22. Mai 2013. Für viele Menschen stellen sie ein großes Geheimnis dar: Die Freimaurer. Nun präsentieren sie im Rahmen des 1100-jährigen Stadtjubiläums vom 27. bis 31. Mai 2013 eine Ausstellung unter dem Titel „Die Kasseler Freimaurerlogen als älteste gesellschaftliche Vereinigungen der Stadt“ im Foyer des Kasseler Kreishauses in der Wilhelmshöher Allee. Die wechselvolle Geschichte der Freimaurerei in Kassel und deren historische Bedeutung für die Stadt bilden die thematischen Schwerpunkte der Ausstellung. Hierbei sollen dem Besucher erstmals Einblicke in die Kasseler Logengeschichte gewährt werden. Doch nicht nur die Vergangenheit wird im Mittelpunkt stehen. Auch das aktuelle Logenleben rückt in den Fokus der Ausstellung.
„Das 1100-jährige Jubiläum der Stadt Kassel lebt von den vielen Organisationen und Vereinen, die einen Bezug zur Stadt Kassel haben und diesen auch der Öffentlichkeit präsentieren wollen. Ich freue mich, dass die Vereinigungen der Freimaurer mit ihrer Ausstellung einen Beitrag zur 1100-Jahr-Feier leisten“, sagt Hans-Jochem Weikert, Projektleiter Kassel 1100.
Mit der Gründung der Loge „Zum Thale Josaphat“ im Jahre 1766 nimmt die Geschichte der Freimaurer in Kassel ihren Anfang. Heute sind vier Freimaurerlogen in der nordhessischen Stadt ansässig: „Durch Licht zum Frieden“, „Goethe zur Bruderliebe“, „Tor zum Osten“ und „Zur Freundschaft“. Eine Besonderheit dieser Vereinigungen besteht darin, dass Männer mit verschiedenen weltanschaulichen, religiösen und politischen Überzeugungen miteinander ins Gespräch kommen. Dementsprechend bezeichnen sie sich selbst als „Gemeinschaft toleranter Ungleichgesinnter“. „Über alle sozialen Grenzen hinweg sollen Menschen miteinander verbunden werden, die sich nach Herkunft und Interessenlage sonst nicht begegnen würden. Die Freimaurerlogen folgen damit ihrer Tradition, Trennendes zu überwinden, Gegensätze abzubauen, Verständigung und Verständnis zu fördern“, erläutert Dr. Klaus Ziesemer, Logenmeister der Johannisloge „Zur Freundschaft“. Bei den regelmäßigen Treffen werden sowohl freimaurerische Rituale vollzogen als auch aktuelle gesellschaftliche und weltpolitische Themen oder Belange der eigenen Loge diskutiert. Was aber die wenigsten wissen: Viele Veranstaltungen der Freimaurer wie Vorträge von externen Referenten sind öffentlich.
Am Montag, 27. Mai, 19 Uhr, findet die Ausstellungseröffnung im Großen Saal der Volkshochschule Region Kassel im Kreishaus statt. Zu diesem Anlass wird der gebürtige Kasseler Prof. Hans-Hermann Höhmann, der seit 1958 Freimaurer ist, einen Festvortrag über die „Freimaurer als kulturprägende Gesellschaft“ halten und eine Einführung in das Ausstellungsprogramm geben. Höhmann weiß wovon er spricht, immerhin ist er Meister der Freimaurerischen Forschungsgesellschaft „Quatuor Coronati“ Bayreuth und beschäftigt sich intensiv mit den vielfältigen Themenbereichen der Freimaurerei. Theo Urvalov, der an der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ studiert, wird die Veranstaltung musikalisch begleiten. Im Anschluss an den Vortrag sind die Besucher herzlich zu einem Rundgang und zu anregenden Gesprächen eingeladen. Die Ausstellung kann montags bis mittwochs und freitags jeweils von 8 bis zirka 21 Uhr besichtigt werden.
Die Ausstellung ist Teil einer Veranstaltungsreihe. Am Sonntag, 2. Juni, 11 Uhr, wird ein Blechbläserkonzert am Ehrengrab des Kasseler Komponisten und Logenbruders Louis Spohr auf dem Hauptfriedhof Kassel vom Förderverein der Louis-Spohr-Stiftung e.V. veranstaltet. Des Weiteren öffnen die Freimaurer während der jeweiligen Stadtteilprogramme ihre Logenhäuser, die als Zentrum der geistigen Arbeit, Stätte der Begegnung und Ort der ernsten Besinnung gelten.
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Zum Hintergrund: Am 18. Februar 913 unterzeichnete König Konrad I. im damaligen Chassalla oder Chassella zwei Urkunden – die ersten schriftlichen Belege für die Existenz Kassels. Ausgehend vom Datum dieser sogenannten Ersterwähnungsurkunden feiert die Stadt im Jahr 2013 ihre 1100-jährige Geschichte.
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