Günstige Kapitalmarktzinsen rücken den Traum vom Eigenheim in greifbare Nähe. Trotzdem bleibt die öffentliche Förderung als solider Finanzierungsbaustein für viele berechtigte Haushalte interessant. Wer mit mindestens einem Kind oder einer schwerbehinderten Person zusammen wohnt, selbst genutztes Wohneigentum erwerben oder bauen möchte und gewisse Einkommensgrenzen einhält, sollte sich über die sehr zinsgünstigen Darlehen des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Wohnungsbauförderung des Ennepe-Ruhr-Kreises informieren. Die Kreisverwaltung ist in Sachen Eigenheimförderung Ansprechpartner und Bewilligungsbehörde für alle Bürger in den neun kreisangehörigen Städten.
Die Förderung ist einkommensabhängig und zielt auf Haushalte in den unteren und mittleren Einkommensgruppen. Unterstützung gibt es sowohl für Neubauten als auch für den Kauf bestehender Objekte. „Neu ist in diesem Jahr allerdings, dass wir im Neubaubereich nur Fördergelder für Hattingen, Herdecke und Witten bewilligen können. Hier hat das Land den Bedarf als überdurchschnittlich eingestuft. In den übrigen Städten geht dies nur in Härtefällen und im Rahmen wohnungspolitischer Handlungskonzepte“, berichtet Sachgebietsleiterin Petra Kindt.
Anders ist die Lage beim Kauf von gebrauchten Immobilien, dieser wird nach wie vor kreisweit gefördert. „Hier gibt es in der Regel 70 Prozent der Neubaudarlehen. Für ältere Objekte, die vor 1995 errichtet wurden und nicht die Bedingungen der Wärmeschutzverordnung 1995 erfüllen, gibt es das Kombimodell. Gefördert wird dieses Modell mit 80 Prozent der Neubaudarlehen. Allerdings müssen im Kombimodell Maßnahmen zur energetischen Modernisierung vorgenommen werden“, lautet der Hinweis aus dem Kreishaus. Seit einigen Jahren werden auch Umbauten mit zinsgünstigen Darlehen gefördert, die Barrieren beispielsweise durch den Einbau einer bodengleichen Dusche oder breiterer Türen verschwinden lassen. Ähnliche Möglichkeiten bestehen im Bereich der Energieeffizienz, hier lauten die Stichwörter Wärmedämmung, neue Fenster und neue Heizungsanlage.
Bauherren und Investoren, die sich im sozialen Mietwohnungsbau engagieren möchten, profitieren 2013 von verbesserten Konditionen. So wurden die Darlehenssätze und Bewilligungsmieten angehoben; Darlehenslaufzeiten und Zinskonditionen verbessert. Auch hier sind die Fördertöpfe nach Angaben des Kreises gut gefüllt.
Nähere Informationen über mögliche Förderungen gibt es bei den Mitarbeitern des Sachgebietes Wohnungswesen, Telefonnummer 02336/93 2320, 2316, 2311 und 2308 sowie auf der Internetseite des Kreises unter www.en-kreis.de und dort im Bereich Bürgerservice/Aufgabenbereiche/Fachbereich VI/Wohnungswesen) findet sich alles Wissenswerte.