan fortschreiben. In diesem wird unter anderem ermittelt und dargestellt, wie viel Personal und welche Technik die Stadt Kassel vorhalten muss, um die Sicherheit der Menschen sowie schnelle und kompetente Hilfe im Notfall zu gewährleisten. Begleitend erfolgt eine Organisationsuntersuchung, die das letzte Mal vor 20 Jahren erstellt wurde. Geplant ist, dabei die Bedeutung der sieben Freiwilligen Feuerwehren aufzuwerten, erläutert Bürgermeister Jürgen Kaiser. „Wir wollen den Freiwilligen Feuerwehren besondere Zuständigkeiten zuweisen, so dass sie bei bestimmten Einsätzen mit Spezialaufgaben die Berufsfeuerwehr unterstützen können.“
Kaiser begrüßt, dass sich die CDU laut ihrem Sprecher Kortmann „mit allen Mitteln und Kräften“ für die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Kassel einsetzen wolle. Er weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Feuerwehr Kassel auf die Auslieferung mehrere Katastrophenschutz-Einsatzfahrzeuge wartet, die ihr vom Bund und dem Land Hessen zugesagt worden waren. Unter anderem warte man dringend auf Ersatz für drei Katastrophenschutz-Löschfahrzeuge, die bei den Freiwilligen Feuerwehren Kassels altersbedingt ausgemustert werden mussten. Bürgermeister Kaiser bittet Herrn Kortmann daher, sich bei den Verantwortlichen in der CDU-geführten Bundes- und Landesregierung verstärkt hierfür einzusetzen, damit die freiwilligen Feuerwehren nicht länger auf die dringend, zur Sicherheit der Kasseler Bevölkerung benötigten Fahrzeuge warten müssen.
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