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Hanau, 06. Juni 2013
„Wir wollen die Klein-Auheimer nicht mit dem Problem allein lassen“
OB plant Umfrage zum Internet in Klein-Auheim

„In den kommenden Wochen werden Ortsvorsteher Sascha Feldes und ich eine schriftliche Umfrage unter den Anwohnern von Klein-Auheim zum Thema ‚Schnelles Internet’ starten.“ Dies gab Oberbürgermeister Claus Kaminsky beim Stadtteiltreffen bekannt. Derzeit würde die Umfrage seitens der Stadt vorbereitet, bestätigt er. Anlass für die Umfrage ist eine Aussage des Main-Kinzig-Kreises im Gespräch mit Ortsvorsteher Sascha Feldes: Sollten 75 Prozent der befragten Haushalte kund tun, dass sie durch die Breitband GmbH und Betreiber M-Net einen schnellen Internetanschluss im Stadtteil wünschen, sehe man eventuell die Möglichkeit hier Ende 2015 – nach Abschluss der Bauarbeiten im Main-Kinzig-Kreis tätig zu werden – allerdings ohne Fördergelder des Landes. Vorraussetzung sei daher, dass die 75 Prozent der Klein-Auheimer Haushalte einen Vorvertrag mit der Breitband GmbH und M-Net abschlössen, um so eine wirtschaftliche Basis für das Agieren der Breitband GmbH zu schaffen.

Wie bereits in der Vergangenheit mehrfach erläutert, gilt Klein-Auheim nach EU-Richtlinien nicht als unterversorgt, da im Stadtteil die privaten Internetanbieter Unitymedia in Kooperation mit Primacom tätig sind und ein entsprechendes leistungsfähiges Netz und Angebot zur Verfügung stellen.

Kaminsky reagiert mit der Umfrage auf Stimmen von Klein-Auheimer Bürgern, die sich eine Versorgung durch die Breitband GmbH des Main-Kinzig-Kreises und den Betreiber M-Net wünschen. Grund dafür waren unter anderem die Vertragsbedingen von Unity Media, die besagen, dass ein Internetanschluss mit dem Anbieter nur abgeschlossen werden kann, wenn der Haushalt zeitgleich einen Vertrag mit Primacom über den Bezug von Kabelfernsehen abschließt. Diese Konstellation führte zu heftiger Kritik seitens der Klein-Auheimer.

„Wenn der Markt für viele Klein-Auheimer ein unbefriedigendes Ergebnis bringt, kann ich gut nachvollziehen, dass sie eine bessere Lösung suchen“, so der OB. „Auch wenn die 75 Prozent eine hohe Hürde sind, so ist dies doch die einzige Möglichkeit für eine Alternative und deshalb sollte man es zumindest versuchen.“ Sollten genug Bürgerinnen und Bürger bereit sein, einen Vorvertrag mit der Breitband GmbH und M-Net einzugehen, um wirtschaftlichen Vorraussetzungen zu schaffen, so werde er diese Entwicklung selbstverständlich unterstützen, so der OB.

Die FDP wolle die Bürgerinnen und Bürger mit dem Problem allein lassen, aber dies entspreche weder seiner Auffassung noch der des Ortsbeirates, so Kaminsky. Auch Maria Grimm – sie vertritt die FDP im Ortsbeirat – hat dem OB in einem persönlichen Gespräch vermittelt, dass sie die Initiative ausdrücklich unterstützt. „Entscheidend in dieser Sache ist für mich die Meinung der Bürgerinnen und Bürger, es gilt jede Möglichkeit zu ergreifen, die ihre Versorgungssituation verbessert“, so Kaminsky.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664

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