Halbzeit bei der Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten

06.05.2013 | Herten

Resonanz bislang positiv

„Ich freue mich, dass sich viele Einwohner Hertens mit der Teilnahme an dieser Befragung aktiv an der Verkehrsplanung der Stadt beteiligen“, stellt Projektleiterin Irja Hönekopp fest – die Halbzeitbilanz zur Mobilitätsbefragung der Stadt Herten fällt positiv aus.

Mit einer Befragung will die Stadt das Verkehrsverhalten der Hertener untersuchen. Welches Verkehrsmittel nutzen die Bürgerinnen und Bürger zu welchem Zweck und mit welchem Ziel? Die Ergebnisse sollen eine Standortbestimmung ermöglichen und Hinweise zur Verbesserung der Infrastruktur geben.

Bisher lagen 2.000 Fragebögen in den Briefkästen von Hertener Haushalten, im Mai werden 1.000 weitere Personen die Befragungsunterlagen erhalten. Mittels einer zufälligen Stichprobe wurden die angeschriebenen Haushalte ermittelt, um so repräsentative Ergebnisse zu erhalten. Der Fragebogen wird entweder schriftlich-postalisch, im telefonischen Interview oder online unter www.herten-mobil.de ausgefüllt.

Inhalte des Fragebogens

Die Stadt bittet darum, dass sich alle Personen der angeschriebenen Haushalte an der Befragung beteiligen. Wichtig sind die Angaben über die Art und Anzahl der Verkehrsmittel, über die die Befragten verfügen – also zum Beispiel Auto, Fahrrad, vielleicht auch Zeitfahrkarten für den Bus oder den Zug. Darüber hinaus wird um ein Wege-Protokoll gebeten, das alle zurückgelegten Wege an einem vorgegebenen Stichtag erfasst.

Neben den konkreten Angaben zum Verkehrsverhalten ist die Meinung der Befragten wichtig. Sie können konkret Wünsche und Mängel an der bestehenden Verkehrssituation äußern.  Wie beispielsweise unzureichende Busverbindungen oder fehlende Fahrradständer an bestimmten Standorten.

Die personenbezogenen Fragebögen werden in fünffacher Ausführung geschickt - Grund dafür: Aus datenschutzrechtlichen Gründen liegen dem durchführenden Unternehmen (Planersocietät Dortmund) keine Informationen über die genaue Personenzahl in den Haushalten vor.

Die Auswertung der Ergebnisse

Die Auswertung der Daten liefert anschließend zuverlässige Informationen darüber, wie die Menschen in Herten die vorhandene Verkehrsinfrastruktur nutzen und bewerten. Im Juni startet die Auswertung der Befragung.

Der letzte Befragungsstichtag ist der 16. Mai. Bis Ende Mai können die Unterlagen zurückgeschickt werden.

Hintergrund

Die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e.V. (AGFS) ermöglicht es der Stadt Herten, erstmals eine repräsentative Verkehrserhebung zum Verkehrsverhalten durchzuführen. Die AGFS fördert die Untersuchung mit 75% der Kosten. Den Eigenanteil bringt die Stadt Herten aus dem Preisgeld kommunaler Klimaschutz 2011 auf. Die Untersuchung wird nach von der AGFS entwickelten Standards durchgeführt, die eine Vergleichbarkeit unterschiedlicher Städte und auch mit großen bundesweiten Untersuchungen ermöglichen.

Bis zum Jahr 2020 soll der CO2-Ausstoß in Herten um 91.000 Tonnen sinken (Basisjahr 2006). Mit der Umsetzung des Hertener Klimakonzepts 2020 wollen die Stadt Herten und die Hertener Stadtwerke dazu ihren Beitrag leisten. Dazu gehört auch, die Bürgerschaft zum Mitmachen zu motivieren - denn Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe.

Im Jahr 2012 wurde Herten vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative als eine von 19 Städten in Deutschland für die Umsetzung eines „Masterplan 100% Klimaschutz“ ausgewählt. Der „Masterplan 100% Klimaschutz“ vertieft das Hertener Klimakonzept 2020 und entwickelt Perspektiven für die klimaneutrale Stadt 2050.

Weitere Informationen gibt Irja Hönekopp, Klimaschutzmanagerin der Stadt Herten, unter Tel. (0 23 66) 303 286 oder auf www.herten-mobil.de.

Pressekontakt: Pressestelle, Maximiliane Plöger (Volontärin), Tel: 02366/303 227, Mail: m.ploeger@herten.de, www.herten.de, www.facebook.com/stadtherten, www.youtube.com/pressestelleherten