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documenta-Stadt Kassel

Kassel 1100 – 36. Hessischer Archivtag in Kassel unter dem Motto „Archive und Jubiläen“

04. Juni 2013. Aus Anlass des 1100-jährigen Stadtjubiläums findet der 36. Hessische Archivtag in diesem Jahr in Kassel statt. Unter dem Motto „Archive und Jubiläen“ werden neun Referentinnen und Referenten an zwei Tagen aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln der Frage nachgehen, ob und inwieweit sich Jubiläen auf die Arbeit und das Image von Archiven auswirken. Sind Stadtjubiläen eine Herausforderung für das jeweilige Archiv? Haben Jubiläen eine identitätsstiftende Wirkung? Wie ist die Rolle der Archive zu bewerten, die im Dienste der Erinnerungskultur Jubiläen vorbereiten? Das sind einige der spannenden Themen, die auf dem Hessischen Archivtag diskutiert werden sollen.

Aus den reichhaltigen Erfahrungen hessischer Archivare im Umgang mit Jubiläen wurden vier Beispiele ausgewählt – neben dem Jubiläum der Stadt Kassel das 1100-jährige Jubiläum von Limburg, sodann die hundertste Wiederkehr des „Freideutschen Jugendtages“ und verschiedene Ereignisse in der evangelischen Kirche, die sich in derzeit jähren, zum Beispiel „50 Jahre Pfarrerinnen“. Für den Part der Staatsarchive wird die Funktion des hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden als „Dienstleister“ der Landesregierung bei der Popularisierung historischer Landesjubiläen durch die Erstellung von Wanderausstellungen in den Blick genommen.

Aber nicht nur die Rolle der Archive, auch die der Museen wird auf der Tagung in den Blick genommen: Professor Dr. Matthias Puhle, Abteilungsleiter im Kultusministerium Sachsen-Anhalt und langjähriger Direktor des Kulturhistorischen Museums Magdeburg sowie Honorarprofessor für Geschichtskultur an der Magdeburger Universität beschäftigt sich seit langem mit der identitätsstiftenden Wirkung von Geschichte und insbesondere Stadtjubiläen. Er hat bedeutende Ausstellungen, unter anderem zu Geschichte und Kultur der Ottonen in Magdeburg organisiert und damit ganz wesentlich zu einer Neudefinition dieser Stadt nach der Wiedervereinigung beigetragen. In seinem Referat zum Thema "Jubiläen zwischen identitätsstiftender und kulturtouristischer Wirkung" wird er auch auf die geplante Bewerbung Magdeburgs als Kulturhauptstadt Europas im Jahr 2025 eingehen. Für diesen Aspekt der Jubiläumsthematik wurde noch ein weiterer Fachmann gewonnen: der Dramaturg Jürgen Fischer-Pass, der unter anderem als Programmkoordinator für die Planung von „RUHR 2010“ zuständig war. In seinem Beitrag reflektiert er unter anderem darüber, was von dem Megaevent „Kulturhauptstadtjahr Essen“ für die Region bleibt, welchen Nutzen Bevölkerung und Stadt daraus ziehen konnten, etc. Die Tagung endet mit einem Beitrag über die Erfahrungen, die Archivare bei der Bewerbung ihrer Stadt um das Weltkulturerbe sammeln konnten.

Der Landesverband Hessischer Archivare im Verband deutscher Archivare (VdA) existiert seit 2003 und hat das Ziel, zu einem festeren Zusammenhalt zwischen den Mitgliedern sowie zur Wahrnehmung und Vertretung berufsständischer und archivfachlicher Interessen auf Landesebene beizutragen und das Archivwesen in Theorie und Praxis zu fördern. Der Landesverband möchte Archivsparten übergreifend und integrierend wirken und arbeitet zu diesem Zweck mit den Archiveinrichtungen des Bundeslandes Hessen, den Kommunen, den Kirchen, der Wirtschaft, den Medien, der Wissenschaft und anderen Trägern zusammen. Hessen ist übrigens - nach Nordrhein-Westfalen, das nur kurze Zeit einen Landesverband hatte - das erste "alte" Bundesland mit einem Landesverband.

Der Landesverband veranstaltet in jedem Jahr den Hessischen Archivtag, dessen jeweiliges Motto aktuelle Probleme und Strömungen in den Blick nimmt und thematisiert. In den letzten Jahren waren dies unter anderem Fragen der Digitalisierung, rechtliche Probleme wie der Datenschutz und das Urheberrecht, Standortbestimmungen wie die Stellung der Archive in landesgeschichtlichen Netzwerken und historische Fragestellungen, zum Beispiel die Rolle der Archive bei der Erforschung der NS-Zeit. Ein wichtiges Anliegen des VdA Hessen ist es aber auch, durch die Jahrestagungen auf die oftmals unterschätzte Bedeutung der hessischen Archive und ihre zuweilen mangelhafte Ausstattung aufmerksam zu machen und darauf hinzuwirken, dass sich ihr Bekanntheitsgrad verbessert. Diesem Ziel dient auch der Hessische Archivpreis, der ebenfalls jährlich an kleinere Archive und ehrenamtlich in Archiven tätige Personen vergeben wird.

In diesem Jahr wurde der Hessische Archivtag vom Landesverband Hessischer Archivare in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Archive in Nordhessen und dem Stadtarchiv Kassel vorbereitet.

Kontakt/Fragen: Stadt Kassel, Büro 1100, Obere Königsstraße 8, Zimmer H 221, 34117 Kassel, Telefon 05 61/7 87-20 13, E-Mail 2013@stadt-kassel.de, www.kassel-1100.de

Spendenkonto: Kasseler Sparkasse, BLZ: 520 503 53, Konto: 2244, Verwendungszweck: Stadtjubiläum

Zum Hintergrund: Am 18. Februar 913 unterzeichnete König Konrad I. im damaligen Chassalla oder Chassella zwei Urkunden – die ersten schriftlichen Belege für die Existenz Kassels. Ausgehend vom Datum dieser sogenannten Ersterwähnungsurkunden feiert die Stadt im Jahr 2013 ihre 1100-jährige Geschichte.



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