„Ich bleibe also Jude… Franz Rosenzweig und Kassel“ - Führung mit Jürgen Mahlmann

07. Mai 2013. Eine Führung mit Jürgen Mahlmann durch die aktuelle Sonderausstellung „Ich bleibe also Jude… Franz Rosenzweig und Kassel“ findet statt am Mittwoch, 8. Mai, 17 Uhr, in der „Schaustelle“, Wilhelmsstraße 2. Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei.

Anlässlich der Woche der Brüderlichkeit und der Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille in Kassel wurde in der Schaustelle des Stadtmuseums eine Ausstellung über den bedeutenden jüdischen Religionsphilosophen Franz Rosenzweig (1886-1929) eröffnet.

Ausgehend von der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Kassel im 19. Jahrhundert beschreibt die Ausstellung das Leben von Franz Rosenzweig.In Kassel geboren und aufgewachsen, entstammte er dem liberalen jüdischen Milieu. Er war der Sohn des Unternehmers Georg Rosenzweig (1867-1918), der wegen seines bürgerschaftlichen Engagements hohes Ansehen genoss.

Ebenso wie Rosenzweig waren auch viele seiner Freunde und Verwandten Nachfahren emanzipierter Juden, von denen sich nicht wenige vor dem 1. Weltkrieg von ihrer Familientradition zu lösen suchten.

Im sogenannten Leipziger Nachtgespräch am 7.7.1913 hatten seine Gesprächspartner ihn schon fast vom Sinn einer Konversion überzeugt. Nach kurzer Verunsicherung teilte er ihnen aber schriftlich mit: „Ich bleibe also Jude“. Daraufhin wandte er sich wieder bewusst dem jüdischen Glauben zu.

Die Führung findet statt im Rahmen der öffentlichen Mittwochsführungen an jedem zweiten Mittwoch im Monat und beginnt um 17 Uhr.

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