Pechau, Randau-Calenberge und alle ostelbischen Stadtteile werden geräumt
Entscheidung des Stabes als Vorsichtsmaßnahme
Wegen der sehr ernsten Hochwassersituation müssen die zu Magdeburg gehörenden Ortschaften Pechau und Randau-Calenberge sowie alle ostelbischen Stadtteile heute Nachmittag vorsorglich geräumt werden. Die Bewohner werden gebeten, die Lautsprecherdurchsagen des Stadtordnungsdienstes zu beachten.
„Dabei handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme“, so der Stabsleiter Holger Platz. „Die Maßnahmen zum Hochwasserschutz werden unverändert fortgesetzt. Ostelbien wird nicht aufgegeben. Die vom Stab getroffene Entscheidung empfiehlt auch der Landesbetrieb für Hochwasserschutz.“
Am Morgen gab es zwar an den Deichen im Magdeburger Stadtgebiet keine akuten Probleme, allerdings kam es am Vormittag zu zwei Deichbrüchen außerhalb Magdeburgs. Da zudem die Anna-Ebert-Brücke wegen des Drucks durch das Hochwasser schwierig zu bewerten ist, wurde zunächst der Straßenbahnverkehr eingestellt, um die erheblichen Belastungen zu minimieren. Dadurch kann nun auch der Individualverkehr besser abfließen.
Für die Fahrt mit dem Pkw kann der Weg über die Friedrich- Ebert-Straße und den Nordbrückenzug oder alternativ über die Cracauer Straße und die Anna-Ebert-Brücke genutzt werden.
Für Bewohner, die nicht bei Freunden, Verwandten oder Bekannten unterkommen, stellt die Stadt folgende Notquartiere bereit:
- das Hegelgymnaisum (Hegelstraße/Geißlerstraße)
- das Einsteingymnasium am Olvensteder Graseweg
- das frühere Schulgebäude in der Nachtweide 68.
Als Transportmöglichkeit zu den Notunterkünften stellen die MVB Busse bereit. Sie verkehren auf der Linie 56 von Randau-Calenberge über Pechau in Richtung Pechauer Platz, von dort über die Cracauer Straße und die Friedrich-Ebert-Straße zum Jerichower Platz. Die Busse fahren halbstündlich und halten an allen üblichen Haltestellen. Vom Jerichower Platz fahren die Straßenbahnen der Linien 4 und 6.
Personen, die Hilfe beim Umzug in ein Ausweichquartier benötigen, melden sich bitte am Bürgertelefon unter der Rufnummer 03 91/5 40 77 77.
Die Bewohner müssen unbedingt ihre Kraftfahrzeuge aus dem Gebiet fahren.
Hinweise für Bürger, die ihre
Wohnungen verlassen
Was Sie unbedingt dabei haben sollten:
- lebenswichtige Medikamente, Verbandszeug
- wichtige Personaldokumente, wie z. B. Ausweise, Geburts- und Heiratsurkunden, Zeugnisse
- wichtige Finanzdokumente, wie z.B. Einkommens- und Renten- bescheide, Versicherungspolicen, Zahlungsbelege, Sparbücher, Aktien, Grundbuchauszüge, Fahrzeugbrief u.ä.
- Geld, Kreditkarten
- die Chipkarte für die Krankenversicherung
- Handy (mit Ladegerät!)
- Wechselschuhe und Wechselwäsche für ca. 1Woche
- Hygieneartikel
Bevor die Wohnung oder das Haus verlassen wird:
- Strom abschalten (Hauptsicherung entfernen)
- Öltank schließen (wenn vorhanden)
- Gegenstände sichern
- Absperrhähne vor den Gas- und Elektrozählern schließen, wenn möglich (meist im Keller)
- Kraftfahrzeuge mitnehmen oder an einem sicheren Ort abstellen
Unterkünfte:
Wenn Sie nicht bei Verwandten, Freunden oder Bekannten unterkommen können, stehen folgende Notunterkünfte zur Verfügung:
- die Sporthalle des Albert-Einstein-Gymnasiums
im Olvenstedter Grasweg 36
- das Hegelgymnasium in der Hegelstraße/Ecke Geißlerstraße
- das frühere Schulgebäude in der Nachtweide 68
In den Notunterkünften erfahren sie alles Weitere. Dort können wir Sie – sofern gewünscht - auch in andere Unterkünfte vermitteln.
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