(pen) Unter der Überschrift „Nachwachsende Energie - zeitgemäß wie nie“ berichtet die aktuelle Ausgabe der „Betrieb & Umwelt“ in ihrem Titelthema über ein Hattinger Beispiel das Schule machen könnte. Vorgestellt wird die Entsorgungsfirma Korfmann, der es seit Sommer 2012 dank Hackschnitzelanlage und Nahwärmenetz gelingt, ihre Wärme komplett CO2-neutral zu erzeugen. Zusätzlich sorgt eine Photovoltaikanlage auf dem Dach für „grünen“ Strom.
Ausgangspunkt der betrieblichen Energiewende waren anstehende, umfangreiche Wartungsarbeiten an der Ölheizung. Erinnerungen an die Vergangenheit, die Gebäude waren bis in die 60er Jahre mit Holz geheizt worden, sowie die Lage auf einem landwirtschaftlich genutzten Anwesen, machten den Weg für den nachwachsenden Rohstoff frei. Die Idee: Die Ränder von rund 130 Hektar Ackerflächen müssen regelmäßig gepflegt werden. Auf gut 15 Kilometern gilt es Äste, Sträucher und auch ganze Bäume zurück zu schneiden. Während das Kernholz vermarktet werden kann, blieb das Restholz lange ungenutzt.
Heute ersetzt es Jahr für Jahr 10.000 Liter Heizöl. Für das entsprechende Heizsystem und das Wärmenetz, mit dem eine Wohnung, Gewerbegebäude sowie die Getreidetrocknung angeschlossen sind, mussten rund 130.000 Euro investiert werden. Gut ein Viertel der Tilgungssumme gewährte die KfW-Bank als Zuschuss. Firmeninhaber Reinhard Korfmann rechnet mit einem Amortisierungszeitraum vom neun bis elf Jahren.
Für positive Schlagzeilen in Sachen Energie sorgen in der neuen Ausgabe der „Betrieb & Umwelt“ auch die Städte Ennepetal und Witten. Für ihre erfolgreichen Energie- und Klimaschutzaktivitäten wurden sie jüngst mit dem European Energy Award (EEA) ausgezeichnet. Das europaweit höchste Gütesiegel für energiebewusste Kommunen hat zum Ziel, die Qualität der Energieerzeugung und -nutzung zu bewerten, regelmäßig zu überprüfen und Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz zu erschließen. Ennepetal wurde für das Neubaugebiet „Bauen mit der Sonne“, das dazugehörige Förderprogramm sowie aus kommunalen Mitteln finanzierte Energieberatungen gelobt. In Witten können Haushalte, Kleingewerbe und Wohnungswirtschaft ohne Mehrkosten Ökostrom aus Wasserkraft erwerben.
Berichte über das vom Landtag verabschiedete Klimaschutzgesetz, über neue Projekte im Bereich Ökoprofit und über rechtlich nicht zulässige Angebote von Schrotthändlern runden den Informationsmix ab. Wie immer folgen alle Inhalte auf den acht Seiten dem Motto „aus der Praxis für die Praxis“. Zusammengestellt wurden sie vom Ennepe-Ruhr-Kreis der Stadt Hagen, dem Märkischen Kreis, der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen und der Industrie- und Handelskammer mittleres Ruhrgebiet zu Bochum.
„Betrieb & Umwelt“ kann beim Ennepe-Ruhr-Kreis angefordert werden, Ansprechpartner ist Jörg Schürmann, Telefon 02336/93 2493. Außerdem ist der Newsletter im Internet unter www.en-kreis.de im Bereich „Bürgerservice“ und dort unter „Berichte und Broschüren“ zu finden. Unter dieser Adresse sind auch die älteren Ausgaben von „Betrieb & Umwelt“ archiviert. Vorteil der Online-Version: Viele Berichte enthalten Links zu weiteren interessanten Informationsangeboten von Ministerien, Behörden, Kammern, Verbänden oder Forschungseinrichtungen.