08. April 2013. Zu Kassel und seiner Geschichte gehört auch seine Rolle als Militärstandort. Im Rahmen der Veranstaltungen zum Stadtgeburtstag widmet sich das Jubiläumsprojekt „Kassel als Garnisonsstadt“ mit einer Veranstaltungsreihe diesem speziellen Thema. Vom 18. bis 24. April 2013 werden Vorträge, Filme, Spaziergänge und Besichtigungen diesen besonderen Teil der Stadtgeschichte beleuchten. Im Zentrum der Reihe steht eine Ausstellung im Bürgersaal des Rathauses, die dort am Donnerstag um 15 Uhr eröffnet wird. Zur Eröffnung spielt das Heeresmusikkorps 2 und es sprechen Brigadegeneral Eckart Klink, Kommandeur des Landeskommandos Hessen, sowie Daniel Loos, Präsident des Freundeskreises belgischer pensionierter Militärangehöriger in Deutschland.
Kassels zentrale Lage war stets attraktiv für die Militärs. Bereits 1631 wurde in Kassel das erste stehende Heer installiert. Seitdem waren Soldaten ein fester Bestandteil der Kasseler Gesellschaft. Kassel als bedeutender Garnisonsstandort im Siebenjährigen Krieg sowie Besatzung und Befreiungskriege im 17. Jahrhundert sind deshalb Schwerpunktthemen der Veranstaltungsreihe am Freitag ab 14 Uhr.
Am Samstag soll die „Garnison Kassel“ mit einer geführten Spurensuche am Ehrenmal in der Karlsaue erlebbar gemacht werden. Treffpunkt für die Exkursion ist ebenfalls das Rathaus. Vorträge am Sonntag werden die jüngere Geschichte darstellen. Viele Bundeswehrdienststellen wurden in den letzten Jahren aufgelöst, einige bekamen neue Aufgaben: Das Kreiswehrersatzamt Kassel heißt heute „Karrierecenter Kassel“ – Regierungsdirektor Werner Arndt wird es vorstellen.
Der Montag ist der Nachkriegszeit gewidmet: Bereits seit 1951 war mit dem Bundesgrenzschutz wieder Militär in Kassel stationiert, im Sommer 1956 wurde Kassel dann einer der ersten Bundeswehr-Standorte in Hessen. Von 1952 bis 1969 waren zudem belgische Streitkräfte im Auftrag der britischen Besatzungsarmee in Kassel stationiert. Sie haben das Stadtbild der 50er und 60er Jahre mit geprägt. Für die Familien der in Kassel stationierten belgischen Soldaten wurde eine moderne Reihenhaussiedlung im Auefeld errichtet, die heute noch im Volksmund „Belgiersiedlung“ heißt.
Am Dienstag widmen sich mehrere Vorträge der aktuellen Rolle der Bundeswehr in der Stadt mit Themen wie „Die Bundeswehr im Auslandeinsatz“ und „Wehrtechnik in Kassel“. Der belgische Generalkonsul Nicolaas Buyck wird am Mittwoch zu einer Filmpremiere erwartet. Werner Kossin und Karl-Heinz Roth haben für ihren Film „Die Belgier kommen“ deutsche und belgische Zeitzeugen aus den 50er- und 60er-Jahren interviewt (14 Uhr), einige davon werden im Anschluss an den Film auch als Gesprächspartner zur Verfügung stehen.
„Kassel als Garnisonstadt“ wurde als offizielles Jubiläumsprojekt 2013 von Heinz Körner initiiert. Der heute 68-jährige selbstständige Immobilienkaufmann beschäftigt sich intensiv insbesondere mit der Geschichte des Stadtteils Südstadt, dessen stellvertretender Ortsvorsteher er von 1984 bis 1990 war. Von ihm stammen mehrere Veröffentlichungen zur Kasseler Südstadt (1988, 1991 und 2004).
Die Ausstellung im Bürgersaal des Kasseler Rathauses hat vom 18. bis 24. April täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Über die einzelnen Anfangszeiten der zahlreichen Vorträge informiert die Website www.kassel-1100.de unter dem Stichwort „Garnisonsstadt“.
Kontakt / Fragen: Stadt Kassel, Büro 1100, Obere Königsstraße 8, Zimmer H 221, 34117 Kassel, Telefon 7 87-20 13, E-Mail: 2013@stadt-kassel.de, www.kassel-1100.de
Spendenkonto: Kasseler Sparkasse, BLZ: 520 503 53, Konto: 2244, Verwendungszweck: Stadtjubiläum
Zum Hintergrund: Am 18. Februar 913 unterzeichnete König Konrad I. im damaligen Chassalla oder Chassella zwei Urkunden – die ersten schriftlichen Belege für die Existenz Kassels. Ausgehend vom Datum dieser sogenannten Ersterwähnungsurkunden feiert die Stadt im Jahr 2013 ihre 1100-jährige Geschichte.
(3978 Zeichen)
Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel
Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@kassel.de
Pressesprecher Ingo Happel-Emrich
Pressesprecherin Petra Bohnenkamp
Kassel und die Region im Internet:www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de
Die Pressestelle documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.