Presseinformationen der Landeshauptstadt Magdeburg
 
[Alle Meldungen]
[Medienarchiv]
[E-Mail-Abo]
[Suche]

[Druckansicht]

Magdeburg, 17. Mai 2013
Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners geht in die nächste Runde
Ab Ende Mai/Anfang Juni

In Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen wird der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg (SFM) voraussichtlich Ende Mai/Anfang Juni eine präventive biologische Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners vornehmen. Die Maßnahme an rund 1.000 Eichen im Stadtgebiet wird von einer Spezialfirma ausgeführt.

 

Ziel des Eigenbetriebes ist es, das Vorkommen des Schädlings und somit die davon ausgehende Gefahr im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten weitestgehend zu minimieren. Ein vollständiger Schutz gegen den Eichenprozessionsspinner ist jedoch auch mit einer weiträumigen Bekämpfung nicht gewährleistet.

 

Ende Mai 2012 wurde erstmals eine vorbeugende biologische Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners durchgeführt. Im Rahmen der Präventivmaßnahme wurden die betroffenen Eichen im Stadtgebiet mit einem biologischen Wachstumsregulator besprüht. Dieser unterbrach den Entwicklungsprozess der Larven. Die präventive Methode zielte auf das erste und zweite Entwicklungsstadium der Eichenprozessionsspinner ab. Hierbei wurde ein biologisches insektentoxisches Bakteriumextrakt eingesetzt, das von den Larven durch die Nahrung aufgenommen wurde und somit die Entwicklung des Schädlings hemmte. In dieser Phase hatten die Larven noch keine flugfähigen Gifthaare entwickelt.

 

Die Maßnahme war insoweit erfolgreich, dass nach der Behandlung abgestorbene Raupen festgestellt werden konnten. Dennoch wurden nach der präventiven biologischen Bekämpfung im vergangenen Jahr bei Nachkontrollen an rund 300 der betroffenen Stieleichen Nester des Schädlings entdeckt. Diese wurden daraufhin im Juli manuell abgesaugt. Im Allgemeinen liegt die Erfolgsquote der eingesetzten Methode bei etwa 65 bis 85 Prozent.

 

Im Sommer 2011 kam erstmals das manuelle Absaugverfahren in der Landeshauptstadt zum Einsatz. Dabei wurden die mit Raupen und Brennhaaren gefüllten Nester durch ein Spezialunternehmen zunächst abgesaugt und dann entsorgt.

 

Trotz der aktiven Bekämpfung sollten die betroffenen Areale grundsätzlich gemieden werden. In Magdeburg sind diese durch Absperrungen gekennzeichnet. Außerdem sollten die Raupen und Gespinste unter keinen Umständen berührt werden.



[Zurück]


Stadt Magdeburg
Frau Dr. Cornelia Poenicke
Büro des Oberbürgermeisters
Teamleiter Öffentlichkeitsarbeit und Bürgeranliegen, Pressesprecherin
Alter Markt 6
39104 Magdeburg
Telefon: (03 91) 5 40 27 69
FAX: (03 91) 5 40 21 27
E-Mail: presse@magdeburg.de
URL: www.magdeburg.de

Die Pressestelle "Landeshauptstadt Magdeburg" ist Mitglied bei presse-service.de [http://www.presse-service.de/]. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren. presse-service.de