Bocholt, 08. Mai 2013
Eichenprozessionsspinner: Hubschraubereinsatz am 15./16. Mai
Bocholt (PID).
Der städtische Fachbereich für Öffentliche Ordnung wird am 15./16. Mai gezielt gegen den Eichenprozessionsspinner vorgehen. Die Raupen werden sowohl aus der Luft per Hubschraubereinsatz als auch vom Boden aus bekämpft.
In den Außenbereichen werden auf einem Gebiet von rund 170 ha Eichen an Straßen und Wegen vom Hubschrauber aus besprüht. Die wichtigsten Straßen werden während des Überflugs von Ordnungsamt und Polizei kurzzeitig gesperrt. In der Innenstadt und in bebauten Gebieten werden ca. 2600 Bäume vom Boden aus bearbeitet. Eingesetzt wird ein biologisches Präparat, das für Mensch und Tier ungefährlich ist. Das Mittel hemmt die Entwicklung der Raupen, so dass sie keine Nesselhärchen mehr ausbilden.
Die Brennhaare der Raupe brechen leicht und werden bei günstiger Witterung durch Luftströmungen über weite Strecken getragen. Die alten Larvenhäute bleiben nach der Häutung in den „Nestern“, deshalb ist die Konzentration an Brennhaaren oft sehr hoch. Alte Gespinstnester, ob am Baum haftend oder am Boden liegend, sind eine anhaltende Gefahrenquelle. Die Raupenhaare sind lange haltbar und reichern sich über mehrere Jahre in der Umgebung an, besonders im Unterholz und im Bodenbewuchs (Gräser, Büsche, Sträucher). Für den Menschen gefährlich sind die Haare des dritten Larvenstadiums, im Mai und Juni. Sie halten sich auch an den Kleidern und Schuhen und lösen bei Berührungen stets neue toxische Reaktionen aus. Die fast unsichtbaren Brennhaare dringen leicht in die Haut und Schleimhaut und setzen sich dort mit ihren Häkchen fest. Das in den Härchen befindliche Eiweißgift löst die so genannte Raupendermatitis aus.
Pressekontakt: Stadt Bocholt - Fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, Fachbereich Öffentliche Ordnung, Ralf Deller, 02871/953-353