Kultur in Zeiten des Schutzschirmes
Kulturbericht 2012 erstmals ausschließlich in digitaler Version
„Kultur ist kein Luxusgut, sondern prägt nachhaltig das Image einer Kommune und trägt wesentlich zur Identitätsbildung der Stadtgesellschaft bei“, nutzt Oberbürgermeister Claus Kaminsky den jüngst vorgelegten Kulturbericht 2012, um auf die hohe Bedeutung eines facettenreichen Kulturangebots hinzuweisen. Als sogenannter „weicher Standortfaktor“ wirke die gelebte Kultur einer Stadt auch positiv auf die wirtschaftliche und damit auf die gesamte Stadtentwicklung. In finanziell angespannten Zeiten gelte es deshalb besonders, die vorhandenen Ressourcen bestmöglich zu nutzen.
Der Stadt Hanau sei es in den letzten Jahren gelungen, so Kaminsky, sich als kulturelle Hochburg im Osten der Rhein-Main-Region zu etablieren. In diesem Kontext ist nach seinen Worten auch der Beitritt zum Kulturfond Frankfurt RheinMain zu sehen, für den sich die Stadt in 2012 entschieden habe. Die Mitgliedschaft werde Hanaus Stellung in der Region RheinMain zusätzlich stärken und Kulturprojekten von überregionaler Strahlkraft mehr Aufmerksamkeit und Förderung verschaffen.
„Doch auch wenn unser Augenmerk dem Ziel gilt, unsere gute Position zu festigen und nach Möglichkeit sogar auszubauen“, so Hanaus OB, „ist es unvermeidbar, in Zeiten des kommunalen Schutzschirms auch in diesem Bereich wie in allen anderen des städtischen Haushalts Einschnitte vorzunehmen.“ So sei unter anderem die Reihe „Klassik-Brunch“ im Congress Park aus dem Programm genommen worden. Auch die Zahl der Veranstaltungen des Kultursommers sei von 17 auf 10 reduziert worden. Unangetastet blieben dagegen die kulturellen Leuchttürme der Stadt. Sowohl die Brüder Grimm Märchenfestspiele als auch die Wilhelmsbader Sommernacht konnten auf ein unverändertes Budget zurückgreifen.
Weitere Höhepunkte im Kulturkalender 2012 waren die Paul-Hindemith-Preisverleihung an den Dirigenten Paavo Järvi und die erstmalige Verleihung des Ludwig-Emil-Grimm-Preises an Hans Traxler, erinnert der Kulturbeauftragte Klaus Remer an die Auszeichnungen zweier renommierter Vertreter ihres Fachs.
Rekordzahlen konnte die Stadtbibliothek in der Ausleihe verzeichnen. Dabei erwartet das gesamte Team hochmotiviert die Eröffnung des neuen Kulturforums, wo ab 2015 das neue Domizil nicht nur für die Stadtbibliothek, sondern auch für das Stadtarchiv Hanau, das Medienzentrum Hanau mit kommunalem Bildarchiv, die Wetterauische Gesellschaft für die gesamte Naturkunde zu Hanau gegr. 1808 e. V., den Hanauer Geschichtsverein 1844 e. V., sowie die Volkshochschule Hanau und die Bildungsberatung des Hessencampus sein wird.
Die städtischen Museen stehen seit November 2012 unter der neuen Leitung von Dr. Katharina Bechler. Gemeinsam mit ihrem Team arbeitet sie seither an einer Neukonzeption, um deren Profil innerhalb der regionalen Museenlandschaft stärker zu akzentuieren.
Schließlich wird aber auch das kulturelle „Tagesgeschäft“ 2012 erläutert und in den Berichten der einzelnen Abteilungen im Detail beleuchtet, was im abgelaufenen Jahr „über die Bühne“ gebracht wurde.
„Der Kulturbericht zeigt deutlich, dass 2012 einmal mehr ein erfolgreiches Kulturjahr war“, fasst Kulturmanager Klaus-Dieter Stork die Leistungsbilanz des Fachbereichs zusammen und verspricht, dass auch 2013 alle daran mitarbeiten, für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt ein spannendes und abwechslungsreiches Kulturangebot anbieten zu können.
Neu ist übrigens auch die Erscheinungsweise des Kulturberichts, der erstmals nur noch als digitale Version im pdf-Format zum Herunterladen auf der Homepage (www.hanau.de) veröffentlicht wird.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929
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