„Bach und Söhne“ - Konzert des Orchester der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“

17. April 2013. Sein Semesterkonzert widmet das Orchester der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ im Sommersemester 2013 der wohl bekanntesten deutschen Musikerdynastie, der Familie Bach. Ermöglicht wird das Konzert durch die Gesellschaft der Freunde der Musikakademie Kassel e.V.

Am Donnerstag, 16. Mai, und Freitag, 17. Mai, bringen Studierende jeweils um 19 Uhr in der Karlskirche Werke von Johann Sebastian Bach und seinem zweiältesten Sohn Carl Philipp Emmanuel beziehungsweise dessen jüngeren Bruder Johann Christian zur Aufführung.

Dem Konzert voran geht eine intensive Probenphase, für die mit Herrn Professor Gerhard Peters ein bekannter Spezialist für die historisch-informierte Aufführungspraxis der Musik des 18. Jahrhunderts auf modernen Instrumenten verpflichtet werden konnte. Nach der erfolgreichen ersten Zusammenarbeit bei der Einstudierung der Paukenmesse Joseph Haydns im Jahr 2011 ist Gerhard Peters nun bereits zum zweiten Mal Gastdirigent des Akademieorchesters. „Ich freue mich auf die erneute Zusammenarbeit mit den Studierenden der Musikakademie. Das Orchester hat ein sehr gutes Spielniveau, was auf die hohe Qualität der Ausbildung in den einzelnen Klassen verweist“, so der ehemalige Prorektor der renommierten Musikhochschule Köln und Konzertmeister so bekannter Ensembles wie dem Collegium aureum oder der Capella coloniensis.

Der Eintritt beträgt sieben Euro. Einen ermäßigten Eintritt zu vier Euro erhalten Schülerinnen und Schüler, Studierende oder Schwerbehinderte gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises.

Kartenverkauf erfolgt an der Abendkasse. Telefonisch können Karten bei der Musikakademie unter 05 61/4 10 65, per Fax unter 05 61/4 10 66 oder per E-Mail musikakademie@kassel.de vorbestellt werden.

Hintergrund: Die Familie Bach

Die Familie Bach prägte, ausgehend vom ihrem Stammvater Veit (1550-1619), den mitteldeutschen Kulturraum musikalisch vom 17. bis ins 19. Jahrhundert. Auch Johann Sebastian wurde nach dem Tod seiner Eltern von seinem älteren Bruder Johann Christoph, der als Organist in Ohrdruf wirkte, ausgebildet. Legendär, aber wohl eine Anekdote, ist die Geschichte, dass er sich beim nächtlichen Studium von Partituren, die ihm sein Bruder habe vorenthalten wollen, im schwachen Kerzenschein sein Augenlicht verdorben habe. Später selbst Vater von 20 Kindern übernahm Johann Sebastian, ganz in der Tradition der Handwerksberufe, die musikalische Ausbildung seiner Kinder selbst, von denen heute vor allem Wilhelm Friedemann, Carl Philipp Emmanuel und Johann Christian eine Rolle im Konzertleben spielen. Sie unterrichtete Vater Johann Sebastian im Spiel der Tasteninstrumente, der Violine, im Kontrapunkt, der Gehörbildung, der Musiktheorie und natürlich auch in Satzkunst. Die exzellente Ausbildung führte dazu, dass seine Söhne fast alle ebenfalls eine musikalische Karriere machten – manche, wie Carl Philipp Emmanuel, Cembalist bei Friedrich II. in Potsdam und später Kirchenmusikdirektor in Hamburg, sogar eine größere als der Vater selbst. Das Vorbild des Vaters haben allerdings alle in fachlicher, aber auch persönlicher Hinsicht verlassen. Johann Christian konvertierte in Mailand sogar zum Katholizismus! Im Vergleich der Werke Bachs und seiner Söhne spiegeln sich also nicht nur familiäre Traditionen, sondern auch so manche Widersprüche und der Wandel des Musikgeschmacks in der Mitte des 18. Jahrhunderts.

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