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Kunst trifft Kohl

Von Borken bis Gemen

20. Juni 2013. Ende vergangener Woche wurde die letzte Arbeit der Kunstaktion „Kunst trifft Kohl“ am Borkener Rathaus installiert. Damit sind die Kunststationen in Borken und Gemen komplettiert. Insgesamt sieben Arbeiten zeigen in Borken und Borken-Gemen ein breites Spektrum künstlerischer Kreativität.

Während die Initiatoren des Projektes, das Kulturamt in Münster, skeptisch waren, ob sich in Borken ausreichend KunstpatenInnen finden lassen, war die Organisatorin vor Ort, die Fachbereichsleiterin Kultur und Weiterbildung Cornelia Baumann, eher optimistisch. Und tatsächlich haben sich auf den Aufruf in diversen Medien mehr als 70 interessierte BorkenerInnen gemeldet, die ihren Garten für eine Arbeit zur Verfügung stellen wollten.

„Dabei wussten die PatenInnen gar nicht, was auf sie zukommt“, sagt Cornelia Baumann. „Ich finde es toll, dass eine solche Offenheit und Neugier auf Kunst in der Bevölkerung besteht. Mit Sicherheit werden wir im nächsten Jahr deutlich mehr Arbeiten nach Borken holen und eine richtige Kunstroute installieren.“

Im Graf-Hermann-Otto-Weg 2 ist die Arbeit von Nathalie Arun und Cornelia Kalkhoff mit dem Titel „Hemerochorie“ zu sehen. Eine überdimensionale Mohnblüte aus weißem Beton wird im Laufe der nächsten Monate echte rote Mohnblüten treiben.

Der Torso „Brust“ von Monika Engel ziert den Garten in der Realschulstraße 16. Ein weiblicher steinerner Oberkörper kontrastiert mit einem Sockel aus gewachsenem Holz.

Eine „Grande Dame“ im Vorgarten der Bocholter Straße 17 hat ihren Ursprung in einem ausgedienten Autoauspuff. Jetzt präsentiert sich dieser „Schrott“ von Anna Bakow als filigrane Figur, deren Ursprung nur erahnt werden kann.

„Mutter Erde“ nennt die Isländerin Nanna Skuladottier ihre Arbeit, die Am Kalkhofen 15 steht. Ein fast schwebendes Objekt aus bearbeitetem Holz, dessen Oberflächen zum Berühren einladen.

Das „Glück“ steht im Garten in der Lucas-Cranach-Straße 3, nur wenige Schritte weiter, im Röwekamp 22 a, befindet sich das Pendant „Freude“. Detlef Bartels hat die beiden überlebensgroßen Plastiken jeweils aus einem Baumstamm gearbeitet.

Die Arbeit „Umweltbaum“ von Hans-Joachim Hugenroth ist direkt an der Einfahrt zum Piepershagen am Rathaus zu sehen. In unzähligen kleinen Spiegeln, die an drei Bäumen befestigt sind, spiegelt sich die (Um)Welt.

Alle Arbeiten sind mit entsprechenden Hinweisschildern versehen und können bis Anfang Oktober bestaunt werden. Kostenlose Broschüren sind im Borkener Rathaus bei der VHS Borken und in der Touristik Information am Borkener Marktplatz erhältlich. Zudem ist gegen eine geringe Schutzgebühr bei der VHS und in der Touristik Information ein kleiner Katalog zu der Kunstaktion erhältlich. Neben den Hinweisen auf die Borkener und Gemener Arbeiten enthalten die Broschüren und Kataloge umfangreiche Hinweise auf das Gesamtprojekt und die weiteren beteiligten Orte wie Münster, Ostbevern, Havixbeck, Steinfurt, Schöppingen, Enschede und Winterswijk.

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Leiter Büro des Bürgermeisters
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