Der Immobilienmarkt in der documenta Stadt Kassel - Marktanalysen des Gutachterausschusses für das Jahr 2012

25. Juni 2013. Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Immobilienwerte für den Bereich der Stadt Kassel hat für 2012 den Immobilienmarktbericht 2013 erstellt. Grundlage sind die bei der Geschäftsstelle eingehenden Kaufverträge. Der Immobilienmarktbericht zeigt den Umfang des Grundstücksverkehrs und die Grundstückspreisentwicklung des vergangenen Jahres und soll damit einen Beitrag zur Transparenz auf dem heimischen Grundstücksmarkt leisten.

„Erfreulich ist die hohe Zahl an verkauften gebrauchten Einfamilienhäusern. In Kassel findet man in guten Lagen ein vielfältiges Angebot im Bestand. Kassel hat ein großes Potential, den veränderten Ansprüchen durch Innenentwicklung und die Nutzung des Vorhandenen zu entsprechen“, sagte Stadtbaurat Christof Nolda.

Seit zwei Jahren steigt die Zahl der Transaktionen bezüglich Immobilien kontinuierlich an. Der Anstieg beträgt gegenüber dem Vorjahr 21 Prozent. Insbesondere wurden bei den unbebauten Grundstücken 48 Prozent (69 Objekte), bei den bebauten Grundstücken elf Prozent (66 Objekte) und bei Wohnungseigentum 22 Prozent (200 Objekte) mehr Verträge als in 2011 gezählt. Der Gesamtgeldumsatz betrug rund 350 Millionen Euro. Das entspricht einer Zunahme von zwölf Prozent seit 2011.

„Für Sachverständige enthält der Marktbericht auch statistische Untersuchungen zu Liegenschaftszinssätzen und Rohertragsfaktoren. Weiterhin sind Vergleichsfaktoren für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie für Eigentumswohnungen gemäß Paragraf 183 Bewertungsgesetz enthalten. Diese dienen in Standardfällen dem Finanzamt zur Ermittlung der Werte nach dem Erbschaftssteuerreformgesetz“, erläuterte der Vorsitzende des Gutachterausschusses, Wiho Wessel.

Für unbebaute Wohnbaugrundstücke wurden im Durchschnitt innerhalb des Stadtgebietes rund 140 Euro pro Quadratmeter gezahlt. Der leichte Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist darauf zurückzuführen, dass mehr Grundstücke in höherpreisigen Lagen den Eigentümer gewechselt haben. Wohnbaugrundstücke kosteten beispielsweise in Wolfsanger im Schnitt 120 Euro pro Quadratmeter, während in Kirchditmold 145 Euro pro Quadratmeter gezahlt wurden. Für baureife Grundstücke für Gewerbe und Industrie wurde ein Durchschnittspreis von 45 Euro pro Quadratmeter bei allerdings auch nur sieben Kauffällen ermittelt.

Bei den bebauten Grundstücken wurden die meisten Kauffälle bei den freistehenden Einfamilienhäusern registriert. Das Einfamilienhaus kostet in Kassel im Durchschnitt 220.000 Euro. Im Jahre 2011 kostete es noch 206.000 Euro und in 2010 188.000 Euro. Insofern ist hier eine kontinuierliche Steigerung zu erkennen. Die Durchschnittspreise liegen 2012 für Reihenhäuser bei 130.000 Euro (Preisanstieg: zirka acht Prozent), für Einfamiliendoppelhaushälften bei 167.000 Euro (Preisanstieg: zirka zwölf Prozent) und für freistehende Zweifamilienhäuser bei 271.000 Euro (Preisanstieg: zirka 15 Prozent).

Über die Hälfte der Kauffälle waren Verkäufe von Wohn- und Teileigentum. In diesem Teilmarkt wird wiederum zwischen Erst- und Wiederverkäufen sowie umgewandelten Wohnungen unterschieden. Dabei ist die Anzahl der Erstverkäufe um zirka 90 und die Anzahl der Wiederverkäufe um zirka 30 Prozent angestiegen. Die Anzahl der durch Aufteilung bestehender Mehrfamilienhäuser gebildeten und veräußerten Eigentumswohnungen ist leicht rückläufig.

Eine Eigentumswohnung im Neubau kostet nunmehr zirka 2500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Hier ist ein Preisanstieg von zirka zehn Prozent zu verzeichnen.

Mit 793 Verkäufen bestehender Eigentumswohnungen ist dieser Teilmarkt dominant. Hier liegt der Durchschnittspreis bei 1400 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, was eine Steigerung von zirka 20 Prozent seit dem Vorjahr bedeutet.

Der Immobilienmarktbericht für den Bereich der documenta Stadt Kassel 2013 ist für 25 Euro (zuzüglich Portokosten bei Versendung) als Farbdruck oder für 20 Euro digital im pdf-Format bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses im Rathaus, Obere Königsstraße 8, 34112 Kassel, Raum K 719, oder im Kundenzentrum Geodaten in Zimmer K 714 erhältlich.

Bestellungen werden per Fax 05 61/7 87-40 89 oder per E-Mail gutachterausschuss@kassel.de angenommen. Fragen beantwortet Herr Jäger, Telefon 05 61/7 87-70 04.

(4274 Zeichen)


Bild: Druckansicht Druckansicht

Stadt Kassel
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Rathaus / Obere Königsstraße 8
34112 Kassel

Telefon: 0561 / 787-1231 oder 0561 / 787-1232
Telefax: 0561 / 787-87
E-Mail: presse@kassel.de

Pressesprecher Ingo Happel-Emrich
Pressesprecherin Petra Bohnenkamp

Kassel und die Region im Internet:www.kassel.de
Die Stadtverwaltung im Internet: www.stadt-kassel.de

presse-service.de Die Pressestelle documenta-Stadt Kassel ist Mitglied bei www.presse-service.de. Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.