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Hanau, 07. Juni 2013
Institut Francais engagiert sich bei "Franzosenausstellung"
- Professor Monnet zum Arbeitsgespräch im Hanauer Rathaus

Die Vorbereitungen für die Sonderausstellung "Die Franzosen kommen! - Hanau und Region in der Zeit Napoleons 1806-1813" im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe schreiten erfolgreich voran. Professor Dr. Pierre Monnet, Direktor des Institut Francais d´Histoire en Allemagne, stattete Oberbürgermeister und Kulturdezernent Claus Kaminsky im Hanauer Rathaus einen Arbeitsbesuch ab. Zusammen mit Museumsdirektorin Dr. Katharina Bechler und dem Vorsitzenden des Hanauer Geschichtsvereins, Martin Hoppe, wurden Details der Präsentation besprochen, die vom 29. Oktober 2013 bis 26. Januar 2014 in der Galerie des Schlosses mit umfangreichem Rahmenprogramm gezeigt wird.

Kaminsky erhielt von Pierre Monnet die Zusage mit seinem Institut die Ausstellung zu begleiten und am 27. Oktober 2013 um 16 Uhr im Weißen Saal von Schloss Philippsruhe die Eröffnungsrede zur Ausstellung zu halten. "Wir freuen uns sehr über dieses Entgegenkommen und sind dankbar für die Kooperation", so Kaminsky. „Die Ausstellung wird eine große Strahlkraft weit in die Region hinein haben und Hanaus Ruf als Kulturstandort weiter etablieren.“

Den Kontakt zu Professor Monnet nahm im vergangenen Jahr Martin Hoppe auf, der Vorstandsmitglied der Historischen Kommission Hessen ist. Monnet gilt als ausgewiesener Kenner der deutsch-französischen Geschichtsschreibung und war Präsident der deutsch-französischen Hochschulen in Saarbrücken und Köln. 2011 wurde er zum Direktor des Institut Francais d´Histoire en Allemagne in Frankfurt am Main berufen und ist Mitglied der Historischen Kommission Frankfurt. Unter anderem arbeitete er an einem deutsch-französischen Geschichtsbuch mit, dass sowohl an deutschen als auch französischen Schulen im Unterricht verwendet wird.

Anlass für die Sonderausstellung ist der 200. Jahrestag der Schlacht bei Hanau am 30./31. Oktober 1813, Napoleons letztem Sieg auf deutschem Boden. Deshalb wurde Hanau auf dem Arc de Triomphe in Paris verewigt. Neben dem Kampfgeschehen, das rund 15.000 Soldaten aus verschiedenen Ländern das Leben kostete, werden positive und negative Auswirkungen der "Franzosenzeit" in Hanau und Region aufbereitet: Dazu zählen die Einführung des Code Civil und des metrischen Maßes, Emanzipation der Juden, Gründung einer katholischen Gemeinde, Schleifen der Festungsanlagen, Einquartierungen von Soldaten, zu leistende Kontributionen und eingeschleppte Seuchen.

Auch die Rolle der Grimms wird thematisiert. So waren Jacob und Wilhelm Grimm Bibliothekare von Napoleons Brüder König Jérome in Kassel, Jacob engagierte sich bei Restitutionsverhandlungen im Auftrag des zurückgekehrten Kurfürsten Wilhelm I. Ludwig Emil Grimm kämpfte in den sogenannten Befreiungskriegen und zeichnete unter anderem Bruder Carl in Husarenuniform.

Kurator der Ausstellung ist der Historiker Erhard Bus. Das Französische Generalkonsulat in Frankfurt am Main hat die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664




Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:

Professor Monnet zu Besuch in Hanau
Vorbereitungen für die Sonderausstellung "Die Franzosen kommen!" - Hanau und Region in der Zeit Napoleons 1806-1813 im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe: Martin Hoppe, Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Professor Dr. Pierre Monnet und Dr. Katharina Bechler beim Arbeitsgespräch im Rathaus.


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