Helfer aus Kassel kehrten nach Hochwasser-Einsatz in Sachsen zurück - Bürgermeister Kaiser: Land und Bund müssen fehlende Katastrophenschutz-Fahrzeuge ersetzen

08. Juni 2013. Nach fünf Tagen Hochwassereinsatz in Sachsen sind 80 Kasseler Katastrophenschutz-Helfer am Samstagnachmittag wieder nach Kassel zurückgekehrt. Die etwa 60 Einsatzkräfte unter der Leitung von Reiner Werner und Thomas Risch aus den sieben Freiwilligen Feuerwehren und von der Berufsfeuerwehr Kassel sowie etwa 20 Mitglieder von Deutschem Roten Kreuz (DRK) und Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) hatten seit Dienstagmorgen die örtlichen Einsatzkräfte in den Überschwemmungsgebieten unterstützt.

Kassels Bürgermeister und Brandschutzdezernent Jürgen Kaiser dankte den Kasseler Helfern für ihren Einsatz: „Ich bin froh, dass alle wieder ohne ernsthafte Verletzungen nach Hause zurückgekehrt sind“. Kaiser dankte auch den Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter für den Katastrophenschutz-Einsatz freigestellt hatten. Das Gros der Einsatzkräfte hatten die sieben freiwilligen Feuerwehren Kassels gestellt. „Unsere Feuerwehr ist gut ausgebildet und sehr motiviert“, sagte Brandschutzdezernent Kaiser. Binnen kürzester Zeit seien am Montag die beiden Brandschutzzüge des Katastrophenschutzes besetzt gewesen, nachdem die Anforderung aus dem Hessischen Innenministerium bei der Kasseler Feuerwehr eingegangen war. Am späten Abend waren die Helfer dann nach Sachsen aufgebrochen.

Gerne hätte die Kasseler Feuerwehr den Menschen in Sachsen noch stärker geholfen – das sei aber wegen fehlenden Katastrophenschutz-Fahrzeugen, für die das Land und der Bund zuständig seien, nicht möglich gewesen. So hatte das Hessische Innenministerium bei der Kasseler Feuerwehr drei Brandschutzzüge für den Hochwassereinsatz in Sachsen angefordert. Die Kasseler Feuerwehr konnte aber nur zwei Löschzüge stellen, da sie seit Monaten auf die Auslieferung mehrere Katastrophenschutz-Einsatzfahrzeuge wartet, die ihr vom Bund und dem Land Hessen zugesagt worden waren. Unter anderem warte man dringend auf Ersatz für drei Katastrophenschutz-Löschfahrzeuge, die bei den Freiwilligen Feuerwehren Kassels altersbedingt ausgemustert werden mussten. Genau diese Löschfahrzeuge hätte man jetzt für den Hochwassereinsatz in Sachsen benötigt.

Aus Kassel waren zwei Brandschutzzüge der Feuerwehr und ein von DRK und JUH besetzter Betreuungszug nach Sachsen geschickt worden. Die Helfer waren in Dresden eingesetzt. Dort hatten sie zunächst einen Bereitstellungsraum eingerichtet, in dem auch die Einsatzkräfte aus anderen hessischen Landkreisen gesammelt wurden. Danach stand die Kasseler Feuerwehr als Sofortreserve bereit, um in kritischen Situationen schnell und flexibel eingesetzt werden zu können. Seit Donnerstag waren sie mit anderen hessischen Einsatzkräften unter anderem bei der Deichsicherung im Dresdener Stadtgebiet und bei Lenzarbeiten am „Japanischen Palais“ zum Einsatz gekommen.

Die Katastrophenschutz-Züge aus Kreis und Stadt Kassel wurden am Samstag durch Einheiten aus anderen hessischen Landkreisen abgelöst.

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KatSHochwasserRückkehrDie Katastrophenschutzeinheiten aus Kassel nach ihrer Rückkehr vom Hochwassereinsatz in Sachsen. Foto: Feuerwehr Kassel


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