Tolle Tüten für den Biomüll?
14.06.2013 | Herten
ZBH rät vom Kauf von kompostierbaren Müllsäcken ab
Wohin mit dem Bioabfall? In den Geschäften stehen immer häufiger scheinbar praktische Helfer: Kompostierbare Plastikbeutel, die für die Sammlung von Biomüll geeignet sein sollen – in Herten sind die Säcke aber nicht zugelassen. Darum werden Biotonnen, in denen sich solche Beutel oder normale Plastiktüten befinden, vom ZBH stehengelassen. Klarer Rat an die Bürgerinnen und Bürger: Bitte keine kompostierbaren Tüten verwenden.
Auf den ersten Blick erscheinen die kompostierbaren Plastikbeutel nützlich. Hersteller werben damit, dass sie reißfest und umweltfreundlich sind, da sie aus Mais- oder Kartoffelstärke hergestellt werden. Doch das Problem: Die Plastikverpackungen verrotten nur sehr langsam.
Grundsätzlich sind die kompostierbaren Plastikbeutel nicht für den Bioabfall zugelassen: „Sie stören die Verwertung des Bioabfalls in der Biogasanlage. Dabei ist es auch egal, ob sie aus Kartoffel- oder Maisstärke hergestellt wurden“, erklärt Vera Zimmermann vom ZBH. Die kompostierbaren Plastikbeutel sind allenfalls für die Kompostierung im eigenen Garten geeignet. Sinnvolle Alternativen sind die im Handel angebotenen Papiertüten aus braunem Recyclingpapier.
Die Abfallberaterin rät, den Biomüll statt in kompostierbare Plastikbeutel in solchen Papiertüten zu sammeln oder direkt in der Küche in Zeitungspapier einzuwickeln. So hält man die Fliegen von den Bioabfällen fern und beugt damit einer Madenbildung in der Biotonne schon weitgehend vor. Außerdem werden die Flüssigkeiten im Bioabfall durch das Zeitungspapier aufgesaugt, so dass die Biotonne gar nicht erst verschmutzt.
Wie wird Biomüll kompostiert?
Der Bioabfall in Herten wird an der IMK Biogasanlage (Integrierte Methanisierungs- und Kompostierungsanlage) in Bertlich angeliefert. Hier wird er durch Bakterien zu Kompost und Biogas zersetzt. Das Verfahren ist eine integrierte Methanisierung und Kompostierung. Das heißt, dass die organischen Bestandteile des angelieferten Biomülls dabei durch die Kombination unterschiedlicher biologischer Prozesse zu hochwertigem Kompost und Biogas umgesetzt werden. Das Gas wird dann in einem Blockheizkraftwerk zu Strom und Wärme umgewandelt.
Weitere Informationen rund um das Thema Biotonne erhalten Interessierte bei Vera Zimmermann, telefonisch unter (0 23 66) 303 155.
Pressekontakt: Pressestelle, Maximiliane Plöger (Volontärin), Tel: 02366/303 227, Mail: m.ploeger@herten.de, www.herten.de, www.facebook.com/stadtherten, www.youtube.com/pressestelleherten



