04. April 2013. Als gelungenes Beispiel für zeitgemäße Architektur hat Kassels Stadtbaurat Christof Nolda die Überdachung der RegioTram-Haltestelle am Kasseler Hauptbahnhof bezeichnet. Er freue sich, dass die von der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (KVG) im Jahr 2008 fertiggestellte Bahnsteigüberdachung im Hauptbahnhof Kassel jetzt bereits zum zweiten Mal mit einem Preis ausgezeichnet wurde: Der Bund Deutscher Architekten (BDA) Kassel und Mittelhessen hat das Holzbauwerk über der RegioTram-Haltestelle mit der „Simon-Louis-du-Ry-Plakette 2013“ prämiert.
„Die Überdachung der RegioTram-Haltestelle im Kasseler Hauptbahnhof ist ein sehr gelungenes Beispiel dafür, wie eine moderne Baukonstruktion in ein denkmalgeschütztes Gebäude integriert werden kann“, erklärt Kassels Stadtbaurat Christof Nolda, der auch Vorsitzender der BDA-Jury ist. „Das Erscheinungsbild unserer Städte wird vor allem durch ihre Gebäuden geprägt“, erklärt Nolda. Ein ansprechendes Stadtbild, das Tradition und Moderne harmonisch verbinde, trage dazu bei, dass sich die in Kassel wohnenden Menschen in der Stadt wohl fühlen und gerne hier leben.
Bereits im Jahr 2008 war das RegioTram-Dach mit dem Hessischen Holzbaupreis erstmals ausgezeichnet worden. Der Wettbewerb „Ausgezeichnete Architektur in Hessen“ wird im fünfjährigen Rhythmus ausgelobt. Zugelassen für den aktuellen Wettbewerb waren Bauten, die zwischen 2008 und 2012 in der Stadt Kassel oder den Landkreisen Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg, Werra-Meißner, Hersfeld-Rotenburg, Vogelsberg, Marburg-Biedenkopf, Lahn-Dill, Gießen und Fulda fertiggestellt wurden. Die Preisverleihung findet statt während der Eröffnung einer Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge am Dienstag, 9. April, ab 19 Uhr im Südflügel des Kasseler Kulturbahnhofes. Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 18. April Mittwoch bis Freitag zwischen 17 und 20 Uhr, Samstag und Sonntag von 16 bis 19 Uhr im Kasseler Architekturzentrum im Kulturbahnof Kassel.
Die KVG hatte mit der Planung des RT-Haltestellendaches das Darmstädter Architekturbüro Pahl + Weber-Pahl beauftragt. Koordinator des RT-Projektes und somit auch für das Bauwerk war der Nordhessische VerkehrsVerbund (NVV). Das etwa 95 Meter lange und 19 Meter breite Dach in dem denkmalgeschützten Kasseler Hauptbahnhof überdeckt die Haltestelle zu zwei Dritteln und bietet den wettergeschützten Einstieg in zwei hintereinander stehende RegioTram-Fahrzeuge auf drei Gleisen.
Die stützenfreie Bahnsteigüberdachung wurde als Holzschale, eine moderne Interpretation des historischen Zollingertragwerks, im Verbund mit Stahlstützen und einer Stahlbetonunterkonstruktion als Trogbauwerk errichtet. Das Besondere des Daches ist die Zusammensetzung der rautenförmigen Brettschichtholzstäbe mit den verdeckt angeordneten Stahlknotenblechen, die für eine hervorragende Tragstruktur sorgen. Die modern anmutende Konstruktion passt sich somit an die bestehenden historischen und ebenfalls tonnenförmigen Bahnsteigdächer an. An den Fußpunkten der Strahlkonstruktion wurden Strahler angesetzt, um die Holzschale aufzuhellen. Durch den Schatten wird die Plastizität der rautenförmigen Konstruktion erhöht.
Die KVG investierte in die Dachkonstruktion damals rund 450.000 Euro. Der umgebaute Hauptbahnhof war im August 2007 für den RegioTram-Verkehr auf vier Linien zwischen Kassel und der nordhessischen Region eingeweiht worden.
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