Alkoholprävention: HaLT Öffentlichkeitsaktion

15. Mai 2013. Innerhalb der vierten Aktionswoche Alkohol finden hessenweit Veranstaltungen des Projekts HaLT (Hart am Limit) zeitgleich in verschiedenen Städten und Landkreisen statt. Am Mittwoch, 29. Mai, von 11.30 bis 14 Uhr, kann jeder am Gewinnspiel „Wissen über Alkohol“ auf dem Henner-Piffendeckel-Platz (Philipp-Scheidemann-Haus) teilnehmen. Wer die Quizfrage richtig beantwortet, erhält einen kleinen Preis. Schulklassen haben die Möglichkeit bei richtiger Lösung verschiedener Fragen einen Workshop in der Trendsportart ihrer Wahl für die ganze Klasse zu gewinnen.

Seit Anfang dieses Jahrzehnts tritt das Phänomen des komatösen Rauschtrinkens unter Jugendlichen auch in Hessen vermehrt auf: Die Zahl der Krankenhaus-Einweisungen der unter 20-Jährigen hat sich in den vergangenen zehn Jahren von 800 auf 1800 Personen mehr als verdoppelt.

HaLT ist ein Suchtpräventionsprojekt, das in der Stadt Kassel nun im dritten Jahr durchgeführt wird. Es besteht aus zwei unterschiedlichen Bausteinen, die sich gegenseitig ergänzen und verstärken. Im reaktiven Projektbaustein werden Jugendliche nach stationär behandelter Alkoholvergiftung mit dem sogenannten „Brückengespräch“ meist noch im Krankenhaus angesprochen. Zusätzlich zu diesen Einzelberatungen für betroffene Jugendliche (und ihre Eltern) erfolgt eine Auseinandersetzung mit dem riskanten Konsumverhalten im Rahmen eines acht- bis 12-stündigen Gruppenangebotes.

Im Bereich der Prävention steht eine kommunal verankerte Präventionsstrategie im Vordergrund mit dem Ziel, Alkoholexzesse und schädlichen Alkoholkonsum im Vorfeld zu verhindern. Schlüsselbegriffe für diesen proaktiven Projektbaustein sind Verantwortung und Vorbildverhalten von Erwachsenen im Umgang mit Alkohol, die konsequente Einhaltung des Jugendschutzgesetzes an Festen, in der Gastronomie und im Einzelhandel sowie eine breite Sensibilisierung der Bevölkerung. Das bedeutet, während der reaktive Baustein die Zielgruppe der riskant Alkohol konsumierenden Jugendlichen anspricht, wendet sich der proaktive Baustein vorwiegend an Erwachsene.

Nähere Informationen bei Cornelia Stephan, Präventiver Jugendschutz im Jugendamt, Telefon 7 87-51 05 oder E-Mail: cornelia.stephan@kassel.de

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