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Iserlohn zeigt Flagge für eine atomwaffenfreie und friedliche Welt
Iserlohn.
Am heutigen 8. Juli setzte die Stadt Iserlohn ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Gemeinsam mit rund 400 weiteren deutschen Städten hisste Iserlohn die Flagge der Mayors for Peace. Diese Aktion der Bürgermeister und Städte findet zum zweiten Mal statt und ist im Jahr 2013 eingebettet in die globale Aktionswoche für Atomwaffenfreiheit (Nuclear Abolition Week) von weltweiten und lokalen NGOs (nichtstaatliche Organisationen), die vom 6. bis 13. Juli stattfindet.
Das internationale Städtenetzwerk Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden) wurde im Jahr 1982 gegründet und geht auf die Initiative der Städte Hiroshima und Nagasaki zurück. Heute gehören dem Netzwerk 5.645 Städte in 156 Ländern an. Damit vertritt Mayors for Peace gegenüber den Vereinten Nationen und den Regierungen der Welt mehr als eine Milliarde Menschen, wenn es um die Umsetzung der Vision einer atomwaffenfreien und friedlichen Welt geht. Bereits 1991 wurde die Konferenz beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen als Nichtregierungsorganisation registriert.
Iserlohn ist seit 1985 als eine der ersten deutschen Städte Mitglied der “Bürgermeister für den Frieden”. “Der Einsatz von Atomwaffen trifft immer Bürgerinnen und Bürger in den Städten und Gemeinden. Er nimmt keine Rücksicht auf Grenzen oder Nationen. Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 mahnen uns und zeigen uns die schrecklichen Folgen noch heute”, so Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens beim Hissen der Flagge, die bis Ende der Woche am Alten Rathaus wehen soll. Dort hatte der damalige Rat der Stadt Iserlohn am 18. Juni 1958 folgenden Beschluss gefasst: ”Der Rat der Stadt Iserlohn beschließt, keinerlei gemeindeeigenen Grund und Boden für die Aufstellung von Atomraketenbasen oder für sonstige Zwecke zur Verfügung zu stellen, die unmittelbar oder mittelbar der atomaren Aufrüstung dienen.” Eine Gedenktafel am Gebäude, das heute die Stadtbücherei beherbergt, soll dauerhaft an diesen Beschluss erinnern.
Mit dem Hissen der Flagge der Mayors for Peace erinnern die Städte an das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs vom 8. Juli 1996 – zustande gekommen im Auftrag der Generalversammlung der Vereinten Nationen –, wonach der Einsatz von Atomwaffen, ja bereits die Androhung des Einsatzes gegen internationales Recht und gegen Vorschriften und Prinzipien des humanitären Völkerrechts verstößt. In der Überzeugung, dass Städte keine Angriffsziele sein dürfen und eine Zukunft ohne Atomwaffen der Menschheit neue Perspektiven schafft, treten die Bürgermeister für den Frieden unter der Führung des Bürgermeisters von Hiroshima, Kazumi Matsui, weltweit unter dem Motto „Städte sind keine Zielscheiben“ (Cities Are Not a Target) für die Abschaffung der Atomwaffen und für den Abschluss eines internationalen Verbotsvertrages ein.
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