Weiss-Thiel: U3-Versorgung zum 1. August gesichert
Hanaus Sozialdezernent informiert beim Stadteiltreffen der Innenstadt
„Wir werden bei der U3-Versorgung in Hanaus Kindertagesstätten zum 1. August sehr wahrscheinlich eine Punktlandung hinbekommen und alle Kinder versorgen können.“ Diese gute Botschaft für alle Eltern mit entsprechendem Betreuungs-Gesetzesanspruch verkündete Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel aktuell dem Ortsbeirat Innenstadt beim entsprechenden Stadtteiltreffen in der Mensa der Brüder-Grimm-Schule. In diesem Zusammenhang erwähnte er auch die in der Innenstadt vorgesehene neue Kita mit sechs Gruppen, über deren Standort derzeit verhandelt werde.
Die seit einem Jahr betriebene Mensa spielte in der Präsentation der Brüder-Grimm-Schule durch deren Leiterin Heide Nolte eine wichtige Rolle als Garant für das Ganztagsangebot dort. Die pädagogische Mittagsbetreuung nehmen seither 60 Kinder an drei Wochentagen wahr, im nächsten Schuljahr sollen es 120 an fünf Tagen sein. Dabei sind Grundschule und benachbarter Hort verzahnt, zudem bedient sich die Schule der Mithilfe von Volkshochschule und Jugendhilfe. Leiterin Nolte erläuterte in diesem Zusammenhang, dass es in Kooperation mit dem Albert-Schweitzer-Kinderdorf bereits ein sogenanntes Familien-Klassenzimmer gebe, bei dem acht Eltern ihre Kinder im Schulalltag beobachten und das untereinander reflektieren können.
Oberbürgermeister Claus Kaminsky meinte, die Stadt habe gut daran getan, die Brüder-Grimm-Schule als Referenzschule auszuwählen, denn Bildungs- und Erziehungsauftrag werde hier sehr umfassend verstanden. Dazu zählt auch die Ausstattung mit Whiteboards statt Schiefertafeln und mit kleinen Notebooks für die Schülerinnen und Schüler. Nolte erläuterte, dass mit Hilfe der Laptops individuelles Lernen erleichtert werden könne.
Die Einwicklung des Klinikums in der Innenstadt stimmt OB Kaminsky optimistisch. Denn 2012 sei das wirtschaftlich erfolgreichste Jahr seit langem gewesen, das Haus sei schuldenfrei und verfüge über 33 Millionen Euro Eigenkapital. Die Suche nach kommunalen Partnern müsse allerdings in diesem Jahr ein Ergebnis zeitigen, um als Haus in städtischer Trägerschaft für die Zukunft gewappnet zu sein. Für die weitere medizinische Zentrenbildung sei ein größerer Versorgungsraum mit Patienten nötig als bisher, um das Behandlungsniveau weiter heben zu können. Klinik-Geschäftsführerin Monika Thiex-Kreye fügte hinzu, bei dem gerade erst begonnenen Prozess der Klinikkonzentration müsse Hanau früh handeln. Denn heutzutage gehe es weniger darum, dass die großen Häuser die kleinen schluckten, sondern die schnellen im Vorteil gegenüber den langsamen seien.
Zur Bauentwicklung in der Innenstadt hatte OB Kaminsky viele Facetten zu bieten: Das Gemeindezentrum der Wallonisch-Niederländischen Kirche in der Gärtnerstraße wird voraussichtlich vom kommenden April an entstehen. Der offizielle Spatenstich für das Dienstleistungszentrum Gloria Palais erfolgt am 26. Juni. Die Vorverkaufsphase für die Wohnungen auf dem Westcarré eröffnet Bauträger Bouwfonds im Spätsommer 2013, dazu gehört ein Verkaufsbüro in einem nahen Ladenlokal. Im vor dem Abriss stehenden Ostcarré seien 57 von insgesamt 76 Mieter ausgezogen, so der OB, und dabei in den allermeisten Fällen der Baugesellschaft Hanau treu geblieben. Auf dem Marktplatz wächst derzeit die Bodenplatte für das neu entstehende Gebäude gegenüber von Kaufhof, die Obergeschosse samt Arkadenstützen entstehen bis Ende Juli, das Dach bis Anfang September.
Was den weiteren Ausbau der Karl-Rehbein-Schule angeht, meinte Kaminsky, die bisherigen Bauabschnitte seien durch die Konjunkturprogramme von Bund und Land erleichtert worden. In der jetzigen Zeit werde die Haushaltplanung für die Stadt aber ungleich schwieriger. Das hänge auch damit zusammen, dass durch Gebühren finanzierte Investitionen im Abwasser- und Abfallbereich wegen der Schuldenbremse aufgerechnet würden gegen Ausgaben für Schulbauten. Diese Praxis müsse das Land ändern, so seine Forderung.
Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmann, Telefon 06181/295-266
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