Botschafter der Republik Österreich trug sich in das Goldene Buch der Landeshauptstadt ein
Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper empfing S.E. Dr. Ralph Scheide
Magdeburgs Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper empfing heute im Alten Rathaus den Botschafter der Republik Österreich, S.E. Dr. Ralph Scheide. Während seines Besuches trug sich der Diplomat in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ein.
Mit Dr. Ralph Scheide hat sich bereits zum vierten Mal ein Botschafter Österreichs in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg eingetragen. Der österreichische Botschafter Dr. Ralph Scheide wurde am 15. Februar 1951 in Wien geboren und studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien sowie Sprachen an der Universität Lausanne.
Nach seinen Eintritt in das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten 1975 war er zunächst in der Österreichischen Botschaft in Moskau sowie in der Österreichischen Vertretung bei den Vereinten Nationen in Genf tätig. Von 1987 bis 1992 war Dr. Ralph Scheide als persönlicher Referent des Bundespräsidenten in der Österreichischen Präsidentschaftskanzlei tätig. Anschließend leitete er das Generalsekretariat im Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten und arbeite als Kabinettsvizedirektor in der Präsidentschaftskanzlei. Von 1998 bis 2001 war er österreichischer Botschafter in Ankara (Türkei), ab 2003 war er als stellvertretender Sektionsleiter der Politischen Sektion im Außenministerium tätig. Am 11. Juni 2009 wurde S.E. Dr. Ralph Scheide zum Botschafter der Republik Österreich in der Bundesrepublik Deutschland ernannt.
In den vergangenen Jahren gab es bereits mehrere wirtschaftliche Kontakte zwischen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Magdeburg und der Republik Österreich. Zu den Außenwirtschaftsaktivitäten der IHK gehören vor allem Länderberatungs-, Wirtschafts- und Handelsvertretersprechtage. Vom 20. bis 22. November 2013 nimmt die IHK Magdeburg an der Kooperationsbörse in Wien anlässlich einer Delegationsreise des Ministerpräsidenten Dr. Reiner Haseloff teil.
Auch im wissenschaftlichen Bereich gibt es eine Zusammenarbeit. Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg unterhält eine Kooperationsbeziehung zur Fachhochschule Oberösterreich in Wels sowie Austauschvereinbarungen zu drei österreichischen Universitäten. Derzeit sind neun Studenten und vier Promotionsstudenten aus Österreich an der Otto-von-Guericke-Universität eingeschrieben.
Die Hochschule Magdeburg-Stendal unterhält Kooperationsbeziehungen zu vier österreichischen Universitäten und Fachhochschulen. Zwei österreichische Vollstudierende sind derzeit in den Studiengängen „Musiktherapeutische Schmerzbehandlung“ sowie „Sicherheit und Gefahrenabwehr“ an der Hochschule Magdeburg-Stendal eingeschrieben.
Hintergrundinfos zum Goldenen Buch der Landeshauptstadt Magdeburg
Das Goldene Buch der Stadt gibt es seit 1931. Eingerichtet wurde es während der Amtszeit von Oberbürgermeister Hermann Beims. Mitglieder des Magistrats trugen sich am 10. Mai 1931 als Erste in das Buch ein.
Die Einträge aus der Zeit zwischen 1931 und 1949 sind nicht mehr auffindbar. Von 1949 bis 1985 gab es ein Erinnerungsbuch, in das sich Gäste der Stadt eintrugen. Seit 1985 wird das Goldene Buch in der Tradition von 1931 weitergeführt. Der Eintrag ist eine besondere Ehrung für Personen, die die Stadt besuchen oder sich in besonderer Weise um Magdeburg verdient gemacht haben.
Zu den Persönlichkeiten, die sich im Goldenen Buch eingetragen haben, gehören Politiker wie Bundeskanzlerin Angela Merkel, die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Johannes Rau, die langjährigen Bundeskanzler Helmut Kohl und Gerhard Schröder, die ehemaligen Präsidenten des Deutschen Bundestages Rita Süßmuth und Wolfgang Thierse, frühere oder heutige Bundesminister wie Hans-Dietrich Genscher, Theo Waigel und Wolfgang Tiefensee, ehemalige Ministerpräsidenten wie Gerhard Glogowski, Oskar Lafontaine und Wolfgang Böhmer sowie zahlreiche Botschafter aus der ganzen Welt.
Im Goldenen Buch verewigt haben sich außerdem die ehemalige Generalbundesanwältin Monika Harms, der langjährige Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland Ignatz Bubis, frühere und heutige Oberbürgermeister der Magdeburger Partnerstädte wie Werner Steffens und Gert Hoffmann (Braunschweig) sowie Bill Purcell (Nashville), die Magdeburger Ehrenbürger Igor Belikow, Heinz Gerling und Willi Polte, frühere Magdeburger Bürgermeister und Beigeordnete wie Bernhard Czogalla, Dieter Steinecke, Susanne Kornemann-Weber, Werner Kaleschky, Beate Bröcker und Klaus Puchta, die Ehrenstadträte Frithjof Berfelde, Reinhold Krampitz, Rainer Löhr, Martin Hoffmann, Gerhard Heinl, Johannes Rink, Eberhard Seifert, Hans-Werner Brüning, Gerald Grünert und Walter Meinecke, der Ehrenortschaftsrat Adolf Lingener sowie 21 ehemalige Magdeburger jüdischen Glaubens, darunter die Schriftstellerin Nomi Rubel.
In den zurückliegenden Jahren wurden mit einer Eintragung im Goldenen Buch auch der Sohn von Ernst Reuter, Edzard Reuter, der langjährige Bischof Leo Nowak, die mit dem Preis der Lutherstädte "Das unerschrockene Wort" geehrte Österreicherin Gertraud Knoll, der nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 verfolgte und inhaftierte Magdeburger Horst Linowski, der erste Deutsche im Weltall Sigmund Jähn, die UNO-Friedensbotschafterin und Schimpansenforscherin Jane Goodall sowie erfolgreiche Sportler wie die Olympiasieger Dagmar Hase, Andreas Ihle, Manuela Lutze, André Willms und Mark Zabel, die Handballer des SC Magdeburg, der Fußball-„Kaiser“ Franz Beckenbauer, die Boxweltmeister Natascha Ragosina, Regina Halmich, Sven Ottke und Robert Stieglitz sowie der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes Theo Zwanziger geehrt.
Auch Künstler und Kulturschaffende wie der Schauspieler Heinz Rühmann, der weltberühmte jüdische Pianist und Magdeburger Ehrenbürger Menahem Pressler, die Telemann-Preisträger András Székely und Nikolaus Harnoncourt, der Glasgestalter Reginald Richter und der Generalmusikdirektor a. D. Roland Wambeck bereichern mit ihren Eintragungen das Goldene Buch der Landeshauptstadt Magdeburg ebenso wie besonders engagierte Bürger wie der 2010 verstorbene ehemalige Vorsitzende der Magdeburgischen Gesellschaft von 1990 e.V. Hans P. H. Schuster und Rotraud Tönnies von der Bürgerinitiative Olvenstedt.
|