„MusikerStadtMusiken“ – 3. Veranstaltung: Winfried Michel

13. Juni 2013. Zur letzten Veranstaltung der viel beachteten Reihe „MusikerStadtMusiken“ im Sommersemester 2013 lädt die Gesellschaft der Freunde der Musikakademie Kassel e.V. am Freitag, 28. Juni, um 19 Uhr in den Konzertsaal der Musikakademie, Karlsplatz 7, 34117 Kassel. Im Gespräch mit dem Akademiedirektor Dr. Peter Gries wird dann Winfried Michel sein. Nicht nur als Solist und Dozent für Blockflöte, sondern auch als Spezialist und Pionier der sogenannten „Alte-Musik-Bewegung“ hat Winfried Michel während der vergangenen Jahrzehnte von Kassel aus maßgeblich zum Wandel in der Interpretation von Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts beigetragen. In den letzten Jahren hat er aber auch als Herausgeber von bis dahin unveröffentlichten Werken des Barock und der Klassik für Aufsehen in der Musikwelt gesorgt. Zudem ist Michel auch als Komponist sehr erfolgreich. Seine Stilkopien des italienischen Barock, die unter dem Pseudonym Simonetti herausgab, wirken so täuschend echt, dass selbst mancher Profi diese Werke schon einmal für Originale gehalten haben soll. Welche Rolle dabei eine bestimmte Eisdiele seiner Heimatstadt Münster spielt, soll an dieser Stelle noch nicht verraten werden… In den unter seinem eigenen Namen veröffentlichten Kompositionen entwickelte Michel eine sehr persönliche musikalische Sprache. Der Abend verspricht also allerhand spannende Begegnungen mit einer ungemein vielseitigen Künstlerpersönlichkeit - und auch mit einem handfesten Musikskandal, der die Fachwelt vor einigen Jahren erschütterte.

Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung durch Studierende der Musikakademie sowie Gästen und Freunden Winfried Michels.

Der Eintritt beträgt sieben Euro und vier Euro ermäßigt für Schülerinnen und Schüler oder Studierende gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises. Vorbestellungen im Sekretariat der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“, telefonisch unter 0561 / 41065, per Fax unter 0561 / 41066 oder per E-Mail unter musikakademie@kassel.de. Weitere Informationen auch unter www.musikakademie-kassel.de.

Winfried Michel ist seit 1985 Dozent für Blockflöte an der Musikakademie der Stadt Kassel. Er wurde 1948 in Fulda geboren. Neben seiner Dozentur für Blockflöte an der Kasseler Musikakademie unterrichtet er an der Musikhochschule Münster. Er absolvierte seine Musikstudien an der Musikhochschule in Freiburg bei Nikolaus Delius und, mit einem DAAD-Stipendium ausgestattet, am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Dort absolvierte er 1973 sein Solistenexamen als Blockflötist bei Frans Brüggen. Als Flötist, Cembalist, Pianist und Kammermusiker tritt er regelmäßig in Konzerten in den Niederlanden, Belgien, Deutschland und in der Schweiz auf. Mehrere Rundfunkaufnahmen, unter anderen beim WDR Köln, HR Frankfurt, Radio Hilversum, BRT Brüssel und BBC London kommen hinzu.

Er ist Herausgeber von diversen Werken des 17. und 18. Jahrhunderts und verfasst Artikel für Fachzeitschriften. Musikwissenschaftliche Gastvorträge und Seminare führten ihn von Berlin (Konzerthaus), Frankfurt (an der J. W. Goethe-Universität) über Basel (Schola Cantorum Basiliensis) nach Den Haag (Königliches Konservatorium). Außerdem ist Michel als Komponist tätig: So komponierte er viele Solo- und Kammermusikwerke in verschiedenen Instrumental- und Vokalbesetzungen (erschienen bei den Verlagen: Amadeus, Mieroprint und Ricordi). Sein Cembalowerk "vino ed aceto" wurde mit dem "Coup du Conseil d'Ile de France" ausgezeichnet. Darüber hinaus veröffentlichte er mehrere eigene Kompositionen im Stil des früheren 18. Jahrhunderts unter dem Pseudonym Giovanni Paolo Simonetti beim Amadeus Verlag. Mit großem Erfolg publizierte und ergänzte er sechs verschollene Werke von Haydn (Beckerman 1994; Linskoog 1996), die in Wien von Paul Badura-Skoda auf CD eingespielt wurden, aber auch ein Fragment von Michael Glinka, das er zu einer vollständigen Viola-Sonate ergänzte. Seine Werke wurden auf mehreren CDs eingespielt. Aktuell bei Edition Mieroprint (Münster 2010) erschien seine Autoren-CD: "Nachhut" Lieder und Melodramen auf Gedichte von Benn, Eich, Trakl und anderen

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