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| Pressemitteilung vom 18. April 2013 |
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Schmidt: „Bundespolitik darf Krankenhäuser im ländlichen Raum nicht allein lassen“ Kreis Kassel. Landrat Uwe Schmidt unterstützt eine Initiative des Deutschen Landkreistages zur besseren Unterstützung von Krankenhäusern und der allgemeinen medizinischen Versorgung im ländlichen Raum. Schmidt: „Die Bundespolitik muss bürgernahe, kommunale Krankenhäuser besser finanziell absichern“. Gerade im ländlichen Raum müssten die Krankenhäuser finanziell so ausgestattet sein, dass sie ihren Versorgungsauftrag erfüllen können. In der Vergangenheit habe die Bundespolitik bei der Gestaltung der Krankenhausfinanzierung „so gut wie keine Rücksicht auf die medizinische Versorgung im ländlichen Raum genommen“, so der Landrat weiter. Der Sicherstellungsauftrag der Krankenhäuser außerhalb der Metropolen sei vom Gesetzgeber bei der Umstellung der Krankenhausfinanzierung auf die sogenannten Fallpauschalen nicht berücksichtigt worden. Deshalb werde dass, was die kleinen Krankenhäuser auf dem Land im Bereich der Grundversorgung leisten, im Fallpauschalensystem nicht ausreichend honoriert. Schmidt: „Die Krankenhäuser haben daher trotz intensiver eigener Bemühungen keine Möglichkeit rentabel zu arbeiten“. Die Ankündigung der schwarz-gelben Koalition, die Krankenhausfinanzierung in diesem und im nächsten Jahr um insgesamt 1,1 Milliarden Euro aufzustocken, sei der erste Schritt in die richtige Richtung. Allerdings lehre die Erfahrung mit Ankündigungen aus Berlin, dass man abwarten müsse, ob von dieser Förderung auch wirklich etwas im ländlichen Raum ankommt.
Am Beispiel des Landkreises Kassel verdeutlicht Schmidt, dass die Standorte der drei Kreiskliniken in Bad Karlshafen-Helmarshausen, Hofgeismar und Wolfhagen für die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum notwendig sind und deshalb „müsse ihnen ein wirtschaftliches Überleben ermöglicht werden“.
Neben dem Bund sieht Schmidt auch das Land Hessen in der Pflicht. „Hier muss es eine deutliche Aufstockung der Landesmittel für Krankenhausinvestitionen geben, um die Infrastruktur auf einem guten Niveau zu halten“, so der Kasseler Landrat weiter.
Mit Blick auf die Auswirkungen des demographischen Wandels und den sich abzeichnenden Ärztemangel im ländlichen Raum, komme den kleinen Krankenhäusern für die wohnortnahe Grund- und Regelversorgung eine besondere Bedeutung zu. Vorstellbar wäre es laut Schmidt, dass Leistungen der Grundversorgung im Fallpauschalensystem aufgewertet und hierdurch die höheren Vorhaltekosten für notfallmedizinische Akutversorgung im ländlichen Raum refinanziert werden.
Schmidt weist außerdem auf die hohe Flexibilität der Landkreise und der Kommunen bei der Suche nach Lösungen für eine nachhaltige medizinische Versorgung auf dem Land hin. „Wir können der entscheidende Knoten in einem regionalen Gesundheitsnetzwerk sein, das für eine gute medizinische Infrastruktur, die auch bei zurückgehenden Bevölkerungszahlen bezahlbar bleibt“, so der Landrat abschließend. Pressekontakt: Pressestelle LANDKREIS KASSEL, Harald Kühlborn |
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LANDKREIS KASSEL
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Harald Kühlborn
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