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Pressemitteilung der Stadt Iserlohn vom 31.05.2013


„Wenn die Conny mit dem Peter“: Kulturgeschichte der Liebe in Zweisamkeit und Familie in den 50er Jahren

Neue Ausstellung im Stadtmuseum Iserlohn

Iserlohn.

Das Stadtmuseum Iserlohn, Fritz-Kühn-Platz 1, zeigt ab heute bis einschließlich 4. August eine Ausstellung zur Kulturgeschichte der Liebe in Zweisamkeit und Familie im Deutschland der 1950er Jahre unter dem Titel „Wenn die Conny mit dem Peter“.

Nach der  harten Kriegs‑ und Nachkriegszeit sehnte man sich in der Ära Adenauer (1949‑1962) wieder nach geordneten Familienstrukturen à la "Sissi". Ziel des Familienministers Würmeling war die kinderreiche Familie: Sexuelle Aufklärung war verpönt. Stattdessen gab es die die Tanzschule und den Benimm‑Unterricht. Erotika wurden unter dem Ladentisch gehandelt. Nach Kästner avancierten die 1950er Jahre derart zum "motorisierten Biedermeier": neunzig Prozent der zwischen 1930 und 1945 Geborenen heirateten, fast neunzig Prozent der Frauen bekamen Kinder. Die Statistik verzeichnete 2,51 Kinder pro Frau! Außereheliche Schwangerschaften nahmen ab, weil immer früher geheiratet wurde. Häufig war eine Schwangerschaft der Anlass zur "Frühehe".

Die Ausstellung im Stadtmuseum zeigt, wie sich diese Familienidyllen in den damaligen Spielfilmen, den Schlagern, den Ratgebern, der Presse und der Werbung widerspiegelten: Der Ideal‑Mann der "Fünfziger" war der Alleinverdiener, der seine Gattin höflich behandelte und ihre Konsumwünsche gerne bediente. Die perfekte Ehefrau verzichtete auf eine Erwerbstätigkeit, schenkte ihrem Gemahl wohlerzogene Kinder und sorgte für Ordnung und Sauberkeit im Haushalt. Aber wer denkt, die romantische Liebe wäre in den bundesdeutschen Medien der 1950er Jahre ausgespart gewesen, der täuscht sich gewaltig. So zeigten die Titelblätter der Illustrierten wie auch die Covers der Filmprogramme Liebespaare zuhauf und regten solcherart die Sehnsüchte und Liebesträume der biederen Mehrheitsgesellschaft an. Besonders die "Traumliebespaare" auf der Leinwand zogen das Interesse des breiten Publikums auf sich. Die Liebesverhältnisse und Ehen der Prominenten wurden mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, durchaus nicht so sehr die "Idyllen". Gegen die bieder‑spießigen Familien‑Verhältnisse revoltierten die "Halbstarken" und "Frühreifen" - wie man die Jugendlichen nannte. Mit Pin‑Ups, Rock´n´Roll und ausländischen "Sexbomben" (wie Marilyn Monroe) fand die Erotik ihren Weg in den Alltag zurück.

Die Ausstellung wurde konzipiert von Dr. Torsten Reters und Wolfgang Hoffmann. Alle Interessierten sind herzlich zum Besuch eingeladen. Das Stadtmuseum Iserlohn ist geöffnet dienstags, mittwochs sowie freitags bis sonntags jeweils von 10 bis 17 Uhr und donnerstags von 10 bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.



Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Ausstellung „Wenn die Conny mit dem Peter….“
Dr. Torsten Reters und Museumsleiter Gerd Schäfer stellten im Rahmen eines Pressetermines die neue Ausstellung des Stadtmuseums Iserlohn vor.

Ausstellung „Wenn die Conny mit dem Peter….“

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