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Hanau, 09. Juli 2013
Fury ist da!
- Przewalski-Hengst ergänzt Herde auf Campo Pond

Am Freitagabend war es endlich so weit: Der Transporter mit dem sechsjährigen Hengst „Fury“ aus Meppen erreichte Campo Pond, das Naturschutzgebiet im Stadtteil Großauheim. Hier wurde er bereits von vier neugierigen Pferdedamen erwartet. Drei Stuten (Abadia, Ajala, Sira) der einst siebenköpfigen Herde waren tags zuvor bereits abgeholt und auf ihre neue Koppel nach Gießen gebracht worden. Grund: Sie sind mit dem Neuankömmling genetisch zu nah verwandt und sollen daher keine Nachkommen mit ihm haben.

Die verbleibenden Przewalski-Stuten Ginger, Barioja, Ilonka und Galinka beobachteten angespannt den Pferdetransporter mit dem Neuling. Der im Salzburger Zoo geborene Hengst steckte vorsichtig den Kopf hinaus, nahm Witterung von den Stuten auf, sprang vom Hänger und lief enthusiastisch auf seine neue Herde zur. Hier wurde er von den misstrauischen Damen erst einmal mit saftigen Huftritten begrüßt. Doch in den folgenden Stunden arrangierten sich die Stuten mit dem Neuling und zeigten ihm im Galopp die weitläufige Koppel mit 55 Hektar Land mit Wald, Wiesen und einem kleinen See.

Offensichtlich hat Fury übers Wochenende die Führung der Gruppe übernommen, denn am Anfang der Woche ließ er keinen Zweifel mehr daran, wer jetzt auf Campo Pond das Sagen hat. Mit Stolz und Bestimmtheit führte er seine kleine Herde über das Gelände und wieherte wütend, sobald die Stuten sich zu weit von ihm entfernten. Die folgten dem neuen Herrn und Meister aufs Wort und blieben stets in seiner Nähe.

Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Stadtrat Andreas Kowol, der als Dezernent zukünftig auch für das Umweltzentrum zuständig ist, besuchten Campo Pond, um den Neuling zu begrüßen und zu erfahren, wie er von der Herde aufgenommen wurde. Vor Ort erwartete sie Christoph Goebel, Leiter des Bundesforstbetriebs Schwarzenborn, der sowohl für das Gelände, als auch die Haltung der Tiere verantwortlich zeichnet.

„Bis zum nächsten Jahr soll Fury für Nachwuchs sorgen. Bereits im nächsten Sommer können dann erste Fohlen auf der Koppel des Naturschutzgebiets im Stadtteil Großauheim stehen“, erläuterte Goebel den beiden Besuchern. „Wir haben großes Glück, dass wir von den Vertretern des Europäischen Artenschutzprogramms für die Przewalski-Pferde nach jahrelangen Zögern schließlich doch noch als Standort für die Zucht ausgewählt wurden!“, so Goebel. Das sei auf die idealen Bedingungen in Hanau zurückzuführen. „Die Betreuung, die wir den Tieren hier in Zusammenarbeit mit der Stadt Hanau und den Tierärztinnen des Zoo Frankfurt bieten können ist ausgezeichnet.“ Auch das Gelände mit seiner vielseitigen Beschaffenheit sei ideal.

Goebel betonte, dass eine Öffnung des Geländes für die Öffentlichkeit, wie es in der Vergangenheit von der CDU in Hanau gefordert worden sei, die Ankunft des Hengstes mit Sicherheit verhindert und sogar das ganze Wildpferde-Projekt in Hanau gefährdet hätte. „Herr Kowol und ich sind uns einig und bestätigen es Ihnen hiermit nochmals, dass wir absolut gegen eine Öffnung des Geländes sind und das verhindern werden“, so Kaminsky. „Die Tier- und Pflanzenwelt hier auf Campo Pond ist in jeder Beziehung ungewöhnlich und schützenswert. Wir werden nichts tun, um sie zu gefährden.“ Eine Öffnung des Geländes stünde daher absolut nicht zur Debatte.

Wer Interesse daran hat das Gelände näher kennenzulernen und mehr über die Fauna und Flora – inklusive Urwildpferde – erfahren möchte, kann eine Führung beim Umweltzentrum Hanau buchen. Anmeldung unter umweltzentrum@hanau.de oder telefonisch unter der Nummer 06181-3049148.



Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664




Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgende Medien anbieten:

Besuch bei Fury
Stadtrat Andreas Kowol und Oberbürgermeister Claus Kaminsky im Gespräch mit Christoph Goebel, Leiter des Bundesforstbetriebs Schwarzenborn.


Fury
Fury: Neuzugang auf Campo Pond


Raue Begrüßung
Zur Begrüßung gab es ein paar saftige Huftritte von den Przewalski-Stuten.


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