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Hanau, 17. Juni 2013
„Ein einzigartiges und faszinierendes Baudenkmal“
Magistrat bewilligt weiteren Zuschuss für Wilhelmsbad er Karussell

„Dass wir uns alle auf ein funktionsfähiges, restauriertes Karussell als überregionale Attraktion im Staatspark von Wilhelmbad freuen können, ist zweifelsohne dem Förderverein Karussell zu verdanken“, nimmt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky den jüngsten Magistratsbeschluss zum Anlass, daran zu erinnern, dass die städtischen Zuschüsse auch eine Honorierung des enormen Bürgerengagements ist, mit dem dieses ambitionierte Projekt in den letzten Jahren erfolgreich auf den Weg gebracht werden konnte. Folgt die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Juli-Sitzung dem Votum des Magistrats, wird die Stadt in diesem und nächsten Jahr insgesamt weitere 150.000 Euro für die Instandsetzung zur Verfügung stellen.

„Nur weil sich engagierte Bürgerinnen und Bürger Ende der 90er Jahre nicht damit abfinden wollten, dass dieses einzigartige Kleinod mit seiner faszinierenden Technik immer weiter verfällt, können wir jetzt anfangen Pläne zu schmieden, wie wir im kommenden Jahr die offizielle Wiederinbetriebnahme feiern.“ Dabei konnte sich der Förderverein, der sich 1998 zum Zweck der Restaurierung, Wiederinbetriebnahme und Erhaltung des Karussells im Staatspark Hanau-Wilhelmsbad gegründet habe, jedoch immer der vollen Unterstützung der Stadt sicher sein. „Wir haben die Bedeutung dieses Vorhabens von Anfang an richtig eingeschätzt und dies auch mit dem seinerzeit gegebenen Versprechen untermauert, jeden Bürger-Euro, den der Förderverein zugunsten der Restaurierung einwerben kann, vonseiten der Stadt zu verdoppeln,“ weist Hanaus OB darauf hin, dass die Stadt seither insgesamt 313.000 Euro an den Förderverein überwiesen hat, um dieses Versprechen einzulösen.

Immerhin ist das im November 1779 begonnene und im Oktober 1780 fertig gestellte Karussell nach den Worten von Kaminsky eines der letzten authentischen, fassbaren, erlebbaren und sichtbaren Zeugnisse der reichhaltigen Kultur und Geschichte der Brüder Grimm-Stadt und damit nicht zuletzt auch des Landes Hessen. Wie er weiter sagt, ist das Baudenkmal als auch einziges der einst hier zur Belustigung der Kurgäste errichteten zahlreichen Spielstätten, wie Luftschaukeln, Kegelspielen oder Vogelschießen noch erhalten.

Die wechselvolle Geschichte des Karussells ist ein eindrucksvoller Beleg der besonderen Faszination, die von diesem Baudenkmal ausgeht. Nichts erst mit dem offiziellen Start der Sanierungsarbeiten im Herbst 2010 stand das „älteste stationäre Karussell der Welt“ immer wieder im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. So wirkte das Karussell 1976 als Filmkulisse für den Fernsehmehrteiler „Ein Winter, der kein Sommer war“. Mithilfe von Filmtricks konnte sich das Karussell sogar drehen. „Damals hätte niemand geglaubt, dass die Pferde auch in der Realität noch einmal irgendwann ihre Runden drehen werden“, so OB Kaminsky und ergänzt, dass die Arbeit des Fördervereins um den Vorsitzenden Stefan Bahn geradezu wie eine Initialzündung für die gesamte Kuranlage gewirkt haben.

In Anbetracht des umfangreichen Stadt- und Bürgerengagements, das die Restaurierung erst ermöglicht habe, gelte es nun, im Detail abzustimmen, zu welchen Anlässen das fertige Karussell in Zukunft für die Hanauer Bürgerschaft geöffnet werden könne. In Abstimmung mit Stadt und Förderverein gelte es, so der Hanauer OB, ein überzeugendes Konzept zu erarbeiten, das dem Karussell Schutz und Sicherheit biete. Gleichzeitig sollte aber die demnächst wieder in altem Glanz erstrahlende  Attraktion nicht weggeschlossen werden, „sondern wie ein „Leuchtturm“ den ganzen Staatspark aufwerten und erstrahlen lassen“.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929

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