OB Kaminsky spricht Klartext in Klein-Auheim
Breitbandversorgung und Hort beim Stadtteiltreffen im Fokus
Zur Chefsache hat Oberbürgermeister Claus Kaminsky die Breitbandversorgung in Klein-Auheim erklärt. Beim jüngsten Stadtteiltreffen gab er bekannt, dass er in Kürze gemeinsam mit dem Ortsvorsteher eine Befragung aller Bürgerinnen und Bürger Klein-Auheims auf den Weg bringt. Ziel ist, dass 75 Prozent der Befragten mit ihrer Unterschrift dokumentieren, dass sie durch die Breitwand GmbH des Main-Kinzig-Kreises einen schnellen Internet-Anschluss in ihrem Stadtteil wünschen. Nach EU-Richtlinien gelte Klein-Auheim nicht als unterversorgt, gab Kaminsky zu bedenken, denn mit Unitymedia und primacom seien zwei private Anbieter auf dem Markt.
Mit der Befragung hätten es die Klein-Auheimerinnnen und Klein-Auheimer selbst in der Hand, diese Verhältnisse zu ändern. Der Oberbürgermeister appellierte bei der Zusammenkunft in den Räumen der Nachbarschaftsinitiative an den Ortsbeirat und die Anwesenden, „nun in ihrem Stadtteil Argumentationsarbeit zu leisten, damit die Rücklaufquote und die Bedarfsmeldung Erfolg versprechend sind.“
Noch ist nach Aussage von Claus Kaminsky nicht entschieden, ob Räumlichkeiten der Verwaltungsstelle in der Schulstraße künftig zur Betreuung von Hortkindern genutzt werden. Anfang Juni findet ein Abstimmungstermin zwischen dem Eigenbetrieb und der Verwaltung statt. Die Ergebnisse werden in der Ortsbeiratssitzung am 26. Juni präsentiert. „Wenn wir die Chance haben, in dem Gebäude dringend benötigte Plätze für die Schulkindbetreuung zu schaffen und noch dazu einen hohen sechsstelligen Betrag einsparen, weil wir dann nicht neu bauen müssten, dann müssen wir bereit sein, auch Unannehmlichkeiten hinzunehmen“, sprach der Oberbürgermeister Klartext. „Bis zum 26. Juni haben wir ebenfalls ein Bild davon, ob in der Verwaltungsstelle eine parallele Raumnutzung von Stadtteilladen und Hort möglich wäre.“ Fakt sei, dass ein Hort in diesem Gebäudekomplex in unmittelbarer Nachbarschaft zur Friedrich-Ebert-Schule für Kinder und Eltern ideal wäre. Stadtweit sei der Bedarf an Plätzen für Schulkindbetreuung höher als der für die unter Dreijährigen, berichtete Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel. Im April und Mai hätten bereits Gespräche zwischen dem Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung, der Schule, der Elterninitiative Ebbe und dem Betreuungsverein darüber stattgefunden, welche Form von Trägerschaft sinnvoll sei.
Zum elf Hektar große Areal an der Straße am Flurkreuz stellte Claus Kaminsky unmissverständlich klar, „dass das Gebiet in dieser Wahlperiode nicht bebaut wird. Unser Prioritäten und Wachstumspotenziale liegen auf den Konversionsflächen, auf deren Bebauung konzentrieren wir uns.“ Für die Zukunft sieht er das Flurkreuz „als mögliche Tauschfläche, um an anderer Stelle im Stadtgebiet Wohnbaugebiete ausweisen zu können“.
Positives aus dem Neubaugebiet am Reitweg hatte Stadtrat Dr. Ralf-Rainer Piesold zu berichten. Alle 65 städtischen Bauplätze seien verkauft, ein siebenstelliger Betrag für die Stadt generiert. Der Straßenausbau werde voraussichtlich am 31. Juli beendet sein. Ein Befahren des Baugebiets mit dem Bus sei zurzeit wegen der Absperrungen nicht möglich. Um die Verkehrssituation in der Mainzer Straße und der Obergasse zu verbessern, soll versetztes Parken ausprobiert werden, damit die Straßen für Lkw-Fahrer unattraktiv werden, so Verkehrsdezernent Axel Weiss-Thiel.
Nutzerinnen und Nutzer des Öffentlichen Nahverkehrs können sich freuen. An der Haltestelle Reitweg in Fahrtrichtung Freiheitsplatz wird ein neues Wartehäuschen gebaut. Der Unterstand an der stark frequentierten Haltestelle Friedhof Klein-Auheim der Linien 4 und 6 wird erneuert. Beide Projekte sollen bis Ende dieses Jahres realisiert sein.
Bevor entschieden wird, in welchem Umfang der Zustand der Toiletten in der Willi-Rehbein-Sporthalle verbessert wird, möchte sich Baudezernent Dr. Piesold nochmals bei einem Ortstermin mit dem Ortsvorsteher und dem Eigenbetrieb Immobilien und Baumanagement einen Eindruck von den Sanitäranlagen verschaffen.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Andrea Freund, Telefon 06181/295-488
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