weitere Termine >
Informationen für:
Essen, 04.07.2013
Bauingenieurin Annegret Schaber als „Bürgerin des Ruhrgebiets“ ausgezeichnet
Große Würdigung für eine Bauingenieurin aus Nordrhein-Westfalen: Annegret Schaber ist am Mittwoch (3. Juli) in Essen als „Bürgerin des Ruhrgebiets“ ausgezeichnet worden. Damit würdigte der Verein Pro Ruhrgebiet die ungewöhnliche und mutige Entscheidung der 55-Jährigen, die vielbefahrene Autobahn 40 in Essen im Sommer 2012 wegen Sanierungsarbeiten für knapp drei Monate komplett zu sperren. „Ich freue mich als Kind des Ruhrgebiets wahnsinnig über den Preis“, sagte die in Herne geborene Schaber bei der Verleihung.
Die Ingenieurkammer-Bau NRW gratulierte der Preisträgerin. „Durch die Baumaßnahme auf der A 40 hat Frau Schaber gezeigt, wie Bauingenieure neue Wege beschreiten und die Infrastruktur im Land in Stand halten – und zwar im Zeitplan und ohne Verzögerungen“, sagte Kammer-Präsident Dr.-Ing. Heinrich Bökamp. Statt auf Bauarbeiten bei laufendem Autobahnbetrieb hatte die beim Landesbetrieb Straßen.NRW beschäftigte Schaber auf Bauarbeiten vor allem in den Sommerferien gesetzt – trotz der Tatsache, dass etliche Kritiker wegen der Autobahnsperrung ein Verkehrschaos vorausgesagt hatten. Doch das Vorhaben gelang, der befürchtete Verkehrsinfarkt blieb aus. Die Baumaßnahme in Essen sorgte bundesweit für Schlagzeilen.
Für das Vorhaben in Essen hatte es zuvor keine Vorbilder gegeben. Der Grund, warum sich die Bauingenieurin zu der Maßnahme entschied, lag nicht zuletzt im persönlichen Bereich. „Ich hatte keine Lust, jeden Tag zwei Stunden im Stau zu stehen“, sagte Projekt-Leiterin Schaber. Die 55-Jährige lebt in Essen-Kettwig und fährt mit ihrem Auto zu ihrer Arbeitsstelle in Bochum – die Verkehrsprobleme auf der A 40 sind ihr also aus eigener Anschauung bestens vertraut. Wäre die Autobahn im laufenden Betrieb erneuert worden, hätte die Bauphase etwa zwei Jahre gedauert: So konnte sie auf knapp drei Monate reduziert werden.
Eine Jury unter Vorsitz von Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) hatte Schaber in der Sparte „Innovativste Idee bürgernaher Verwaltung – effektiv umgesetzt“ als Preisträgerin bestimmt. „Sie wurden bekannt als die Frau, die die Autobahn sperrt“, lobte der Vorsitzende von Pro Ruhrgebiet, Helmut an de Meulen. Frau Schaber habe dafür gesorgt, dass das Ruhrgebiet durch die Baumaßnahme als „Region zupackender Menschen“ bekannt wurde. Damit sei vorgeführt worden, dass es sich lohne, „eingetretene Pfade zu verlassen“.
Mit der Auszeichnung „Bürger des Ruhrgebiets“ würdigt der Verein Pro Ruhrgebiet seit 1981 Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um die Region und ihre Menschen verdient gemacht haben. Neben Schaber wurde an dem Tag auch der Vorstandsvorsitzende der RAG-Stiftung und ehemalige Bundeswirtschaftsminister, Dr. Werner Müller, für sein Engagement ausgezeichnet.
Bildhinweise, Abdruck honorarfrei:
Bild 1: Der Vorsitzende von Pro Ruhrgebiet, Helmut an de Meulen, überreicht Annegret Schaber die Urkunde für ihre Ernennung als „Bürgerin des Ruhrgebiets“.
Bild: Pro Ruhrgebiet
Bild 2: Die beiden Preisträger der diesjährigen Ernennung zum „Bürger des Ruhrgebiets“, Annegret Schaber und Dr. Werner Müller, schneiden eine Torte an. Die Torte ist eine Anspielung auf die jeweiligen „Arbeitsplätze“ der beiden: Ingenieurin Schaber hatte im Sommer 2012 die Autobahn 40 in Essen komplett sperren lassen, Müller war mehrere Jahre Vorstandsvorsitzender der damaligen RAG bzw. der jetzigen Evonik AG.
Bild: Pro Ruhrgebiet
Die Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen (IK-Bau NRW) ist die berufsständische Selbstverwaltung und Interessenvertretung der im Bauwesen tätigen Ingenieurinnen und Ingenieure in Nordrhein-Westfalen. Mit mehr als 10.000 Mitgliedern ist sie die mitgliederstärkste Ingenieurkammer in Deutschland.
Diese Pressestelle ist Mitglied bei presse-service.de
[www.presse-service.de/].
Dort können Sie Mitteilungen weiterer Pressestellen recherchieren und per E-Mail abonnieren.